Ausgabe Nummer 4 (2004)

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Powerkraut - Sauerkraut

Ernährung und Rezepte

 

Powerkraut ? Sauerkraut

 
Sauerkraut wurde schon zu Zeiten hergestellt, als der Mensch von Vitaminen noch nichts wusste und dem zu Folge auch ihre Bedeutung für unsere Gesundheit nicht kannte. Dass das Sauerkraut das menschliche Wohlbefinden aber positiv beeinflusst, wurde schon früh erkannt.

Sauerkraut ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, dafür aber arm an Kalorien. Es enthält beachtliche Mengen der Mineralstoffe Eisen und Kalium sowie der Vitamine B6, K und vor allem Vitamin C. So könnten bereits 100 g Sauerkraut zirka einen Viertel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Vitamin C decken. Die Nahrungsfasern und die Milchsäure des Sauerkrautes unterstützen eine geregelte Verdauung und erhöhen auf schmackhafte Weise die häufig zu geringe Aufnahme von Nahrungsfasern mit der täglichen Nahrung.
Gutes Sauerkraut ist knackig, hat einen fein-säuerlichen, würzigen Geschmack. Es wird nach traditionellem Verfahren ohne Konservierungsstoffe produziert. In der kalten Jahreszeit ist Sauerkraut besonders aktuell. Es schmeckt nicht nur als beliebte Beilage zur Berner Platte, sondern auch zu vielen anderen Gerichten, als Auflauf, Kuchen, Eintopf oder sogar als Suppe.

Sauerkrautsuppe mit Fleischkügeli
Zutaten:
1 Stück Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
250 g rohes Sauerkraut
8 dl Bouillon
Salz, Pfeffer
1 Kartoffel

etwas Bratbutter
2 Kartoffeln, in Würfeli geschnitten
2 Scheiben nicht mehr ganz frisches Brot, in Würfeli geschnitten
2 Bauernbratwürste oder 250 g Kalbsbrät
1 dl saurer Halbrahm
nach Belieben etwas Sherry oder trockenen Wermut (Noilly Prat)

Butter erwärmen und Zwiebel darin dämpfen. Sauerkraut beifügen und mitdünsten. Mit Bouillon ablöschen und zirka 30 Minuten köcheln lassen. Die Kartoffel schälen, fein reiben und zur Suppe geben.
Die fein gewürfelten Kartoffeln in der Bratbutter goldgelb braten. Brotwürfeli rösten. Die Bratwürste vom Darm befreien und in Scheiben schneiden und ebenfalls braten. Bei Verwendung von Kalbsbrät kleine Häufchen in die Bratpfanne geben und rundum anbraten.
Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sauren Halbrahm darunterrühren und nach Belieben mit Sherry oder Wermut abschmecken. Kurz vor dem Servieren Fleischkügeli und die Kartoffelwürfeli dazu geben. Mit fein gehacktem Peterli die Suppe garnieren. In separatem Schüsselchen die Brotwürfeli servieren.

LBBZ Arenenberg,
Fachstelle Ländliche Hauswirtschaft und Familie, Pia Lenz

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