Ausgabe Nummer 46 (2003)

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Paloma brachte es auf 5400 Franken

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13. Fleckviehauktion der Ostschweizer Fleckviehzüchter in Osterhalten
 

Paloma brachte es auf 5400 Franken

 
TBV-Präsident und SVP-Kantonsrat Andreas Binswanger ist mit den Antworten des Thurgauer Regierungsrates auf seine Interpellation zum Controlling-Bericht zum Landwirtschaftsleitbild grösstenteils zufrieden.
 
Läderachs Paloma erzielte mit 5400 Franken den höchsten Tagespreis. (tos)
 
Auch die 13. Ostschweizer Fleckviehauktion verlief erfolgreich. Noch selten wurde in Osterhalden bei Frauenfeld für eine Kuh über 5000 Franken bezahlt.
Er oder sein Vater Hannes kommen regelmässig nach Osterhalden bei Frauenfeld und kaufen hin und wieder ein Rind oder eine Kuh, so wie bei dieser Auktion, stellte Erich Walder aus Buch am Irchel, fest. Die beiden sind in Züchterkreisen keine Unbekannten, amtet doch Hannes Walder als Präsident des Verbands Ostschweizer Fleckvieh-Zuchtgenossenschaften (VOFG), und Erich ist als Experte bei Viehschauen wie der Olma tätig. Die Qualität der aufgeführten Tiere war nach Walders Meinung wiederum sehr gut. Zudem wurden für alle Bedürfnisse geeignete Tiere aufgeführt.

Zufriedene Organisatoren
Nach Angaben von Christian Tschanz, Mitorganisator aus Unterhörstetten, wird die Zucht- und Nutzviehausstellung zum Zweck der Absatzförderung von Fleckvieh und zur Schaffung rationeller Einkaufsmöglichkeiten durchgeführt. Er ist mit dem Verlauf der Auktion zufrieden. Läderachs Paloma aus dem Stall von Fritz Läderach, Worb, erzielte mit 5400 Franken einen der höchsten Preise, der in Osterhalden je erzielt wurde. Der Durchschnittspreis lag bei 3060 Franken, bei der letzten Auktion war der Durchschnittspreis 2635 Franken. Auffallend war, dass behornte Kühe nur noch schwer verkäuflich sind. Von den 36 aufgeführten Tieren konnten 34 verkauft werden.
Der Berner Andreas Aebi geniesst als Gantrufer auch in der Ostschweiz einen guten Ruf. Mit seinen präzisen Angaben, der sehr guten Fachkompetenz und seinem Berner Humor gelingt es ihm immer wieder, die Bauern und privaten Händler zum Kaufen zu animieren. Zudem vertrauen ihm die Käufer. So meinte ein älterer Züchter: «Ich habe bei Aebi schon viele Tiere gekauft und bin bis heute noch nie enttäuscht worden.»

Aus traditionellen Zuchtgebieten
Der grösste Teil der aufgeführten Fleckviehtiere stammte aus den traditionellen Zuchtgebieten Bern und Solothurn. Einige Tiere kamen auch aus der Ostschweiz. So beispielsweise von einem Bauern, der gerne seine Trutenhaltung ausbauen möchte. Ein weiterer Landwirt gibt seinen Hof in absehbarer Zeit auf und bot deshalb einige Kühe zum Kauf an.

Unterhaltung für Laien
An der Auktion in Osterhalden trifft man aber nicht nur Züchter und Händler, sondern auch viele Laien, die das Geschehen in und um die Gemeinschaftshalle verfolgen. Für sie hat vor allem der Gantrufer einen hohen Unterhaltungswert, wie eine Zuschauerin feststellte. Eine ältere Frau freute sich über die gepflegten Tiere, die kurz vor ihrem Auftritt gekämmt und gebürstet werden. Ein pensionierter Polizist erklärte, dass er keine Fleckviehauktion auslasse. Nach der Auktion geniesse man den guten «Kaffee-avec» und pflege alte Kameradschaften.
Die nächste Fleckviehauktion des Verbands Ostschweizer Fleckvieh-Zuchtgenossenschaften (VOFG) in der Gemeinschaftshalle Osterhalden findet am 4. März 2004 statt.

Mario Tosato
 
 
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