Ausgabe Nummer 14 (2009)
«Müller-Thurgau»-Weine wieder im Trend
Weinprämierung: Thurgauer Weine an der Frühjahrsmesse in Frauenfeld
An der «Müller-Thurgau»-Weinprämierung des Branchenverbands Thurgau Wein wurden 57 Weine eingereicht. Vier wurden mit Gold und zehn mit Silber ausgezeichnet.Der «Müller-Thurgau» habe als Riesling × Silvaner eine lange Tradition, erklärte Werner Deppeler, Schinznach, anlässlich der Diplomfeier an der Thurgauer Frühjahrsmesse in Frauenfeld. Deppeler amtete als technischer Leiter der siebenköpfigen Jury.
Werner Deppeler bezeichnete die eingereichten «Müller-Thurgau»-Weine als facetten- und bouquetreich, mit einem guten Körper und einem guten Abgang. Die Qualität der eingereichten Weine sei sehr gut und ohne Fehler. Erfreulich sei, dass die «Müller-Thurgau»-Weine eine eigentliche Renaissance erlebten und von jüngeren Weingeniessern wieder entdeckt worden seien und als «trendig» gälten. Othmar Lampert, Präsident des Branchenverbands Thurgau Wein, stellte fest, dass von den rund 266 Hektaren Weintraubenfläche im Thurgau die Weissweinsorte «Müller-Thurgau» nach dem roten Blauburgunder das zweitwichtigste Gewächs sei. In Thurgauer Rebgebieten seien etwas über 60 Hektaren mit der Sorte «Müller-Thurgau» bepflanzt.
Identifikation mit Thurgauer Weinen
«Mit Stolz und Freude können wir heute unsere Thurgauer Weine unseren Gästen aus nah und fern empfehlen», sagte Rainer Britt, Präsident Gastro Thurgau und Vorsitzender des Projekts Schlaraffenland Thurgau. Mit den edlen Tropfen von verschiedenen Thurgauer Weingebieten identifizieren sich die Thurgauer Gastronomen mit dem schönen Kanton Thurgau und zeigen den Gästen aus nah und fern, dass sie gewillt seien, den Thurgau mit seinen vielseitigen Produkten kulinarisch zu pflegen und zu fördern. Es mute fast schon als Landesverrat an, wenn an einem Apéro kein Thurgauer Wein ausgeschenkt werde, insbesondere der «Müller- Thurgau», sei mit seinem Namen alleine schon Werbung für das Schlaraffenland Thurgau.
Mario Tosato

