Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. April 2018


Massnahmen gegen die Einschleppung der Geflügelpest in die Schweiz

Ausgabe Nummer 51 (2015)

Aufgrund des Ausbruchs der hochpathogenen Geflügelgrippe in einer Geflügelhaltung in Frankreich (Departement Dordogne) erlässt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen eine Verordnung, um der Einschleppung dieses Virus vorzubeugen. Damit sollen die Geflügelherden in der Schweiz noch besser geschützt werden.

Die ersten Analysen in Frankreich zeigen, dass es sich um verschiedene Virenstämme handelt. Beim Virus im ersten Ausbruchsherd handelt es sich um das hochpathogene H5N1-Virus. Wahrscheinlich hat es sich aus einem Virus entwickelt, das in Europa bereits seit Jahren bekannt ist. Zurzeit wird das Potenzial für die Übertragung auf den Menschen untersucht. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden zwei weitere Ausbrüche festgestellt. Beim ersten handelt es sich um ein H5N2-Virus, beim zweiten Ausbruch sind die Analysen noch im Gang.
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) erachtet das Risiko einer Ausbreitung der Krankheit auf die Schweizer Geflügelherde als gering, da seit dem 1. Juli 2015 kein lebendes Geflügel aus der betroffenen Region in die Schweiz eingeführt wurde. Auch wenn das Übertragungsrisiko gering ist, hat das BLV dennoch eine entsprechende Verordnung zur Verhinderung der Einschleppung des Virus erlassen. Die Verordnung erlaubt, Sendungen an der Grenze oder auch im Landesinneren zu konfiszieren, wenn bestimmte Bedingungen nicht erfüllt sind.
Die Geflügelpest ist eine virale Infektionskrankheit, die alle Vögel und auch Geflügel befallen kann. Es gibt verschiedene schwach- oder hochpathogene Stämme. Die hochansteckende Ausprägung der Krankheit weist bei den meisten Geflügelarten eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf. Die französischen Behörden haben alle dringenden und notwendigen Massnahmen getroffen, die von den seuchenpolizeilichen EU-Richtlinien bei einem Ausbruch einer hochansteckenden Tierseuche vorgesehen sind.

Die Verordnung trat am 8. 12. 2015 in Kraft.


Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und
Veterinärwesen BLV

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