Ausgabe Nummer 18 (2008)

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Nordostmilch stellt an der Generalversammlung die Weichen

Monatsvertragsmenge ? eine marktkonforme Mengensteuerung für die Zeit nach 2009

Verwaltungsratspräsident Robert Bischofberger durfte rund 500 Aktionäre der Nordostmilch AG am 22. April 2008 zur 6. Generalversammlung in der Markthalle Rothenthurm begrüssen. Er und Geschäftsführer René Schwager liessen ein intensives und erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 Revue passieren.

Bei steigender Milchmenge und steigendem Milchpreis realisierte die Nordostmilch AG einen Umsatz von rund 175 Millionen Franken. Besonders erfreulich ist, dass im letzten Jahr die Produzenten sowohl punkto Milchmenge wie auch punkto Milchpreis von der guten Marktlage profitieren konnten. So konnte jedem Milchproduzenten die gewünschte Mehrmenge vollumfänglich zugeteilt werden. Mit einer schrittweisen Erhöhung des Milchpreises bis am 1. Januar 2008 um 7 Rp./kg hat die Nordostmilch AG auch hier die nationalen Vorgaben übertroffen. Zusätzlich profitieren die Aktionäre auf den Einlieferungen Mai bis Dezember 2007 von einer Milchgeldzahlung von 0,50 Rp./kg bis 1,50 Rp./kg.
Schwerpunkt der Versammlung war die Mengensteuerung nach 2009. Heute werden Mehrmengen primär in den milchstarken Frühjahrsmonaten produziert. Diese Tatsache zeigt sehr deutlich, dass die heutige Jahresvertragsmenge den zukünftigen Anforderungen des Marktes nicht genügt. Extreme Produktionsausdehnungen in den Frühjahrsmonaten, wie wir sie zurzeit erleben, drücken unweigerlich auf den Milchpreis. Der Verwaltungsrat beantragte daher der Generalversammlung, auf den 1. Mai 2009 von der heutigen Jahresvertragsmenge auf die Monatsvertragsmenge umzustellen. Das neue, auf der Monatsvertragsmenge basierende Mengenreglement erlaubt es, die Milchproduktion in Zeiten freizugeben, wo Milch gesucht ist. Gleichzeitig ermöglicht es, sobald es der Markt erfordert, kurzfristig auf die Produktion limitierend einzuwirken. Obwohl sehr liberal und in der Umsetzung äusserst einfach, ist das Reglement auch eine gute Grundlage, für ein aktives Mitwirken in einer nationalen Mengenkoordination.
Die fundierte Diskussion und engagierte Voten aus der Versammlung zeigten, dass sich viele Aktionäre schon im Vorfeld intensiv mit dem neuartigen Modell beschäftigten. Auch wenn die Monatsvertragsmenge für Sömmerungsbetriebe eine spezielle Herausforderung darstellt, wurde grossmehrheitlich anerkannt, dass eine marktkonforme Mengenführung im Interesse aller Milchproduzenten ist. Wenn die Nordostmilch AG dank gezielten Anreizen zur Produktionssteigerung in den milchknappen Sommermonaten das ganze Jahr ein flexibler Milchlieferant ist, stärkt dies ihre Marktposition nachhaltig. Die Versammlung stimmte schliesslich dem vorgeschlagenen Mengenreglement 2009 mit überwältigender Mehrheit zu. Das Einzugsgebiet der Nordostmilch AG liegt schwergewichtig zwischen dem Bodensee und dem Zugersee. Die rund 3700 Aktionäre der Nordostmilch AG produzieren im Milchjahr 2008/09 voraussichtlich eine Milchmenge von deutlich über 400 Millionen kg. Rund 50 Prozent dieser Milch wird an die Hauptabnehmer Emmi, Hochdorf-Gruppe und Elsa vermarktet. Daneben beliefert die Nordostmilch AG rund 50 kleine und mittlere Molkereien und Käsereien. Dank dem breiten Abnehmermix in den verschiedenen Marktsegmenten profitieren die Milchlieferanten von einer hohen Absatzsicherheit. Die Nordostmilch AG will ihre Marktposition weiter ausbauen. Neue Lieferanten sind jederzeit sehr willkommen.

René Schwager, Geschäftsführer, Nordostmilch AG