Ausgabe Nummer 32 (2005)
Markus Hausamann
Interview Persönlichkeiten kommen und gehen
Markus Hausamann
Markus Hausamann ist eine engagierte Persönlichkeit. In der Politik mischt er als Gemeindeammann und Kantonsrat mit. Seit April 2005 ist er neu im Vorstand und Leitenden Ausschuss (LA) des Thurgauer Bauernverbandes (TBV).

Markus Hausamann, Sie sind viel beschäftigt und stark engagiert, wie bringen Sie das alles unter einen Hut, haben Sie einen Tipp, wie Sie Ihr Zeitmanagement organisieren?
Markus Hausamann: Der Hauptpunkt, dass ich so aktiv sein kann ist, dass die ganze Familie, mein Vater, meine Frau und nach und nach auch unsere Kinder im Betrieb mithelfen. Ausserdem bin ich dabei, den Betrieb zu spezialisieren, auf Milchwirtschaft und Futterbau. Sich auf eine Sache zu konzentrieren ist weniger aufwändig. Die Freude an meinen Tätigkeiten und ein gesunder Mix aus körperlicher und kopflastiger Arbeit lässt mir meine Präsenzzeiten nicht so lange erscheinen.
Welche Ressorts haben Sie im Vorstand des TBV gewählt?
Markus Hausamann: Ich habe sie so ausgewählt, dass ein Zusammenhang zu meiner Tätigkeit besteht. Als Präsident der Agroberatung Thurgau ist es nahe liegend, dass ich mich ins Ressort «Bildung und Beratung» eingebe. Obschon, als Präsident der Agroberatung Thurgau bin ich nicht als Berater tätig, dieses Ehrenamt umfasst vor allem organisatorische Tätigkeiten. Im Ressort «Agrarpolitik und -wirtschaft» kann ich mit meinen Erfahrungen als Gemeindeammann und Kantonsrat einiges an Wissen einbringen und im Gegenzug dort die Interessen der Bauern vertreten. Das dritte Ressort, «Aufgaben und Ziele des TBV», ergibt sich aus meiner Zugehörigkeit zum Leitenden Ausschuss.
Wie lange sind Sie schon politisch tätig?
Markus Hausamann: Im Gemeinderat seit 18 Jahren und im Kantonsrat 10 Jahre. In diesen Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass der grösste Interessenskonflikt zwischen Bauern und Öffentlichkeit im Bereich Raumplanung liegt. Wir tun gut daran, als Bauern frühzeitig Einfluss zu nehmen, wenn es um raumplanerische Entscheide geht.
Wie kamen Sie in den Vorstand und LA des TBV?
Markus Hausamann: Ich wurde vom Verband angefragt. Vor allem, weil ich Präsident der Agroberatung Thurgau bin. Die Agroberatung ist, wie die Landfrauen, eine Basisorganisation des TBV. Wir stellen zirka ein Viertel der Delegierten.
Welche Erwartungen und Ziele haben Sie in diesem Amt?
Markus Hausamann: In erster Linie sehe ich das Amt als Dienstleistung für die Thurgauer Bauern, in der ich meine Person einbringen kann. Dann geht es natürlich darum, diese Basis zu vertreten.
Gibt es etwas, dass Sie abschliessend sagen wollen?
Markus Hausamann: Ich wünsche mir, dass der TBV demokratischer wird. Bei wichtigen Entscheidungen, zum Beispiel kantonalen Richtplanänderungen, sollte mittels ausserordentlicher DV die Basis befragt werden.
