Ausgabe Nummer 37 (2007)

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Mini-Kiwi – die neue Beere aus dem Thurgau ist da

Sie schmecken herrlich, die kleinen Schwestern der wohlbekannten Kiwis. Die 2 bis 4 cm grossen Mini-Kiwi-Früchte sind rund bis länglich-walzenförmig und haben eine grüne Schale mit je nach Sorte mehr oder weniger ausgeprägt rotbraunen Bäckchen. Sie sind unbehaart und man isst sie, ohne zu schälen, frisch ab Pflanze, in Desserts, als Kompott, in Joghurts und Glaces, als Konfitüre oder auch gekocht. Das grüne, saftige Fruchtfleisch der Mini-Kiwis enthält zahlreiche, dunkle Kerne und hat einen säuerlich-süssen, sehr aromatischen Geschmack, welcher verschiedentlich verglichen wird mit Feigen, Birnen, geschmacklich verfeinerten Stachelbeeren oder verfeinerten Kiwis.

Heimat und Anbau
Die Mini-Kiwi (lat. Actinidia arguta) ist botanisch nahe verwandt mit der grossen Kiwi (lat. Actinidia deliciosa) und wie diese zweihäusig. Beide Arten kommen ursprünglich aus Ostasien, wobei die Mini- Kiwis natürlicherweise weiter nördlich vordringen, deshalb winterhart sind und sich besser für unser Klima eignen. In ihrer Heimat besiedeln die Schlingpflanzen Flussläufe,Waldränder, das untere Stockwerk der Wälder oder klettern auf Bäume bis 30 Meter hoch.
In Kultur ist die Pflanze auf ein solides Traggerüst angewiesen. Dabei wird sie pergolaförmig erzogen, wobei die Neutriebe in etwa 1,8 m Höhe horizontal heruntergebunden werden. Am Bodensee reifen die Mini-Kiwis je nach Witterung, Sorte und Lage zwischen Mitte August bis Mitte Oktober – bis Ende November sind sie dann im Angebot. Inzwischen pflegen bereits 16 Mini-Kiwi-Produzenten auf fünf Hektaren die neue Kultur. Dieses Jahr können bereits über 40 000 Schälchen à 250 g geerntet werden.

Es werden neue Pflanzer gesucht:
Interessenten melden sich bei Thomas Imhof, BBZ Arenenberg, Tel. 071 663 33 01, E-Mail: thomas.imhof@tg.ch


Mini-Kiwi, runde Sorte. (Thomas Imhof)
Mini-Kiwi, runde Sorte. (Thomas Imhof)