Ausgabe Nummer 21 (2010)

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Pastafestival

Teigwaren gibt es in unzähligen Varianten. Ob als Beilage, als Hauptgericht, kalt als Salat, überbacken als Gratin oder mit verschiedenen Saucen serviert, schmecken sie immer wieder anders.

 

Das älteste Nudelrezept stammt aus China. Gemahlenes Getreide wurde mit Wasser zu einem Teig vermischt, in feine Streifen geschnitten und in Hühnerbrühe gekocht. Im Jahr 2005 hat man im Dorf Lajia rund 4000 Jahre alte konservierte Nudeln gefunden. Sie waren 50 cm lang und rund 3 mm dick. Im 11. Jahrhundert fanden die Araber heraus, dass die Pasta nur dann länger haltbar bleibt, wenn man die Nudeln mit einem Loch versieht. Der geknetete Teig wurde deshalb um feine Stäbe gewickelt und so getrocknet. Dadurch wurde das Lebensmittel vor Schimmel bewahrt. Im 12. Jahrhundert tauchten die Nudeln auch in Italien auf. Die italienische Küste und speziell das Gebiet um Neapel entwickelten sich zeitweise zu regelrechten Hochburgen der Pastaproduktion. Die besonders reine und keimfreie Mittelmeerluft eignet sich bestens zum Trocknen.

 

Pasta kochen, gewusst wie:

– Teigwaren in reichlich Wasser kochen, damit sie nicht zusammenkleben.
– Mindestens 1 Liter Wasser pro 100 Gramm Teigwaren rechnen.
– Wasser erst salzen, wenn es kocht. Pro Liter Wasser einen halben Esslöffel Salz dazugeben (zirka 10 g). Das Wasser sollte leicht salzig schmecken.
– Gar, beziehungsweise al dente, sind die Nudeln, wenn sie noch Biss haben.
– Frische, hausgemachte Nudeln sind in fünf bis zehn Minuten gar.
– Wird Pasta mit einer Sauce serviert, soll sie nicht kalt abgespült werden. Dadurch wird auch die Stärkeschicht abgespült, die dafür sorgt, dass die Sauce besser an den Teigwaren haftet. Noch besser haftet die Sauce an Pasta mit Kerben.
– Muss Pasta warm gehalten werden oder wird sie als Beilage ohne Sauce serviert, kann sie heiss abgespült werden. Dadurch kleben die Teigwaren nicht zusammen.
– Ein paar Kräuterzweige im Kochwasser, zum Beispiel Thymian oder Oregano, verleihen den Teigwaren ein feines Aroma.

 

Nudeln, selbstgemacht

Zutaten

½ TL Salz
300 g Mehl
1 EL Öl
3 Eier

 

Zubereitung

Salz und Mehl in einer Schüssel mischen. Das Öl mit den Eiern verquirlen, zum Mehl leeren und von der Mitte aus anrühren. Den Teig kneten, bis er glatt und geschmeidig ist. Unter einer heiss aus- gespülten Schüssel rund 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

 

Formen

– Teig portionenweise auf einer bemehlten Arbeitsfl äche oder zwischen zwei Blechreinpapieren zirka 2 mm dünn auswallen. Alternative: Nudelmaschine verwenden
– Teig in Streifen, Rechtecke, Rauten schneiden oder Förmli ausstechen
– Teigwaren auf einem Küchentuch trocknen lassen.

 

Farbige Varianten

Rote Teigwaren: 3 EL Tomatenpüree mit dem Ei vermischen
Rosa Teigwaren: Anstelle des Wassers Randensaft verwenden
Grüne Teigwaren: 3 EL pürierten Spinat mit dem Ei vermischen Eventuell Mehlmenge etwas erhöhen Gelbe Teigwaren: 1 Briefl i Safran mit dem Mehl mischen
Kräuterteigwaren: 3 EL gehackte Kräuter (zum Beispiel Rosmarinnadeln) mit dem Ei vermischen.

 

Ricottasauce

Zutaten

Bratbutter
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauch, fein gehackt
200 g Schinkenwürfeli
1 dl Bouillon
250 g Ricotta
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Bund Schnittlauch

 

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch in wenig Bratbutter andünsten. Schinkenwürfeli beifügen und kurz auf mittlerer Stufe mitbraten. Die Bouillon und den Ricotta beifügen und schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und wenig Muskat würzen. Kurz vor dem Servieren den Schnittlauch direkt mit der Schere fein zur Sauce schneiden.

 

Sämige Tomatensauce

Zutaten

20 g Butter
2 EL Mehl
150 g Tomatenpüree
2 dl Gemüsebouillon
2 dl Milch
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer
Eventuell ½ Bund gehackte Kräuter, zum Beispiel Basilikum, glatte Petersilie

 

Zubereitung

Die Butter in einer Pfanne erwärmen. Das Mehl beifügen und auf mittlerer Stufe unter Rühren rund ein bis zwei Minuten dünsten. Das Tomatenpüree beifügen, kurz mitdünsten und mit der Bouillon und der Milch ablöschen. Dabei gut weiterrühren, bis die Sauce schön sämig ist. Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Nach Belieben vor dem Servieren die gehackten Kräuter darunter rühren.

 

BBZ Arenenberg, Sybille Roth