Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. April 2018


Mit neuen Verbandsstrukturen gut gestartet

Ausgabe Nummer 15 (2016)

Delegiertenversammlung Kleintiere Schaffhausen

An der Delegiertenversammlung des Kantonalverbandes Kleintiere Schaffhausen in Benken wurde erstmals in den neuen Strukturen getagt. Immer neue Auflagen und Vorgaben machen es den Kleintierzüchtern schwerer, ihr anspruchsvolles Hobby zu pflegen.

Im vergangenen Herbst hatten die Delegierten des Schaffhauser Kantonalverbandes Kleintiere Schaffhausen beschlossen, ihre Verbandsstrukturen zu straffen und die beiden Spezialabteilungen Geflügel und Kaninchen in den eigentlichen Verband zu integrieren. Aktuell sind in ihm 11 Sektionen mit 270 aktiven Züchtern von Geflügel und Kaninchen organisiert. Dabei gehört auch der Weinländer Kleintierzüchterverein Marthalen dem Kantonalverband an. Am vergangenen Samstag tagten nun die über 40 Delegierten aus allen Sektionen in Benken. «Die Strukturanpassung ist uns gut gelungen. Jetzt müssen wir uns aber verstärkt um neue Mitglieder in unseren Vereinen kümmern», zeigte sich Verbandspräsident Peter Römer einleitend erfreut. «Die drei Jungtierschauen im vergangenen Jahr waren wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit und beste Werbung für unser Hobby», hielt Römer fest. Auch die grosse Verbandsausstellung in Marthalen in der Altjahrwoche war ein voller Erfolg und verzeichnete einen sehr grossen Besucheraufmarsch. «OK-Präsident Werner Hangartner hat zusammen mit seiner Crew und den vielen Helfern eine gute Arbeit geleistet», so Römer.
Als Folge der Reorganisation sind auch die finanziellen Mittel in einer Kasse vereint worden, sodass das Verbandsvermögen bei Ausgaben von knapp 9800 Franken durch die Einbringung der Vermögenswerte der Spezialabteilungen eine Vermögensvermehrung ergab. Zugleich beschloss die Versammlung, ihren sehr bescheidenen Mitgliederbeitrag unverändert zu belassen.
«Demnächst werden mit dem Zwergfuchs, dem Bartkaninchen und dem Farbenzwerg weissgrannen schwarz drei neue Kaninchenrassen aufgenommen », kündigte Kaninchenobmann René Hauser an. Für Geflügelobfrau Els Volk waren die drei Jungtierschauen eine tolle Sache. Auch in Marthalen trafen die Geflügelzüchter sehr gute Ausstellungsverhältnisse an. Zufrieden zeigte sich auch Jungzüchterbetreuer Werner Hangartner. In Marthalen stellten deren sechs aus, und an der Jugendmeisterschaft in Näfels war der Schaffhauser Verband mit fünf Jungzüchtern präsent. An den Rassenlehrkursen und den verschiedenen anstehenden Jungtierschauen soll die Jugendarbeit weiterhin im Fokus stehen. Daneben wird aber auch mit Minigolf oder den nationalen Jugendlagern in Engelberg das Gesellige unter den Jungzüchtern gepflegt werden.

Schwierige Vorstandssuche
Auf die diesjährige Delegiertenversammlung hatten Geflügelobfrau Els Volk (Benken) sowie Kassier Ruedi von Gunten (Marthalen) ihren Rücktritt eingereicht. «Trotz intensiver Suche nach möglichen Nachfolgern können wir heute der Versammlung keine Kandidaten vorschlagen», betonte Römer. Auch aus der Versammlung kamen vorerst keine Vorschläge. In dieser Situation erklärte sich Ruedi von Gunten bereit, noch ein Jahr als Kassier zu verlängern, um eine mögliche Nachfolge einzuarbeiten. Els Volk, welche aber ihre aktive Zuchtarbeit mit Geflügel aufgegeben und deshalb auch ihren definitiven Rücktritt eingereicht hatte, wurde 2002 in die Verbandsspitze gewählt und bereits 2013 zum Ehrenmitglied ernannt. Die Verbandsspitze hofft nun, dass sich im Laufe des Jahres durch die Delegierten in ihren Vereinen noch Nachfolger finden lassen. Die übrigen Vorstandsmitglieder Peter Römer (Ramsen) zugleich auch Verbandspräsident, Heidi Sutter (Aktuarin, Oberstammheim), René Hauser (Obmann Kaninchen, Beringen) und Werner Hangartner (Jugendbetreuung, Benken) wurden zusammen mit den beiden Revisoren Heini Wiesmann (Marthalen) und Peter Moser (Ramsen) sowie Ersatzrevisor René Utzinger (Schaffhausen) bestätigt.
«Wenn in uns das Feuer nicht brennt, können wir auch bei anderen auch kein Feuer entfachen», hielt Peter Iseli, Präsident Rassenkaninchen Schweiz bezüglich der Mitgliederwerbung fest. Es sind aber gerade die ständig neuen und steigenden Anforderungen für die Kleintierzucht, welche den Kaninchen- und Geflügelhaltern ihr anspruchsvolles Hobby nicht einfacher machen. «Wer heute Kleintiere halten will, muss mehr können und wissen, als die Eltern für Kinder», so Iseli. Das Vorhaben des nationalen Dachverbandes, dass Ausstellungen nach einheitlichen Regeln durch die Kantonstierärzte bewilligt werden sollten, ist leider an den 25 verschiedenen Verfahren gescheitert. Bezüglich der grossen Ausstellungen wird man zweigleisig fahren, indem man auf interne Fachausstellungen und öffentliche Ausstellungen setzt. «Bezüglich der Zertifizierung beantragen wir der Delegiertenversammlung, dieses 2006 eingeführte Instrument mangels Interesse und anstehenden neuen beachtlichen Kosten abzubrechen », führte Iseli weiter aus. Gleichzeitig wird aber die Tierschutzberatung ausgebaut, welche für die Sektionen und Mitglieder kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
Die nächste kantonale Verbandsausstellung 2016 findet am 3. und 4. Dezember wiederum ausserhalb des Kantons in Frauenfeld statt. Jene für 2017 wird am 13. und 14. Januar 2018 in Beringen über die Bühne gehen, wobei der Kantonalverband als Organisator auftreten wird.
Abschliessend durfte die Versammlung Ursula Utzinger (Schaffhausen) sowie Heidi Sutter und Els Volk für ihre langjährige Vorstandstätigkeit ehren.


Roland Müller







« zurück zur Übersicht