Ausgabe Nummer 15 (2010)
Obstverwertung: Motivationspreis für Mosterei Möhl
Die Mosterei Möhl AG erhielt am letzten Montag in Stachen-Arbon den Motivationspreis der Thurgauer Wirtschaft. «Die Mosterei Möhl gilt als äusserst innovative und erfolgreiche Unternehmung im Lebensmittelbereich», sagte Regierungspräsident Dr. Claudius Graf-Schelling in seiner Laudatio.
Der Motivationspreis der Thurgauer Wirtschaft wird seit dem Jahr 1999 vergeben. Die Mosterei Möhl AG, mit Ernst und Markus Möhl an der Spitze, ist die zwölfte Preisträgerin. Der Preis ist mit 10 000 Franken dotiert. Neben dem Barbetrag erhält jeder Preisträger die Trophäe «Der Thurgauer Apfel» mit einem Bronze-Apfel und einem Steinsockel aus Thurgauer Dolomit.
«Most von Möhl ist nicht nur ein gesundes, bodenständiges Getränk. Es trägt auch namhaft zur Erhaltung einer vielfältigen Natur und zu einer schönen Landschaft bei», erklärte Regierungspräsident Claudius Graf-Schelling in seiner Laudatio. Most von guter Qualität setze sich immer aus einer Rezeptur verschiedenster Apfel-, zum Teil auch Birnensorten zusammen. Er leistet damit auch einen Beitrag zum Erhalt der Sortenvielfalt und damit zur Biodiversität. Früchte von Hochstammobstbäumen können wirtschaftlich sinnvoll nur zu Mostobst verarbeitet werden. Wer wie die Mosterei Möhl Most herstelle und gekonnt vermarktet, leiste einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer traditionellen Kulturlandschaft.
Innovativ und erfolgreich
Nach Grafs Ansicht gilt die Mosterei Möhl als äusserst innovative und erfolgreiche Unternehmung im Lebensmittelbereich. Sie bringe Kontinuität und Wandel in Einklang und Konservierung und Innovation zur Harmonie. So entstünden hochklassige Produkte. Die Mosterei Möhl sei über die Ostschweiz hinaus anerkannt, ein Begriff. «Möhl schlägt täglich Brücken zu neuen Kunden, die sie für sich gewinnen. Dafür sind die Familien Möhl da, zusammen mit ihren 60 motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern; die Inhaber, so macht es den Anschein, während 365 Tagen im Jahr», sagte Graf.
Familie Möhl ist stolz
Zu den Gratulanten an der gediegenen Feier gehörten weiter Peter A. Schifferle, Präsident der IHK Thurgau, Peter Hinder, neuer CEO der Thurgauer Kantonalbank, und Peter Schütz, Präsident des Thurgauer Gewerbeverbandes. Der Preis bedeute eine hohe Wertschätzung, erklärte Ernst Möhl, Geschäftsführer und Inhaber. «Wir dürfen stolz sein, der einzige grössere Schweizer Betrieb zu sein, der aus eigenem, selbstständigem Antrieb überleben konnte», fuhr er fort. Das Erfolgsrezept ist gemäss Ernst Möhl einfach. Man kon konzentriere sich weitgehend auf den Apfel als Rohstoff und auf den Ostschweizer Markt. Eine hohe Produktequalität, eine einfache Organisation mit wenig Hierarchien, viele persönliche Kontakte sowie Kontinuität und langfristiges Denken nannte er als weitere Erfolgsfaktoren. Den Barbetrag von 10 000 Franken gab die Mosterei Möhl an das Projekt Rokj weiter, einem Sozialprojekt der Thurgauer Rotary-Clubs zu Gunsten fi nanziell bedürftiger Jugendlicher.
Verlässlicher Partner für die Landwirtschaft
Erfreut über die Preisverleihung zeigte sich Hermine Hascher, Geschäftsführerin des Verbands Thurgauer Landwirtschaft. Die Mosterei Möhl sei für die Thurgauer Landwirtschaft in der Wertschöpfungskette ein verantwortungsbewusster und verlässlicher Partner. Soziales Verhalten und Innovation würden täglich gelebt und seien wichtige Gründe für den Erfolg des Familienunternehmens.
Mario Tosato
