Ausgabe Nummer 21 (2003)
Migros Ostschweiz lanciert Regio-Label
| «Aus der Region. Für die Region.» | |||
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Migros Ostschweiz lanciert Regio-Label
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| Seit Mitte dieser Woche ist eine Auswahl Ostschweizer Produkte in den Ostschweizer Migros-Filialen mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.» gekennzeichnet. Mit dem Regionalprogramm will die Migros Ostschweiz Produkte aus ihrem Einzugsgebiet aufwerten. Mehrwert versprechen sich auch Produzenten und Konsumenten. Vorgestellt wurde das Label «Aus der Region. Für die Region.» am Dienstag dieser Woche in Bischofszell. Die Genossenschaft Migros Ostschweiz (GMOS) profitiert bei der Einführung der Kennzeichnung regionaler Produkte von den Erfahrungen in der Innerschweiz. Dort wurde das Label bereits eingeführt. Das Logo habe bei Umfragen nach einem Jahr eine gestützte Bekanntheit von 89 Prozent erzielt, berichtete Lorenz Kreis, Leiter Qualitätssicherung bei der Migros Ostschweiz. Das Programm «Aus der Region. Für die Region.» wird mit 2000 Produzenten und 60 Lieferanten aus den Kantonen Appenzell (AI und AR), Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich sowie aus dem Fürstentum Liechtenstein gestartet. In der ersten Phase würden Produkte mit dem Regio-Label gekennzeichnet, die nicht aus mehreren Rohstoffen zusammengesetzt seien, berichteten die Verantwortlichen an der Vorstellung in Bischofszell. Darunter fallen Geflügel, Fisch, Käse, Eier, Milch, Früchte, Gemüse oder Brot. Das Sortiment soll auch auf verarbeitete Produkte wie Joghurt oder Würste ausgeweitet werden. «Gute Idee, aber » Andreas Binswanger, Präsident des Thurgauer Bauernverbandes, äusserte sich anlässlich der Vorstellung des Regio-Labels vorsichtig positiv. «Der Weg vom Produzenten zum Konsumenten soll möglichst kurz sein. Hinter diesem Grundsatz stehen die Schweizer Bäuerinnen und Bauern. Dieses Ziel verfolgt die Marke &Mac220;Aus der Region. Für die Region&Mac221;», stellte sich Binswanger hinter die Kennzeichnung regionaler Produkte. Allerdings ortet der TBV-Präsident auch gewisse Gefahren, weil das Label «Aus der Region. Für die Region.» parallel in weiteren Migros-Genossenschaften eingeführt wird «Durch die Schaffung von Regionen, welche praktisch deckungsgleich sind mit der jeweiligen Migros-Genossenschaft, werden innerhalb der Schweiz jedoch neue Handelschranken aufgebaut», gab er zu bedenken. Davon könnte gerade der Thurgau als «Exportkanton» von landwirtschaftlichen Produkten negativ betroffen werden. Als Mitglied der Steuerungsgruppe werde er deshalb das Hauptaugenmerk auf die Glaubwürdigkeit des Labels legen. Besonders wichtig sei für ihn dabei die zweifelsfreie Ausschilderung der Produkte im Verkaufsregal. Quantensprung für «Culinarium» Für die Migros Ostschweiz sei das Label mit der leuchtenden Sonne mehr als blosse Herkunftsbezeichnung. «Dahinter steckt das Bekenntnis, die Partnerschaft mit der Landwirtschaft in ihrem Wirtschaftsgebiet zu stärken», hielt der Grossverteiler fest, und das Label sei auch ein Bekenntnis zu Qualität: Produkte werden durch die Zertifizierungsstelle «ProCert» in Bern überprüft. Und sie werden nach bestandener Prüfung mit dem Ostschweizer Gütesiegel «Culinarium» ausgezeichnet. Für den Verein «Culinarium» ist das Engagement von Migros «ein Quantensprung». Das kontrollierte und zertifizierte Produktsortiment werde dank der Migros sprunghaft vergrössert. «Es können mehr regionale Produkte vermarktet werden», freute sich der Präsident des St. Galler Bauernverbandes, Walter Müller, der gleichzeitig Präsident des Trägervereins Culinarium ist. Für das Konsumentenforum Ostschweiz KFO ist das Engagement des Grossverteilers für regionale Produkte ebenfalls begrüssenswert. «Die Transportwege sind kurz. Das Produkt kann zurückverfolgt werden. Der Konsument kann vergleichen und wählen», meinte KFO-Präsidentin Rosmarie Rüegg an der Label-Vorstellung. (hil) |
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