Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Mit dem Partner zum Erfolg

Ausgabe Nummer 41 (2015)

Am 30. September 2015 startete die Kampagne «Erfolgreiche Milchproduktion», getragen von sechs Organisationen aus dem landwirtschaftlichen Bereich. Sie richtet sich mit verschiedenen Angeboten an Schweizer Milchproduzenten mit dem Ziel, ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen und gemeinsam mit der Familie umzusetzen.
Die Kampagne «Erfolgreiche Milchproduktion» umschliesst die Gesamtheit aller Fragen, die einen Milchwirtschaftsbetrieb betrifft. Innovativ an dieser Kampagne ist, dass neben den produktionstechnischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten auch das soziale Leben miteinbezogen wird. «Auf den Bauernhöfen fehlt der Einbezug der Partnerinnen. Obwohl sie viel mitarbeiten, sei das im Stall oder in finanziellen Bereichen, werden sie bei planerischen Aspekten oft ausgelassen», erläuterte Lieselotte Peter, Vize-Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen und Landfrauen Verbandes (SBLV), der sich ebenfalls am Projekt beteiligte. In der Schweiz ist die vorherrschende Betriebsform der bäuerliche Familienbetrieb – und diese seien eigenständige Gebilde und funktionieren anders als rein wirtschaftlich denkende Unternehmen, betonte Markus Höltschi vom Beratungsforum Schweiz (BFS).
Um herauszufinden, wo der Schuh drückt, wurde im Rahmen der Kampagne ein Selfcheck entwickelt, der die drei Aspekte Produktionstechnik, Wirtschaftlichkeit und den sozialen Bereich abdeckt. Er wird am heimischen Computer ausgefüllt und der Landwirt erhält einen ersten Eindruck, woran gearbeitet werden soll. Die Landwirte sollen sich als Grundstein mit sich selbst auseinandersetzen um weiterzukommen. Als Einstieg in die Betriebsoptimierung werden in Zusammenarbeit mit den kantonalen Beratungsstellen Kurse zur Standortbestimmung angeboten. Diese Kurse werden von den Schweizer Milchproduzenten (SMP) mit einer Gutschrift von 300.– Franken unterstützt, wenn sie gemeinsam von Frau, Mann, Partnerin oder Partner besucht werden.

Die Kampagne wird finanziell von der SMP und dem Bundesamt für Landwirtschaft unterstützt. Mit personellen Ressourcen dienten das Beratungsforum Schweiz, Profi-Lait, Agridea, Schweizer Bauernverband und der SBLV.


Gabriela Küng




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