Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Neue Organisationsstruktur gegründet

Ausgabe Nummer 20 (2018)

Rübenpflanzer im Einzugsgebiet ZF Frauenfeld

In Frauenfeld haben sich die Rübenproduzenten aus dem Strassenanfuhrgebiet der Zuckerfabrik Frauenfeld in der Transportorganisation Frauenfeld als Genossenschaft neu organisiert.

«Die Genossenschaft bezweckt durch Verbund und Koordination aller im Umfeld von Frauenfeld beteiligten Rüben-Transportgruppen eine rationelle Transportorganisation für sich und die Umwelt zu organisieren, um die Belastungen der regionalen Bevölkerung zu reduzieren, beziehungsweise deren Lebensqualität zu steigern», heisst es im Zweckartikel der in Frauenfeld von weit über 100 anwesenden Rübenproduzenten neu gegründeten Genossenschaft. Der Gründung gingen umfassende Vorgespräche und Orientierungsveranstaltungen voraus, sodass die eigentliche Geburt der neuem Organisation im Kartoffellager Osterhalden nur noch eine reine Formsache war. In den Statuten wird das entsprechende Anfuhrgebiet klar eingeschränkt, indem sich das Wirtschaftsgebiet an der Grenze der Anfuhr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen erschöpft. «In unserer neu gegründeten Körperschaft sind alle Rübenpflanzer organisiert, welche die Rüben bisher auf der Strasse nach Frauenfeld anlieferten. Dazu gehören regional aus dem Kanton Zürich die Bezirke Andelfingen und Winterthur, Teile von Pfäffikon und dem südlichen Bezirk Bülach sowie der ganze Thurgau», erklärte Andreas Guyer, Geschäftsführer der Ostschweizer Vereinigung für Zuckerrübenbau (OVZ).
Es wurde auch der neue Vorstand gewählt: Angeführt von Daniel Vetterli (Rheinklingen), weiter mit Robert Baltersperger (Brütten), Peter Bosshard (Oberstammheim), Urs Denzler (Truttikon), Brigitte Meyer (Felben-Wellhausen), Kurt Müller (Gachnang), Matthias Rutishauser (Dettighofen-Lengwil), Romea Schneider (Herdern) und Simon Steinmann (Seuzach). Die Gründungsmitglieder der TO genehmigten auch das entsprechend notwendige Reglement. Dieses regelt im Grundsatz die Organisation der Rübenanfuhr. Während die TO Frauenfeld, deren Geschäftsstelle beim Maschinenring Schweiz in Wängi TG angesiedelt sein wird, für den rationellen Transport zuständig ist, liegt die eigentliche operative Verlade- und Transportarbeit in den Händen kleinerer Rayons. «Diese liegen innerhalb der heutigen, gebietsbereinigten Mausgebiete. Um eine rationelle Abfuhr zu ermöglichen und damit genügend Verladetage zur Verfügung stehen, haben diese eine Mindestgrösse », fügte Guyer bei.

Reorganisation der Verbandsstrukturen
Parallel zur Neuorganisation der Rübenanfuhr erfolgte auch eine umfassende Reorganisation und vor allem Straffung der Verbandsstrukturen. Darüber wurde bereits an der Generalversammlung der OVZ ausgiebig informiert. Bisher bestanden mit der Westschweizer und Ostschweizer Vereinigung der Zuckerrübenpflanzer zwei grosse Regionalorganisationen im jeweiligen Einzugsgebiet der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld. Diese sind national über eine Delegiertenversammlung im Schweizerischen Verband der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) zusammengeschlossen. Vertreter des SVZ bilden zusammen mit den Zuckerfabriken die Branchenorganisation Interprofession. Die beiden Regionalverbände sollen nun bezüglich der operativen Geschäftsbereiche zusammengelegt, respektive soll ihre Verbandsarbeit unter dem Dach der SVZ fortgesetzt werden. Der neue elfköpfige Vorstand wird dann nicht durch die Delegierten der beiden Regionalorganisationen gewählt, sondern aus den Transportorganisationen, der Annahmekommissionen und Aktienverwaltungsorganisationen zusammengesetzt. Gemäss den angedachten Strukturen wird die TO Frauenfeld ein Vorstandsmitglied stellen können. «Die OVZ bleibt weiterhin bestehen, vor allem um das Aktienkapital der Schweizer Zucker zu bewirtschaften», erklärt Guyer.


Roland Müller







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