Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
20. April 2018


Nach Ostern startet die "Thurgauer Härdöpfelwuchä"

Ausgabe Nummer 14 (2015)

Die Kartoffelwirtschaft ist im Kanton Thurgau ein Wertschöpfungsnetz, in dem mehrere verschiedene Absatzwege gleichzeitig genutzt werden können und alle zum Endkonsumenten führen. Das breite Wirtschaftsfeld soll in allen Bereichen gestärkt und vor allem weiter entwickelt werden.

Nach Ostern startet Gastro Thurgau zum zweiten Mal die «Thurgauer Härdöpfelwuchä»
Nachdem im letzten Herbst im Rahmen der «Strohballenarena » zum Thema «Wird die Kartoffel verkannt? » die 1. Härdöpfelwuchä den Weg in Restaurants und auf Speisekarten gefunden hat, soll nun nachgedoppelt werden. Zusammen mit der Regionalen Entwicklung am BBZ Arenenberg laufen zurzeit die letzten Vorbereitungen für die kommende Woche. Im Rahmen der Regionalen Entwicklung, (was nichts anderes heisst wie Förderung und Optimierung der Wertschöpfungskette), werden verschiedene Aktivitäten geplant. Dabei ist zu erwähnen, dass Gastronomie wie auch Nahrungsmittelindustrie einen wesentlichen Faktor im nachgelagerten Markt der Kartoffelproduktion spielen. So wird bei Kartoffeln schon fast von einem Wertschöpfungsnetz gesprochen, mehrere verschiedene Absatzwege können gleichzeitig genutzt werden.
So zeigt sich, dass die erdige Knolle nebst dem Detailhandel auch im Verkauf ab Hof sehr gefragt ist. Wir essen und mögen Fertigprodukte wie Kartoffeln gehobelt, geschnitten oder frittiert in allen Variationen. Von den Speisekarten der Gastronomie sind sie nicht mehr wegzudenken. Eine sehr erfreuliche Tatsache, zu wissen, dass die frische Knolle und deren Nährwert von den Konsumenten geschätzt wird. Die Kartoffelwirtschaft bietet im Kanton viele Arbeitsplätze in unterschiedlichsten Bereichen. Der vorund nachgelagerte Markt wie Pflanzgut, Landtechnik, Aufbereitungs- und Verpackungsanlagen, Logistik und Nahrungsmittelproduktion beschäftigen eine enorm grosse Anzahl Arbeitskräfte. Nicht zu vergessen natürlich die Landwirte und ihre Familien.
Notwendig sind Ausbildungsplätze für gut ausgebildete Fachleute in Landwirtschaft, Landtechnik, Gastronomie und Lebensmitteltechnologie. Jedes Bildungszentrum, beispielsweise das BBZ Weinfelden mit dem neuen Bildungszentrum für Landtechnik oder das BBZ Arenenberg bemühen sich um Fortschritt und bestmögliche Ausbildung für die zukünftige Generation in der Kartoffelwirtschaft.

Die Kartoffelwirtschaft löst Forschungsprogramme aus
So nimmt das BBZ Arenenberg in nationalen und internationalen Forschungsgruppen Einsitz, um Knowhow direkt in die Region zu bringen. Vermehrt werden am BBZ Arenenberg und in den angegliederten Ackerbaubetrieben auch Anbauversuche im Bereich Gemüsebau durchgeführt.
Um mit neuen Verpackungsmöglichkeiten den Absatz zu fördern, wird aktiv Ausschau gehalten und getestet. Dies ist beispielsweise auch ein Punkt, den Agro Marketing Thurgau am Weiterbildungskurs für Direktvermarkter klar aufzeigt. Es ist ein Anliegen des BBZ Arenenberg, dass dieses Wirtschaftsfeld in allen Bereichen erhalten bleibt und vor allem weiter entwickelt wird.

Fernsehen Tele Top schaut näher hin
Für die Thurgauer Kartoffelwirtschaft ist es eine Freude, das Tele Top nach Ostern während der «Härdöpfelwuchä » täglich eine Reportage aus den verschiedenen Bereichen der Kartoffelwertschöpfung sendet. Das BBZ Arenenberg ist bemüht, eine reale und informative Reportage für jedermann zu gestalten. Schauen Sie also fern, um nahe Einsicht in die nahe Kartoffelwirtschaft zu haben.


Bernhard Müller,
BBZ Arenenberg,
Leiter Regionale Entwicklung










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