Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
14. September 2018


Mit einer Weiterbildung erfolgreich in die Zukunt

Ausgabe Nummer 40 (2015)

Das System der Berufs- und Meisterprüfung wurde in den vergangenen zwei Jahren grundlegend überarbeitet. Kompetenzen welche im bisherigen Aufbau ausschliesslich auf der Stufe der Meisterprüfung unterrichtet und geprüft wurden, werden neu bereits im Rahmen der Berufsprüfung (Eidg. Fachausweis) verlangt.

Weil die Vorbereitung auf den Fachausweis nun zwei Jahre dauert hat der Arenenberg in der letzten Weiterbildungssaison die Vorbereitungsmodule der Meisterprüfung nicht angeboten. Jürg Roth aus Altnau, welcher die Vorbereitungskurse am Strickhof besucht hat, ist darum der einzige Absolvent aus dem Kanton Thurgau, welcher in diesem Jahr die Meisterprüfung erfolgreich bestanden hat. Nun haben aber die ersten Thurgauer Absolventen die Berufsprüfung nach dem neuen System erfolgreich abgeschlossen. Weil sich die meisten dazu entschlossen haben, auch das nächste Berufsziel anzugehen, startet am Arenenberg in drei Wochen eine Klasse mit 13 Kandidatinnen und Kandidaten die Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung (Meisterprüfung).
Nach der letzten Notenkonferenz der Qualitätssicherungskommission von OdA AgriAliForm bekamen 14 Kandidaten aus dem Kanton Thurgau die erfreuliche Mitteilung, dass sie die Berufsprüfung erfolgreich bestanden haben. Neun davon absolvierten die Schlussprüfung bereits nach dem neuen System. Neben je einer schriftlichen Prüfung in Betriebswirtschaft und Pflanzenbau umfasst die Schlussprüfung auf dieser Stufe neu auch eine Betriebsstudie (bisherige Schlussarbeit der Stufe Meisterprüfung ohne den Teil Strategie) und eine anspruchsvolle mündliche Prüfung auf dem Betrieb. Der Verband Thurgauer Landwirtschaft ehrt seinen wertvollen Nachwuchs mit Berufs- oder Meisterprüfung demnächst im Rahmen eines gemeinsamen Nachtessens.

Königsweg Meisterprüfung
Erfreulicherweise ist unter den 13 Lernenden, welche die nächste Etappe der beruflichen Meisterprüfung in Angriff nehmen auch eine Frau, welche sich auf die Höhere Fachprüfung (HFP) Bäuerin vorbereitet. Sowohl bei den Pflichtmodulen wie auch bei der Schlussprüfung besteht im neuen System auf dieser Stufe kein Unterschied mehr zwischen den Landwirten und den Bäuerinnen. Beide müssen im Rahmen der Schlussprüfung einen Businessplan zu einer strategischen Betriebsentwicklung erstellen und diesen einem Expertenpaar vorstellen. Der gemeinsame Weg ist eine grosse Chance, weil in den einzelnen Modulen wirklich alle Aspekte der Unternehmensführung und des partnerschaftlichen Zusammenlebens angeschnitten werden.

Gefragte Berufsprüfungsmodule
Gesamthaft über 30 Anmeldungen für die einzelnen Module der Stufe Berufsprüfung zeigen, dass das Angebot des Arenenbergs sehr attraktiv ist. Die Pflichtmodule der Betriebswirtschaft und die frei wählbaren Module der Produktionstechnik und der Dienstleistungen (Erneuerbare Energie und nachwachsende Rohstoffe usw.) sind gut ausgelastet. So kann sich die Thurgauer Landwirtschaft darauf verlassen auch in Zukunft auf Kaderleute zurückgreifen zu können. Der Fachausweis ist eine Grundbedingung um als Berufsbildner oder Berufsbildnerin tätig zu sein.

Gemeinsame Basis in den Pflanzenbaumodulen
Bereits vor dem offiziellen Start welcher in der letzten Oktoberwoche erfolgt, gestalteten die beiden Pflanzenbaulehrer Daniel Nyfeler (Modul Futterbau und Futterkonservierung) und Viktor Dubsky (Modul Ackerbau) einen Einführungsnachmittag. Bei wunderschönem Herbstwetter dienten der Kulturgarten und die umliegenden Wiesen dazu, die Lernenden insbesondere bezüglich ihrer Pflanzenkenntnisse auf einen guten Stand zu bringen. In der Grundbildung Erlerntes wurde aufgefrischt, Neuerungen anschaulich vorgestellt. Auch der Abschluss erfolgt in diesen beiden Modulen dann weitgehend im Feld. Vor der Schlussprüfung im Juni 2016 sind auch im Frühling einige Schultage in den Kulturen vorgesehen.


BBZ Arenenberg,
Rudolf Grunder










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