Ausgabe Nummer 24 (2010)

zurück zur Übersicht

Neophyten-Bekämpfung an der Thur

Das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau teilt mit:

Neophyten-Bekämpfung an der Thur

Um bei den im Jahr 2011 geplanten Flussbaumassnahmen im Thurabschnitt zwischen Weinfelden und Bürglen eine Verschleppung der unerwünschten Nepophyten-Pflanzen zu verhindern, hat das Amt für Umwelt mit einer gezielten Bekämpfung begonnen.

 

Die Ausbreitung invasiver Neophyten wird seit einigen Jahren mit Besorgnis wahrgenommen. Invasive Neophyten sind Pflanzenarten, die nach der Entdeckung Amerikas durch den Menschen bei uns eingewandert sind. Sie verdrängen einheimische Pflanzen und können eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen bedeuten oder wasserbauliche Anlagen schwächen. Längs der Thur wurden die Goldrute, der Japanische Knöterich, das Drüsige Springkraut und weitere Arten festgestellt.
Damit mit den Erdbewegungen bei Bauarbeiten keine unkontrollierte Verschleppung dieser Pflanzenarten erfolgt, ist besondere Vorsicht geboten. Im Thurabschnitt zwischen Weinfelden und Bürglen stehen voraussichtlich ab 2011 grössere Flussbaumassnahmen an. Deshalb wird im Juni 2010 eine Bestandsaufnahme solcher Pflanzen durchgeführt. Zwischen dem Hochwasserdamm bis zum ansteigenden Gelände südlich der Thur werden die Wald- und Landwirtschaftsfl ächen kartiert. Ab Juli 2010 wird dann eine zielgerichtete Bekämpfungsaktion im Gelände erfolgen. Die Einsatzleitung obliegt dem Amt für Umwelt, das unter Mitwirkung weiterer kantonaler Fachstellen die notwendigen Massnahmen koordiniert. Für die Bekämpfungsarbeiten werden unter der fachlichen Begleitung des Forstdienstes voraussichtlich Asylbewerber und Personen aus der Stiftung Zukunft Thurgau eingesetzt. Beim direkten Kontakt mit einigen dieser Neophyten muss das Feldpersonal angemessene Schutzmassnahmen treffen. Beim Riesenbärenklau beispielsweise müssen wegen möglicher starker Hautentzündungen mit Blasenbildung geschlossene Kleider und Schutzbrillen getragen werden. Ein Teil des Pfl anzenmaterials wird der Kehrichtverbrennungsanlage zugeführt.
Nach Abschluss der Feldarbeiten wird die gesamte Bekämpfungsaktion ausgewertet und hinsichtlich weiterer Massnahmen beurteilt. Nähere Auskünfte erteilt die Fachstelle Biosicherheit im Amt für Umwelt, Frauenfeld, Telefon 052 724 24 73.

 

Amt für Umwelt des Kantons Thurgau