Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Mutterkuhhalter setzen auf Fleisch aus Gras

Ausgabe Nummer 6 (2016)

Das Programm für graslandbasierte Milchund Fleischproduktion (GMF) passt zur Strategie von Mutterkuh Schweiz. Für Natura-Veal und Natura-Beef werden ab 1. Januar 2017 die GMF-Anforderungen verbindlich.

Der Verkauf von Fleisch aus der Mutterkuhhaltung ist erneut angestiegen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden insgesamt 56 000 Tiere in den Programmen von Mutterkuh Schweiz vermarktet. Mit Natura-Veal, Natura- Beef und SwissPrimBeef werden die Vorzüge der Mutterkuhhaltung und die Arbeit der Bauern in Wert gesetzt. Fleisch aus naturnaher und tierfreundlicher Haltung ist gefragt, die Anstrengungen für eine gute Vermarktung müssen jedoch hoch gehalten werden. Gute Partnerschaften sind dafür ein wichtiger Baustein.
Mutterkuh Schweiz will die bisherige Erfolgsstrategie weiterverfolgen. Der Vorstand hat deshalb beschlossen, dass in den Markenprogrammen Natura-Veal und Natura-Beef ab 1. Januar 2017 alle Betriebe die GMF-Anforderungen des Bundes erfüllen müssen. Mutterkühe und ihre Kälber fressen in der Schweiz bereits heute fast ausschliesslich Wiesen- und Weidefutter. Gemäss einer Erhebung besteht die durchschnittliche Ration einer Kuh mit Kalb zu 92 Prozent aus Gras, Heu/Emd und Grassilage, zu sieben Prozent aus übrigem Grundfutter wie Mais oder Stroh und nur zu einem Prozent aus Kraftfutter. Für die Markenprogramme Natura-Veal und Natura-Beef ist die Fütterung von Soja verboten.
Das GMF-Programm des Bundes fördert die Futterproduktion im Inland und verdient auch künftig einen angemessenen agrarpolitischen Stellenwert. Gemäss Statistik des Schweizer Bauernverbandes beträgt der Inlandanteil bei Wiesen- und Weidefutter 97,7 Prozent (aktuellste publizierte Zahl von 2013). Mit Blick auf sämtliches in der Schweiz produziertes Futter macht Gras von Schweizer Wiesen und Weiden 79 Prozent des Energiewerts respektive 82 Prozent des Eiweisses aus. Ohne Wiesen- und Weidefutter wäre der Inlandanteil beim Eiweiss nur noch 38 Prozent.
Obwohl die Mutterkuhhalter je nach Region – vor allem im Tal- und Hügelgebiet – zu den Betrieben gehören, die mit der neuen Agrarpolitik am meisten Direktzahlungen verlieren, konnte Mutterkuh Schweiz 2015 Mitglieder hinzugewinnen. Für 2016 sind die Marktaussichten positiv und es wird erneut mit einer leichten Zunahme gerechnet.

Kontakte:
Urs Vogt, Geschäftsführer Mutterkuh Schweiz, Telefon 079 404 28 28
Daniel Flückiger, Leiter Kommunikation, Telefon 079 226 52 76










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