Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
20. April 2018


"Mister Thurgauer Bauer" geht in Pension

Ausgabe Nummer 43 (2015)

Rund 20 Jahre lang hat er den Thurgauer Bauer geprägt: In der Schnittstelle zwischen Redaktion und Druckerei hat sich Edi Ulmer Woche für Woche für das Erscheinungsbild verantwortlich gezeigt. Nach seiner Pensionierung wird Esther Fuhrimann die anspruchsvolle Aufgabe übernehmen.

Als ehemaliger Bauernbub fühlte er sich mit dem Thurgauer Bauer immer verbunden. «Für mich war es die vielseitigste Aufgabe in meinem Berufsleben» so Ulmer. Natürlich hätte er auch für eine Auto- oder Motorradzeitschrift arbeiten können, aber der Thurgauer Bauer sei halt sein Element. Begonnen hat diese Leidenschaft vor rund 20 Jahren. «Damals war es eine reine Fachzeitschrift, wenns hoch kam, waren auch mal Rezepte darin zu finden“, resümiert der angehende Pensionär. Heute sei die Zeitschrift viel offener, der Zeit angepasst geworden. Auf die Frage, ob er denn Reaktionen auf seine Arbeit erhalte, schmunzelt Ulmer: «Ich werde wöchentlich, manchmal täglich irgendwo auf den Thurgauer Bauer angesprochen. Die Bauern kennen mich, ich kenne sie, und besonders die Titelbilder, welche ich hie und da selbst gestaltete, haben es vielen angetan. Das Interesse der Bauern tut auch mir gut, denn es zeigt, dass wir ein Produkt herstellen, welches geschätzt wird».
So hofft er, dass es den «TB», wie der Thurgauer Bauer intern genannt wird, auch weiterhin gibt und dieser nicht irgendwann einem Sparzwang zum Opfer fällt. Bauern, welche bis spät abends am Computer sitzen, weil sie Abrechnungen erstellen und kantonale Formulare ausfüllen müssten, seien froh, wenn sie zumindest die Fachlektüre in gedruckter Form in den Händen halten könnten.

Weiterhin engagiert
Dass er sich künftig nicht mehr wie gewohnt jeden Morgen um das Layout des TB kümmern muss, erscheint Edi Ulmer noch etwas fremd. Trotzdem freut er sich auf mehr Zeit, auch wenn Pensionisten bekanntlich am wenigstens davon vorrätig haben. «Ich besitze zwei Hektaren Wald auf dem Seerücken, welche auf meine zahlreicheren Besuche warten. Zudem bin ich in der evangelischen Kirchgemeinde Felben und im Kirchenbotenverein engagiert, was mich ebenfalls sehr ausfüllt. Sollte mich wider Erwarten doch einmal ein Anflug von Langeweile überfallen, werde ich diesen bei und mit meinen Neffen in Thundorf vertreiben, der – wie könnte es anders sein – einen Bauernhof bewirtschaftet. Sei es beim Heuen oder Obsten – die Arbeit geht da nie aus. Und wer weiss – als Gelegenheitsfotograf schiesse ich vielleicht auch hin und wieder mal ein Bild für den Thurgauer Bauer.»
Mit einem Gutschein bedankte sich Jürg Fatzer bei Edi Ulmer im Namen des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft für dessen unermüdlichen Einsatz und Engagement für den Thurgauer Bauer. Ulmers Nachfolge tritt Esther Fuhrimann an, welche seit gut 25 Jahren bei galledia tätig ist und in den letzten 9 Jahren für das kantonale Amtsblatt und weitere Drucksachen verantwortlich war. (dt)







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