Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
6. Juli 2018


Publikumsanlässe sind nachhaltigste Basiswerbung

Ausgabe Nummer 9 (2016)

84. Jahresversammlung des Thurgauer Süssmosterverbandes

Die Thurgauer Süssmoster nahmen an ihrer Jahresversammlung die Statutenrevision vor.

Peter Widmer, Präsident des Thurgauer Süssmosterverbandes, informierte an der Jahresversammlung von Ende Februar im Restaurant Stelzenhof, Weinfelden, dass beim Thurgauer Süss- und Kundenmosterverband die Absicht besteht, beide Vereine zusammenzuschliessen. Dazu müssten zuerst die beiden Vereine aufgelöst und ein neuer Verband gegründet werden. Ziel sei es, die gemeinsamen Interessen besser zu vertreten und die Weiterbildung im Verein zu fördern. Angestrebt wird die engere Zusammenarbeit mit den Kantonen SH und SG. Zentrales Traktandum bildete die Statutenrevision des Thurgauischen Süssmosterverbandes. Peter Widmer begründete die Notwendigkeit der Statutenrevision: Die Strukturveränderungen in der Landwirtschaft wirken sich auch auf die Obstverarbeiter aus. Immer grössere und leistungsfähigere Betriebe verarbeiten das Obst und füllen den Fruchtsaft nach der Pasteurisation in entsprechende Gebinde ab. Die Arbeitsteilung zwischen Kundenmostern und Süssmostern findet nur noch begrenzt statt. Dies, so Peter Widmer, habe zur Folge, dass immer mehr Süssmoster ihre Tätigkeit aufgeben.
Die Mitglieder stimmten der Statutenrevision zu. Eine der wesentlichsten Änderungen der Statuten erfolgte bei den Schlussbestimmungen. So wurde der Passus, wonach der Verband solange er noch zehn Mitglieder zählt nicht aufgelöst werden kann, gestrichen. Neu gilt, dass die Auflösung des Verbandes von der GV beschlossen wird und eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder dazu erforderlich ist.

Gut besuchter Süssmosterkurs
Die Aktiva der Buchhaltung gehen an die nachfolgende Organisation oder werden vom Verband Thurgauer Landwirtschaft verwaltet, bis eine Organisation mit ähnlichem Zweck gegründet wird. Bei der Präsentation des Jahresprogramms 2016 informierte Elisabeth Stäheli, Vorstandsmitglied, dass sie am 24. April 2016 auf ihrem Hof in Frasnacht ein «Blüten-Fest» durchführt. Sie erachte es als wichtig, den nach dem «Most-Fest» im Herbst 2015 entstandenen Schwung in der Basiswerbung zu nutzen. Bruno Bussinger aus Hüttwilen, der das erwähnte «Most-Fest» durchgeführt hatte, bekräftigte dieses Vorhaben. Er räumte ein, dass der personelle und finanzielle Aufwand für sein «Most-Fest» nicht unerheblich war. Das Engagement habe sich ausbezahlt: Er verzeichne eine Steigerung des Konsums seiner Säfte.
Im Tätigkeitsbericht über die bäuerliche Obstverarbeitung im Kanton Thurgau berichtete Urs Müller von der Fachstelle Obstbau TG/SH unter anderem, dass 2015 das Modul B22 (Süssmosterkurs) von 13 Teilnehmern besucht wurde. 2013 konnte kein Kurs durchgeführt werden, 2014 waren es sechs Teilnehmer. Nach den doch eher tiefen Zahlen der Vorjahre sei dies erfreulich.
Das Vorstandsmitglied Max Windler informierte nach den statutarischen Geschäften über die Auswertung des Thurgauer Qualitätswettbewerbs der Süssmoster. Die Bewertung wurde, wie beim Schweizerischen Qualitätswettbewerb, mit dem 20-Punktesystem durchgeführt.


Isabelle Schwander




« zurück zur Übersicht