Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Positives Milchjahr 2017 bei der Thur Milch Ring AG

Ausgabe Nummer 17 (2018)

Verantwortliche der ELSA, der Hochdorf Gruppe und der Thur Milch Ring AG informierten im BBZ Arenenberg, Salenstein, über das Geschäftsjahr 2017 und die Aussichten im Milchmarkt.

Lukas Barth, Leiter der Agrarpolitik- und Milchbeschaffungsdienst der Migros-Tochter ELSA, wies zu Beginn seines Referates darauf hin, dass der hohe Milchpreis in der Schweiz gerechtfertig sei, zeichne sich doch die Schweizer Milch durch einen Mehrwert gegenüber dem Ausland aus. In den letzten zwei Jahren entwickelte ELSA gemeinsam mit Milchproduzenten, wissenschaftlichen Institutionen sowie Tierschutz-, Umweltschutz- und Konsumentenorganisationen ein neues Konzept für die Schweizer Milchproduktion. Ab Frühling 2018 setzen alle ELSADirektlieferanten sowie ausgewählte Drittlieferanten das neue Konzept um. ELSA macht damit den nötigen Schritt, dass die Kunden auch in Zukunft Milch konsumieren können, die gut für die Umwelt, die Kühe sowie für die Gesellschaft sei.

Hochwertige Milchprodukte aus der Schweiz
Thomas Eisenring, CEO der Hochdorf Gruppe, wies daraufhin, dass seine Gruppe Marktanteile bewährter Marken in den in den Regionen Mittlerer Osten und Afrika erreichen konnte. Er wies darauf hin, dass die Hochdorf-Gruppe Investitionen von rund 100 Mio. Franken tätigte. Thomas Eisenring erklärte: Wir erzielen heute 99 % des Umsatzes mit Babynahrung im Ausland. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es jährlich 70 000 Babys, in Ägypten allein rund 2,5 Millionen. Als wichtige Sparte der Hochdorf Gruppe nannte Thomas Eisenring die Produktion von Babynahrung. Peter Meier, Leiter Milcheinkauf Hochdorf, wies daraufhin, dass die Schweizer Milchbauern auf eine hohe Qualität ihrer Milch achten, was sich bei der Produktion hochwertiger Milchprodukte auszahle.

Positives Milchjahr 2017
Roland Werner, Präsident des Verwaltungsrates der Thur Milch Ring AG und Geschäftsführer Urs Schweizer sprachen in ihrem Geschäftsbericht von einem freundlichen und positiven Milchjahr 2017 – doch ziehen bereits wieder dunklere Wolken auf. Obwohl der Wechsel von schönem zu schlechtem Wetter im Milchmarkt in regelmässigen Zyklen ablaufe, werde die Branche immer wieder von schlechtem Wetter überrascht. Roland Werner glaubt, dass die Branche jetzt eine Hochkonjunktur erlebe.


Mario Tosato




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