Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
20. April 2018


Mit Rauch die Luftbewegung im Stall optimieren

Ausgabe Nummer 3 (2017)

Frische Luft ist ein Grundbedürfnis unserer Kühe, Rinder und Kälber. Eine besondere Herausforderung ist der Sommer, da der Hitzestress über 21 Grad einsetzt und das Problem gelöst werden muss. Rauch hilft bei der Überprüfung und Optimierung der Luftzirkulation.

Frische Luft gratis in den Stall
Auch im Winter ist frische Luft ein Muss für die Tiere. Die 40 bis 50 Liter veratmete Feuchtigkeit pro Kuh und Tag muss aus dem Stall. Je nach Windrichtung macht eine Längs- oder Querlüftung Sinn. Dazu müssen Fenster und Tore oder sogar Wände geöffnet werden. Flexible, schnell schliessbare Vorhangsysteme Helfen in extremen Wettersituationen den Stall zu schliessen. Im Anbindestall ist auch eine Querlüftung anzustreben. Es ist darauf zu achten, dass auf beiden Seiten gleich viele Fenster offen sind, damit kein Zug entsteht.

Hilfsmittel richtig einsetzen
Verschiedene Lüftermodelle helfen die Luft im Stall zu bewegen. Doch welchen Effekt erreicht der Lüfter? Geht die Luft bis zur liegenden Kuh? Geht die verbrauchte Luft aus dem Stall? Wie ist die Luft nach einer Trennwand? Ein sehr gutes Hilfsmittel um diese Fragen zu klären ist der Rauch. Richtig eingesetzt zeigt er die Luftbewegung und kann so super zur Optimierung der Lüftung beitragen.

Erkenntnisse aus dem Einsatz von Rauch
Hindernisse im Stall, wie Mauern oder Trennwände im Liegebereich sind zu entfernen. Hinter einer Trennwand herrscht oft Windstille. Lüfter schräg stellen, sodass die Luft die liegende Kuh erreicht. In mehreren Fällen zeigte der Rauch, dass die Luft nicht aus dem Stall geht, sondern sich dreht und zurück zum Lüfter kommt. In solchen Fällen kann eine Umplatzierung der Lüfter nötig sein.


BBZ Arenenberg
Milchproduktion
Michael Schwarzenberger







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