Ausgabe Nummer 21 (2010)
Neue VTL-Kommissionen stellen sich vor
Die Basiskonferenz
Sie ist nichts Neues, hat jedoch neue Aufgaben und eine wichtige Funktion innerhalb unseres neuen Verbandes VTL. Besser bekannt war Ihnen sicherlich der Name «Obmännertagung », welche jeweils im November auf dem Thurberg stattfand. Sie ist die Delegiertenversammlung der Agroberatungsvereine, welche je zwei TeilnehmerInnen stellen dürfen.
Das Hauptaugenmerk ist die Weiterbildung und der Meinungsaustausch unter den Teilnehmern, um den Präsidenten der Vereine einen Vorsprung zu geben. Gerne ziehen wir auch Referenten vom BBZ Arenenberg, der Verwaltung oder der Politik bei, um uns neue Zusammenhänge aufzeigen zu lassen. An Wichtigkeit zugenommen hat in letzter Zeit die Koordination und Absprache, da vermehrt regionale Kurse stattfi nden.
Neue Aufgaben
Der Vorstand unseres Verbandes VTL hat neu die Möglichkeit, Anliegen seinerseits in die Konferenz einzubringen und so den Puls der Basis zu spüren. Anliegen aus den Vereinen und deren Mitglieder können in Form von Anträgen an den VTL-Vorstand überwiesen werden. Die Konferenz wählt die Mitglieder der ständigen Kommissionen.
Vorstand der Basiskonferenz
Der Vorstand besteht aus vier Mitgliedern der Regionen Unter-, Ober-, Hinter- und Mittelthurgau. Zurzeit sind dies: Daniel Amman, Birwinken Christoph Frischknecht, Wängi Andreas Hofer, Oberneunforn Luzi Tanner, Egnach Mit beratender Stimme dabei ist Hermine Hascher. Präsident: Andreas Guhl, Oppikon. Zu den Sitzungen werden, nach Bedarf, weitere beratende Mitglieder beigezogen.
Obmänner der Agroberatungsvereine
Daniel Ammann, Birwinken, Agroberatungsverein Birwinken
Thomas Boltshauser, Ottoberg, Agroberatungsverein Märstetten Daniel Bossart, Sonterswil, Agroberatungsverein Wäldi-Raperswilen Heinz Brauchli , Diessenhofen, Agroberatungsverein Rheinklingen Hans Engeli, Friltschen, Agroberatungsverein Bussnang
Andreas Guhl, Oppikon, Agroberatungsverein Bissegg
Christoph Guhl, Homburg, Agroberatungsverein Seerücken
Ueli Hagen, Hüttwilen, Agroberatungsverein Seebachtal
Andreas Hofer, Oberneunforn, Agroberatungsverein Frauenfeld West Jakob Hug, Oberwangen, Agroberatungsverein Hinterthurgauer Bergbauern
Hansueli Niederer, Lanzenneunforn, Agroberatungsverein Seerücken West
Urs Rubi, Häuslenen, Agroberatungsverein Wängi–Aadorf
Matthias Rutishauser, Lengwil-Oberhofen, Agroberatungsverein Kreuzlingen
Markus Koch, Zihlschlacht, Landwirtschaftlicher Verein Region Bischofszell
Urban Schwager, Balterswil, Agroberatungsverein Thurgau Süd
Karl Stadler, Weingarten-Kalthäusern, Agroberatungsverein Lauchetal Hans Nagel, Roggwil, Kultur- und Beratungsverein Arbon– Roggwil–Horn
Andreas Tanner, Güttingen, Agroberatungsverein Güttingen und Umgebung
Luzi Tanner, Winden, Agroberatungsverein Egnach und Umgebung Ruedi Weber jun., Frauenfeld, Agroberatungsverein Thundorf
Max Windler, Braunau, Agroberatungsverein Braunau
Leo Würth, Hagenwil bei Amriswil, Agroberatungsverein Amriswil
Unser Agroberatungsverein – wir gehören dazu!
In einer Zeit, da sich die Produktionsrichtungen immer weiter aufteilen, jeder sein persönlich oder betriebliches Optimum um jeden Preis herausholen möchte und auch die Verarbeiter in diese Richtung arbeiten, ist es wichtig, sich auf unsere Gemeinsamkeiten zu besinnen. Wir sind alles Landwirte, wir sind Unternehmer, wir produzieren Lebensmittel und wir pflegen unsere Kulturlandschaft.
– gut, gibt’s die Thurgauer Bauern!
Doch, wer bringt diese Botschaft an unsere Kunden, die Konsumenten? Ein teures Marketingunternehmen, welches tausende von Franken verschlingt? Öffentlichkeitsarbeit wird immer wichtiger. Bereits gibt es verschiedene Agroberatungsvereine, welche sich dieser Herausforderung stellen. Sie nehmen mit Erfolg an lokalen Gewerbeausstellungen teil. Der landwirtschaftliche Verein Bischofszell, ebenfalls ein Agroberatungsverein, hatte zum Beispiel an der Rosenwoche einen Stand und jüngst am Tag der Milch einen Infostand vor einem Grossverteiler.
Zwei Hauptaufgaben der Agroberatungsvereine
1. Weiterbildung:
Die ursprüngliche Hauptaufgabe, die Weiterbildung, ist und bleibt ein wichtiges Anliegen unserer Vereine. Die Formen ändern sich laufend. In der Region Mittelthurgau fi ndet alljährlich die regionale Milchwirtschaftstagung statt. Mit hochkarätigen Referenten vermag sie jeweils viele Teilnehmer zu mobilisieren. Die Vereine Oberthurgau organisieren vorwiegend vereinsintern und haben hohe Beteiligungen. Im Unterthurgau wurde dieses Jahr zum ersten Mal mit Erfolg eine Pfl anzenbautagung durchgeführt. Die Veranstaltungen sind nicht mehr auf das Winterhalbjahr beschränkt, fi nden zum Teil auf den Höfen statt, mit anschliessendem gemütlichen Beisammensein. Die Anforderungen an die Referenten steigen, je mehr sich die Höfe spezialisieren. Der Bereich Familie und soziale Themen dürften weiter an Bedeutung gewinnen. Weiterbildung ist wichtig, Stillstand ist ein Rückschritt.
2. Gesellschaftliche Bedeutung
Ein jeder Anlass dient auch der Pflege der Kameradschaft und des Zusammenhaltes. Wichtig ist die eingangs erwähnte Öffentlichkeitsarbeit auf lokaler Ebene in Zusammenarbeit mit dem VTL. Solche Anlässe stärken das Selbstbewusstsein der landwirtschaftlichen Bevölkerung.
Wünsche für die Zukunft
Vielfach beklagen sich die Präsidenten über fehlende Vorstandsmitglieder. Ich wünschte mir, dass sich, trotz grossem Arbeitsdruck, aktive LandwirtInnen für eine Vorstandstätigkeit gewinnen lassen. Am 10. Juni 2010 fi ndet die Weiterbildungsreise der Präsidenten statt. Wir freuen uns, über neue TeilnehmerInnen. Wenn Sie neue Ideen oder Wünsche haben, so teilen Sie diese unbedingt Ihrem Präsidenten mit. Er ist sicher froh um Ihr aktives Mitdenken. Persönlich bin ich von der Wichtigkeit der Vereine überzeugt und setze mich gerne für den Bauernstand ein.
Andreas Guhl
