Ausgabe Nummer 20 (2007)
Obstbau: Feuerbrandgefahr hoch
Der Feuerbrand hat sich zu einem Supergau für den Obstbau ausgedehnt. Betroffen ist
der ganze Kanton, wobei die Hauptinfektionsgebiete in den Gemeinden Egnach, Roggwil
und in den Seegemeinden zwischen Romanshorn und Kreuzlingen liegen. Starker
Befall liegt aber auch in der Gemeinde Schönholzerswilen (Buhwil) vor. Der Befall an
Hochstämmen und im Siedlungsgebiet zeichnet sich bereits in Konturen ab, kann aber
jetzt aufgrund der noch frischen Infektionsanzeichen noch nicht beurteilt werden.
Seit dem ersten Verdacht hat sich der Feuerbrand bis heute Montag, 14. April, von seiner brutalsten Seite gezeigt. Ganze Anlagen müssen gerodet werden, weil keine Aussicht besteht, die Bäume noch zu retten. Jonagold ist am stärksten betroffen, laufend werden bei anderen Sorten besonders Gala, Elstar, Golden usw. frische Symptome entdeckt. Das befallene Gebiet erstreckt sich mittlerweile mit einzelnen Ausreissern in folgendem Kreis: Weinfelden?Kreuzlingen?Rorschach?Niederbüren ?Weinfelden.
Was ist wichtig
Obstbauern müssen die ganzen Anlagen, Baum für Baum absuchen, Befall grosszügig, das heisst mindestens 40 cm hinter dem letzten Befall entfernen (herausreissen, nicht bei nassem Wetter und dicke Äste eher schneiden). Scheren und die Hände müssen laufend desinfiziert werden. Für Scheren und andere Geräte eignet sich 70 Prozent Alkohol, Abflammen mit dem Gasbrenner oder Lysetol 10 Prozent. Geräte usw. nach Beenden der Arbeiten heiss abdampfen.Wird Lysetol nur mit 4 Prozent verwendet, muss die Einwirkungszeit mindestens 20 Minuten betragen. Für Hände eignet sich das Desinfektionsmittel Sensiva. Hände laufend desinfizieren. Kleider wenn möglich mindestens mit 60 Grad C waschen. Besonders für Obstbauern mit mehreren Anlagen sehr wichtig. Mit einem einmaligen Gang ist es nicht getan. Gegenwärtig sollen die Bäume alle drei bis vier Tage wieder abgesucht werden. Befallene Pflanzenteile sofort in Papiersäcke füllen und verbrennen oder der Abfuhr mitgeben. Nichts in der Anlage liegen lassen oder gar kompostieren. Feuerbrand ist meldepflichtig. Die Fachstellen Pflanzenschutz sowie Obstbau des BBZ Arenenberg sind die Anlaufstellen für Obstbauern. Pflanzenbehandlungsmassnahmen sollten jetzt nur auf trockene Bäume mit möglichst wenig, das heisst maximal 400 l Wasser pro ha ausgebracht werden. Ist der Befall so stark, dass zehn oder mehr Infektionen pro Baum vorhanden sind, bitte Telefon 079 286 33 19 wählen. Rodungen müssen vom BBZ angeordnet werden, wenn eine Entschädigung ausbezahlt werden soll.
Hochstämme und Siedlungsgebiet
Die Fachstelle Pflanzenschutz und Ökologie gibt den ausgebildeten Kontrolleuren genaue Anweisungen, wann mit den generellen Kontrollen der Gärten und der Hochstämme begonnen wird. Gegenwärtig ist es für diese Kontrollen noch zu früh. Meldungen in den Gemeinden sind der örtlichen Feuerbrandkontaktstelle zu melden. Diese leitet die Meldungen an die entsprechenden Kontrolleure weiter. Meldungen werden auch bearbeitet, bevor die offizielle Kontrolle erfolgt. Die Adressen der örtlichen Feuerbrandkontaktstellen sind bei den Gemeinden erhältlich.
Apfelwickler
Insegar in den nächsten Tagen in gemulchten Anlagen ausbringen.
BBZ Arenenberg, Urs Müller
Seit dem ersten Verdacht hat sich der Feuerbrand bis heute Montag, 14. April, von seiner brutalsten Seite gezeigt. Ganze Anlagen müssen gerodet werden, weil keine Aussicht besteht, die Bäume noch zu retten. Jonagold ist am stärksten betroffen, laufend werden bei anderen Sorten besonders Gala, Elstar, Golden usw. frische Symptome entdeckt. Das befallene Gebiet erstreckt sich mittlerweile mit einzelnen Ausreissern in folgendem Kreis: Weinfelden?Kreuzlingen?Rorschach?Niederbüren ?Weinfelden.
Was ist wichtig
Obstbauern müssen die ganzen Anlagen, Baum für Baum absuchen, Befall grosszügig, das heisst mindestens 40 cm hinter dem letzten Befall entfernen (herausreissen, nicht bei nassem Wetter und dicke Äste eher schneiden). Scheren und die Hände müssen laufend desinfiziert werden. Für Scheren und andere Geräte eignet sich 70 Prozent Alkohol, Abflammen mit dem Gasbrenner oder Lysetol 10 Prozent. Geräte usw. nach Beenden der Arbeiten heiss abdampfen.Wird Lysetol nur mit 4 Prozent verwendet, muss die Einwirkungszeit mindestens 20 Minuten betragen. Für Hände eignet sich das Desinfektionsmittel Sensiva. Hände laufend desinfizieren. Kleider wenn möglich mindestens mit 60 Grad C waschen. Besonders für Obstbauern mit mehreren Anlagen sehr wichtig. Mit einem einmaligen Gang ist es nicht getan. Gegenwärtig sollen die Bäume alle drei bis vier Tage wieder abgesucht werden. Befallene Pflanzenteile sofort in Papiersäcke füllen und verbrennen oder der Abfuhr mitgeben. Nichts in der Anlage liegen lassen oder gar kompostieren. Feuerbrand ist meldepflichtig. Die Fachstellen Pflanzenschutz sowie Obstbau des BBZ Arenenberg sind die Anlaufstellen für Obstbauern. Pflanzenbehandlungsmassnahmen sollten jetzt nur auf trockene Bäume mit möglichst wenig, das heisst maximal 400 l Wasser pro ha ausgebracht werden. Ist der Befall so stark, dass zehn oder mehr Infektionen pro Baum vorhanden sind, bitte Telefon 079 286 33 19 wählen. Rodungen müssen vom BBZ angeordnet werden, wenn eine Entschädigung ausbezahlt werden soll.
Hochstämme und Siedlungsgebiet
Die Fachstelle Pflanzenschutz und Ökologie gibt den ausgebildeten Kontrolleuren genaue Anweisungen, wann mit den generellen Kontrollen der Gärten und der Hochstämme begonnen wird. Gegenwärtig ist es für diese Kontrollen noch zu früh. Meldungen in den Gemeinden sind der örtlichen Feuerbrandkontaktstelle zu melden. Diese leitet die Meldungen an die entsprechenden Kontrolleure weiter. Meldungen werden auch bearbeitet, bevor die offizielle Kontrolle erfolgt. Die Adressen der örtlichen Feuerbrandkontaktstellen sind bei den Gemeinden erhältlich.
Apfelwickler
Insegar in den nächsten Tagen in gemulchten Anlagen ausbringen.
BBZ Arenenberg, Urs Müller

"Bögeln" von Triebspitzen und Schwarzverfärbung der Blätter vom Blattstiel her sind typische Feuerbrandsymptome.
