Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Ralph Gilg ist neuer Präsident des TOV

Ausgabe Nummer 8 (2016)

Fachkonferenz des Thurgauer Obstverbandes

An der Fachkonferenz des Thurgauer Obstverbandes (TOV) am 23. Februar in Sulgen bildete die Ersatzwahl des Präsidenten den Schwerpunkt der Traktanden. Mit Ralph Gilg, bisheriges Kommissionsmitglied, wurde ein Nachfolger gewählt, der über mehrjährige Erfahrungen in der Branche auf dem Familienbetrieb verfügt.

Edwin Huber, Präsident des TOV, führte zum letzten Mal durch die Fachkonferenz. Seinen Jahresbericht hatte er bereits im Januar 2016 an der Obstbau-/ Obstfachtagung in Zihlschlacht vorgestellt. Hier thematisierte er den «Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz », den er als sinnvoll erachtet. Die Obstbranche bemühe sich nachweislich darum, bei den Pflanzenschutzmitteln nach der Devise «so wenig als möglich, so viel wie nötig» zu arbeiten. Ergänzend werde der Einsatz von Verwirrungstechnik und Einnetzung genützt. Und er betonte bereits in Zihlschlacht, dass er es als sehr stossend empfinde, dass die Branche immer wieder mit Vorwürfen, sie setze «Gift-Cocktails» in der Produktion ein, konfrontiert wird. Im Februar 2016 häuften sich bei ihm die Medienanfragen, nachdem bekannt wurde, dass der Bund in diesem Jahr keine Bewilligung mehr für den Einsatz von Streptomycin erteilt. Die Auskunftserteilung stellte auch eine grosse zeitliche Herausforderung dar. Edwin Huber betonte, das Verbot sei das Eine, aber die Art der Kommunikation ein Anderes. Es erstaunte, dass zuerst die Medien über diesen Entscheid informiert wurden; dies in einer Art und Weise, welche die Leistungen der Obstbauern und ihre Fachkompetenz gesamthaft in Frage stellte.

Ziel: kommunikativ und innovativ sein
In der Fachkommission (Vorstand) sind alle bisherigen Kommissionsmitglieder mit Stimmrecht wiedergewählt. Als Ersatz für Edwin Huber und Beat Lehner wurden Albin Germann und Thomas Lehner vorgeschlagen und gewählt. Bei der Wahl des Präsidenten sagte Edwin Huber, dass er sich frühzeitig um einen entsprechenden Nachfolger bemühte. Ralph Gilg erschien ihm ein besonders geeigneter Kandidat. Dieser nahm die Wahl an und sagte, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit der Basis und wolle den TOV im Sinne seines bewährten Vorgängers weiterführen. Da ihn unter anderem seine Eltern auf dem Familienbetrieb, den er per Anfang 2015 übernahm bei Arbeiten entlasten, habe er zeitlich Kapazitäten. Ralph Gilg, 33-jährig, schilderte seinen beruflichen Werdegang mit bereits über acht Jahren Erfahrung in der Obstbranche. Seine junge Familie hat für ihn grossen Stellenwert. Auf seinem Betrieb mit Tafelobst, Kirschen, einem Anteil Ackerbau sowie Jersey- Kühen will er die Tradition seiner Eltern, den Lehrbetrieb, weiterführen. Er sei sich bewusst, dass Pflanzenschutz einen grossen Stellenwert in seiner Arbeit als Präsident einnehmen wird und fügte an: «Unsere Branche muss innovativ bleiben. Unser Ziel sollte es sein, konkurrenzfähig zu bleiben und klar zu kommunizieren, da das Bewusstsein betreffend Obstbau in der Bevölkerung etwas abgenommen hat», sagte Ralph Gilg.


Isabelle Schwander







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