Ausgabe Nummer 49 (2008)
Prosus-Schweinefachtagung in Kirchberg SG
Professionalität bringt in der Schweineproduktion Gewinn
Kompetente Fachleute orientierten an Weiterbildungsveranstaltung der Genossenschaft Prosus die professionellen Schweizer Züchter und Mäster über die neuen Produkte Prosia und Prosius, die heimtückische Krankheit Circovirose, Genetik und Management.Als kostenlose Dienstleistung organisierte die Prosus für ihre Mitglieder eine Weiterbildungsveranstaltung zu den neuen Produkten Prosia und Prosius, der heimtückischen Krankheit Circovirose, Genetik und Management. Die Weiterbildung soll neue Denkanstösse vermitteln und helfen, die Ziele auf den einzelnen Betrieben zu überprüfen, erklärte Josef Schurtenberger, Geschäftsführer der Genossenschaft Prosus. Nach seiner Meinung konnten im laufenden Jahr sehr gute Preise erzielt werden. So wurde für Jager ein Preis von durchschnittlich 7,54 Franken je Kilo erzielt. Zurzeit liege der Preis bei 6,20 Franken je Kilo. Für Schlachtschweine wurden in diesem Jahr pro Kilo ein Durchschnittspreis von 4,99 Franken bezahlt. Der Preis liege zurzeit bei 4,70 Franken je Kilo. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres erwartet Schurtenberger mit einem etwas grösseren Angebot leicht tiefere Preise.
Fruchtbarer und konstanter dank ausgeglichner Genetik
Urs Aeschlimann, Leiter Zuchtprogramm Prosus, stellte die beiden neuen Markenprogramme der Genossenschaft Prosus Prosia und Prosius in Zusammenarbeit mit dem französischen Untenehmen Alliance de Diffusion des Nuclei (ADN) vor. Über einen Zusammenarbeitsvertrag konnte sich die Prosus die alleinigen Rechte als Markeninhaber für sämtliche ADN-Genetik für die Schweiz sichern. Nach Aeschlimanns Angaben sind Prosia- Muttersauen fruchtbarer und konstanter dank ausgeglichner Genetik, vitaler, weniger krankheitsanfällig und langlebiger. Ganz wichtig sei, dass Prosia-Muttersauen einer ausgewiesenen Eigenleistungsprüfung und Selektion unterstehen und nur unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Aspekte verkauft würden. Ähnliche Vorteile sieht Aeschlimann auch für die Marke Prosius-Mastjager/-Schlachtschweine. Im Zentrum stehe eine bessere Futterverwertung und ein besserer Masttageszuwachs, was mit weniger Aufwand zu einem höheren Ertrag führe. Mit einem optimalen Magerfleischanteil und einem geringen Abtropfverlust lasse sich auch ein höherer Schlachtpreis realisieren, bekräftigte Aeschlimann.
Circovirose erfolgreich bekämpfen
Nach Xaver Sidler, Abteilungsleiter für Schweinemedizin an der Universität Zürich, nimmt die Faktorenkrankheit Circovirose auch in der Schweiz zu. Die Erkrankungsrate liege bei 10 bis 70 Prozent und die Sterberate bei 50 bis 100 Prozent. Um Circovirose tief zu halten, sei die Hygiene und die Kolostrumversorgung sehr wichtig. Werde Circovirose diagnostiziert, sei eine Mutterschutzimpfung mit Circovac oder eine Ferkelimpfung CircoFLEX unumgänglich. Bei Spätinfektionen genüge eine Muttersauenimpfung jedoch nicht. Trotz Kosten könnten Verluste bis zu 70 000 Franken vermieden werden. Sidler empfahl den Schweinehaltern, nur noch geimpfte Jungschweine zu handeln. Zum Schluss der Weiterbildungsveranstaltung orientierte Jörg Krapoth aus Deutschland über den Einfluss von Genetik und Tiermanagement auf die Mast und den Betriebserfolg. Die gezielte Fütterung habe eine positive Auswirkung auf die Fleischqualität, die Gesundheit der Tiere und schliesslich auch auf den finanziellen Gewinn der Betriebe, bekräftigte Krapoth.
Mario Tosato

(von links nach rechts): Xaver Sidler, Urs Aeschlimann, Jörg Krapoth und Josef Schurtenberger. (tos)
