Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. April 2018


Neues Forstrevier im Mittelthurgau geplant

Ausgabe Nummer 27 (2015)

Rund 200 Waldbesitzer aus dem Mittelthurgau liessen sich über den geplanten Zusammenschluss der bisherigen Reviere Bürglen, Ottoberg sowie einem Teil des Reviers Märstetten informieren.

Kreisforstingenieur Erich Tiefenbacher informierte über die Pläne des Kantons, der die Forstreviere neu formieren will. Durch den Zusammenschluss der bisherigen Reviere Bürglen, Ottoberg sowie einem Teil des Reviers Märstetten soll auf den 1. Oktober 2016 das neue Revier Mittelthurgau entstehen. In bisher vier Sitzungen hat eine Arbeitsgruppe mit zehn Vertretern der betroffenen Waldeigentümern und des Forstdienstes den Zusammenschluss vorbereitet. Die neue Organisation ist mit zwei Förstern, vier Forstwarten, vier Lehrlingen sowie einer Hilfskraft für Buchhaltung und Administration geplant. Vorgesehen sind effiziente und schlanke Strukturen, welche zu möglichst kostengünstigen Lösungen für die Waldeigentümer führen. Dank des Zusammenschlusses erhoffen sich die Verantwortlichen diverse Verbesserungen. Mit dem vorgesehenen Personalbestand bliebe zudem die Ausbildung von Lehrlingen weiterhin gewährleistet.

Investitionen von rund 1,2 Millionen Franken
Geplant ist ein eigener Werkhof mit Investitionen von total 1,2 Millionen Franken. Vom Kanton wird eine Beteiligung von 720 000 Franken, vom Bund ein Investitionskredit von 300 000 Franken erwartet. Arbeitsgruppenpräsident Alex Kunz stellt fest, dass eine Fusion allein noch nichts bringe, es brauche gleichzeitig eine Effizienzsteigerung, um profitabel zu sein. Ein speziell erarbeiteter Businessplan hat indessen gezeigt, dass dies unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen tatsächlich machbar ist.

Neue Revierzuteilungen für Märstetten
Das bisherige Fortrevier Märstetten wird nach der Pensionierung von Förster Jakob Stump im nächsten Jahr aufgeteilt. Das Gemeindegebiet Märstetten wird dem neuen Revier Mittelthurgau zugeteilt. Wigoltingen wird dem Revier Müllheim-Pfyn angeschlossen, Amlikon-Bissegg geht an das Revier Thunbachtal- Sonnenberg. Der Wald im neu geschaffenen Forstrevier Mittelthurgau misst rund 1600 Hektaren. 69 Prozent davon sind Privatwald, 31 Prozent öffentlicher Wald. Geplant ist, dass jährlich im ganzen Revier 10 000 Kubikmeter Holz geerntet werden. Die beiden Förster Hansruedi Gubler und Roman Guntersweiler begrüssen die Pläne für den Zusammenschluss und den gemeinsamen Forstbetrieb. Die beiden freuen sich über den geplanten Forsthof, der auch der gezielten Ausbildung der Lehrlinge dienen soll.


Mario Tosato




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