Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
5. Oktober 2018


Preisreduktion von Entec 26 dank Klimaschutzprogramm der Stiftung KliK

Ausgabe Nummer 41 (2016)

Entec 26 verursacht 65 Prozent weniger Lachgas als andere Stickstoffdünger. Darum profitiert Entec nun als erster Dünger in der Schweiz von einem Förderbeitrag der Stiftung KliK.

Die hohe Boden- und Klimaverträglichkeit von Entec- Dünger ist unbestritten und schon länger bekannt. Bei der Anwendung herkömmlicher mineralischer Stickstoff-Dünger kommt es im Zuge der Umwandlung von Ammoniumstickstoff zu Nitrat (sogenannte Nitrifikation) zu erheblichen Emissionen von Lachgas. Lachgas ist ein starkes Treibhausgas und deshalb mitverantwortlich für die globale Klimaerwärmung.
Im Dünger Entec 26 wird dieser Prozess durch den Wirkstoff DMPP gehemmt und der Stickstoff in seiner Ammoniumform stabilisiert. Davon profitiert auch das Klima: Der direkte Ausstoss von Lachgas sinkt markant, um rund zwei Drittel. Zudem reduziert sich die Auswaschung von Stickstoff um rund einen Viertel. Das schont Gewässer und Grundwasser und führt zu weiteren, indirekten Emissionsverminderungen.

Stiftung KliK fördert den Einsatz von Entec 26 in der Schweiz
Die Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation (KliK) fördert Projekte und Programme, die den Ausstoss von Treibhausgasen reduzieren. Sie finanziert sich durch Beiträge der Schweizer Treibstoffimporteure. Diese sind seit 2013 gesetzlich verpflichtet, einen Teil der CO2-Emissionen aus Treibstoffen durch Massnahmen in der Schweiz zu kompensieren. Bei allen von der Stiftung KliK geförderten Aktivitäten geht es um einen nachhaltigen Klimaschutz. Die erzielten Emissionsverminderungen werden durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) geprüft und bescheinigt.
Zur Verminderung der Lachgas-Emissionen aus dem Düngereinsatz hat die Stiftung KliK ein eigenes Programm lanciert. Auch dieses wurde vom BAFU geprüft und im September 2016 offiziell als Klimaschutzprogramm zugelassen. Omya nimmt seit Oktober 2016 daran teil und ermöglicht dadurch ihren Kunden, von der Förderung durch die Stiftung KliK zu profitieren.

Klimaschutzprogramm senkt Preise für Entec-Dünger
Im Rahmen des Klimaschutzprogramms fördert die Stiftung KliK den Einsatz von Entec 26 mit einem finanziellen Beitrag. Das Programm richtet sich an Düngemittelvertreiber wie Omya. Diese geben die Förderung über einen Preisnachlass vollumfänglich an die Landwirte weiter. Der Förderbeitrag der Stiftung Klik erlaubt es Omya, den Preis für Entec 26 deutlich zu senken. Ab dem 1. Oktober 2016 reduziert sich der Preis von Entec 26 um zirka 20 Prozent oder etwa CHF 10.– pro 100 kg.
Mit dem Einsatz von Entec 26 tragen die Landwirtinnen und Landwirte zur Erreichung der Schweizer Klimaziele bei. Im Gegenzug für die finanzielle Förderung wird der erzielte Klimanutzen der Stiftung KliK gutgeschrieben.

Bessere Stickstoff-Verfügbarkeit für Pflanzen
Ammonium-stabilisierte Dünger (Nitrifikationshemmer) verbessern die Stickstoff-Verfügbarkeit für die Pflanzen deutlich und erhöhen die Effizienz der Nährstoffverwertung. Durch die verzögerte Umwandlung von Ammonium zu Nitrat kann das wertvolle Ammonium von den Pflanzen über einen längeren Zeitraum genutzt werden und erhöht die Phosphat- und Spurennährstoffverfügbarkeit im Wurzelraum. Die Entec- Stickstoffstabilisierung ermöglicht die gleichzeitige Aufnahme von Nitrat und Ammonium. Diese Stickstoff- Mischernährung ist für die Pflanzen besonders wertvoll und führt zu einem nachweislich besseren und gleichmässigeren Wachstum.
Durch die nachhaltige Stickstoffverfügbarkeit kann die Anzahl Düngergaben pro Saison reduziert und somit Arbeitszeit und Maschinenaufwand gespart werden.

Wirkstoff DMPP: hohes Potential, keine negativen Nebenwirkungen
Die Hemmung der Nitrifikation gilt international als vielversprechende Massnahme zur Verminderung des Ausstosses klimaschädlicher Gase. In Europa ist der Wirkstoff DMPP der wichtigste Nitrifikationshemmer; seine positiven Eigenschaften wurden im Rahmen diverser Studien in den letzten 20 Jahren bestätigt. DMPP musste vor seiner Einführung umfangreiche Tests bestehen. Bis heute sind keine negativen Nebeneffekte bekannt. DMPP wird von den Pflanzen nicht aufgenommen und baut sich im Boden vollständig ab.


Omya (Schweiz) AG,
Adrian Imfeld

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