Ausgabe Nummer 45 (2003)

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Öffentliche Märkte fördern

Positive Bilanz nach den ersten elf Monaten
 

Öffentliche Märkte fördern

 
Die ersten elf Monate des öffentlichen Schlachtviehmarkt im Sangen in Weinfelden, erfüllten die Erwartungen der Initianten, der Erzeugergemeinschaft Bodenseefleisch AG.
 
Auch am vergangenen Dienstag konnten alle 36 aufgeführten Tiere verkauft werden.
 
Am Dienstag, 7. Januar 2003, wurde auf Initiative von Margrit Wolf, Geschäftsführerin der Erzeugergemeinschaft Bodenseefleisch AG, im Sangen in Weinfelden erstmals nach einem Unterbruch von acht Jahren wieder ein öffentlicher Schlachtviehmarkt durchgeführt. Bereits bei der ersten Durchführung lösten die Bauern 20 bis 30 Rappen mehr, als die Taxation ergab. Dennoch sei zu Beginn eine gewisse Skepsis gegenüber dem öffentlichen Schlachtviehmarkt feststellbar gewesen, die sich allerdings schnell legte. Die Bauern haben schnell gemerkt, dass die Taxation mit der anschliessenden Steigerung zu guten Preisen führt. Die Statistik beweise, dass der Erlös vielfach 10 bis gar 50 Rappen pro Kilogramm über dem Taxwert läge, freut sich Margrit Wolf. In den ersten elf Monaten konnten in Weinfelden gegen 300 Kühe und Rinder verkauft werden. Ein Resultat, das sich sehen lassen kann. Auch am letzten Dienstag konnten alle 36 aufgeführten Tiere bei einem guten Erlös verkauft werden. Mit diesem Erfolg könne an die Tradition vergangener Jahre angeknüpft werden, freut sich die Initiantin.

Schlachtviehmarkt auch im kommenden Jahr
Auf die Frage, ob der Schlachtviehmarkt auch im kommenden Jahr im Sangen durchgeführt werde, antwortet die Geschäftsführerin der Erzeugergemeinschaft Bodensee Fleisch AG mit einem klaren «Ja». Zwar seien die Verhandlungen mit der Gemeinde Weinfelden noch nicht abgeschlossen, doch habe die Gemeindebehörde ihr Interesse am Schlachtviehmarkt bekundet. Auch stelle sie fest, dass das Inte-resse von Seiten der Händler stetig weiter wachse. Der Mangel an Schlachttieren, der zurzeit herrsche, dürfte dabei wohl auch Wirkung zeigen. Zwar sei der Aufwand relativ hoch, doch lohne sich die Arbeit vor allem auch für die Bauern.

Hermine Hascher unterstützt die Bemühungen
Von Beginn weg beobachtete Hermine Hascher, Geschäftsführerin Thurgauer Bauernverband (TBV), den Schlachtviehmarkt im Sangen. Auch für sie ist die bisherige Entwicklung sehr erfreulich. Die transparente Preisgestaltung sei vor allem für die Produzenten und Händler von grosser Bedeutung. Sie hofft, dass die Landwirte die Chance nutzen und den Markt weiterhin und noch vermehrt mit Tieren mit einer guten Qualität beliefern.

Zemp befürwortet öffentliche Märkte
Markus Zemp (Präsident Proviande) hat es an einer Veranstaltung im September in Weinfelden treffend formuliert, er forderte die Landwirte auf, sich für die öffentlichen Märkte vermehrt zu engagieren und die Chance dieses zukunftsweisenden Instrumentes der Preisbildung zu nützen und nicht dadurch zu vergeben, dass die Tiere nicht an den Markt gebracht werden.
Der Schlachtviehmarkt im Sangen findet jeden ersten Dienstag im Monat ab 9.30 Uhr statt.

Mario Tosato
 
 
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