Ausgabe Nummer 50 (2008)

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Pflanzenbautagung der Pflanzenbaukommission des TBV in Weinfelden

Pflanzenbau mit guter Zukunft

Die Thurgauer Pflanzenbauer befassten sich an ihrer Tagung mit der Vision Pflanzenbau 2050 und den aktuellen Forschungsergebnissen sowie dem Erdmandelgras.

Zufällig finde die diesjährige Pflanzenbautagung am «Welttag des Bodens» statt, erklärte Hans Engeli, Präsident der Pflanzenbaukommission des Thurgauer Bauernverbandes (TBV). In einer Medienmitteilung zum «Welttag des Bodens» habe er gelesen, dass die Böden unter der modernen Landwirtschaft mit ihren schweren Maschinen leiden. Unter den verdichteten Böden leiden die Futterpflanzen, der Hochwasserschutz und anderes mehr.

Gesellschaftliches Interesse an Nahrungsmittelsicherheit
Gleich zu Beginn seines viel beachteten Referates stellte Peter Althaus, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates «Vision Pflanzenbau 2050» und Projektleiter TerraSuisse, Zollikofen, fest, dass in der Schweiz auch im Jahr 2050 ein konkurrenzfähiger, produktionsorientierter und innovativer Pflanzenbau betrieben werde. Zwar werde es zu jenem Zeitpunkt deutlich weniger aber grössere Betriebe mit professionellem Management geben. Althaus gab der Überzeugung Ausdruck, dass eine Produktion von Nahrungsmitteln für den nationalen und internationalen Markt von grösstem gesellschaftlichem Interesse sei, dies nicht zuletzt wegen der Ernährungssicherheit.

Rahmenbedingungen nicht wieder erkennbar
«Die Rahmenbedingungen für den Pflanzenbau werden im 2050 nicht wieder zu erkennen sein. Die Hauptursache seien die nationalen und freien Märkte mit stärkerem Wettbewerbsdruck, der Klimawandel mit häufigeren Extremereignissen sowie die kleiner werdenden Ressourcen. Die Bodenqualität werde sich weiter verschlechtern, und Wasser werde nicht mehr frei verfügbar sein. Durch den Klimawandel hätten Obst- und Gemüsebau, Spezialkulturen, grössere Chancen. Auch die Bedingungen für den Futterbau würden sich verbessern. Für einen zukunftsfähigen Schweizer Pflanzenbau müsse die Forschung und die Weiterbildung weiter ausgebaut werden. Althaus bekräftigt, dass vorausschauend und marktorientiert produziert werden müsse. Technologien, Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, Verfügbarkeit von Wasser und die Entwicklung der Raumnutzungskonzepte werden an Bedeutung gewinnen, ist Althaus überzeugt.

Erdmandelgras auch in unserer Region
Lydia Frey, Fachstelle Pflanzenbau, BBZ Arenenberg, informierte über die Resultate des Forum Ackerbau bei den Getreide-, Raps-, und Sonnenblumen-Versuchen. Das Edelmandelgras sei erstmals in unserer Region gesichtet worden, gab Hermann Brenner, Leiter Fachstelle Pflanzenbau, BBZ Arenenberg, bekannt. Die Bekämpfung dieses Unkrautes sei sehr schwierig, weil wirksame Mittel fehlen. Deshalb sei die Beobachtungen um so wichtiger. Gesichtetes Erdmandelgras müsse sofort der Fachstelle Pflanzenbau gemeldet werden.
Hans Engeli verabschiedete seinen Vorgänger als Präsident der Pflanzenbaukommission, Walter Schmid, der sich zurzeit auf einer Auslandreise befindet. Verabschiedet wurden auch die bisherigen Kommissionsmitglieder Bernhard Kraft, Roger Stillhard und Lydia Frey.

Mario Tosato


Informierten über den Pflanzenbau (von links): Hermann Brenner, Lydia Frey, Hans Engeli und Peter Althaus. (tos)
Informierten über den Pflanzenbau (von links): Hermann Brenner, Lydia Frey, Hans Engeli und Peter Althaus. (tos)