Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
7. Dezember 2018


Regierungsrat Walter Schönholzer stärkte den Bauern den Rücken

Ausgabe Nummer 14 (2017)

Generalversammlung des Verbands Thurgauer Landwirtschaft in Sulgen

Sowohl Nationalrat Markus Ritter, Präsident Schweizer Bauernverband, als auch der Thurgauer Landwirtschaftsdirektor Walter Schönholzer, lobten die Thurgauer Bauern und Bäuerinnen als Vorzeigemodell.

An der Generalversammlung des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft (VTL) erwiesen die Ständeräte Brigitte Häberli und Roland Eberle sowie die Nationalrätin Verena Herzog als auch Kantonsrätinnen und -räte den Bäuerinnen und Bauern die Ehre. Nationalrat Markus Hausammann, Präsident VTL, stellte fest, dass auch im 2016 der Einsatz für den wichtigsten Produktionsfaktor Kulturland allgegenwärtig war. Zusammen mit den Thurgauer Milchproduzenten und dem Maschinen- und Betriebshelfer-Ring wurde ein neues Modell für die Betriebshilfe erarbeitet. Wie Hausammann erklärte, plane der Vorstand nach der Fusion vor acht Jahren, die Verbandsstrukturen zu überprüfen. Es zeichne sich ab, dass die starre Ressortverteilung im Vorstand überdacht und die Kommissionstätigkeit zusammen mit den Betroffenen zum Teil zielgerichtet neu organisiert werden müsse.

Jörg Streckeisen präsentierte erfreuliche Zahlen
Jörg Streckeisen präsentierte die Betriebsrechnung 2016, die bei einem Aufwand von 3 098 000 Franken und einem Ertrag von 3 148 922 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 50 921 Franken abschliesst. Budgetiert war ein Jahresergebnis von minus 28 400 Franken, sodass die Jahresrechnung 2016 besser abschliesst als vorgesehen. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt. Zustimmung fand auch der Antrag der Statutenänderung: «Die Interessen der Mitglieder des VTL sind zu bündeln und müssen wirkungsvoll vertreten werden, insbesondere gegenüber politischen Behörden und weiteren Akteuren, die einen engen Bezug zur Landwirtschaft haben.» Othmar Lampert, Präsident Fachkommission Weinbau, erklärte seinen Rücktritt. Seine grossen Verdienste zugunsten des Thurgauer Weinbaus und der Zusammenführung mit dem VTL wurden von Jörg Streckeisen gewürdigt. Die Versammlung verlieh Lampert die Ehrenmitgliedschaft.

2017 Wichtiges Jahr für die Landwirtschaft
Die besten Grüsse des Schweizer Bauernverbandes (SBV) überbrachte dessen Präsident Markus Ritter. Er dankte den Thurgauer Bauern für ihren grossen Einsatz, welcher zum guten Image der Landwirtschaft beitrage. Nach seinen Ausführungen ist das Jahr 2017 für die Schweizer Landwirtschaft von grosser Bedeutung, gehe es doch darum, den Zahlungsrahmen der Direktzahlungen für die kommenden vier Jahre zu stecken. Es gelte auch, den Grenzschutz für eine wirksame Preisbildung zu bilden. Ganz wichtig sei aber auch die Gestaltung der Volksabstimmung «Für Ernährungssicherheit», welche für die Landwirtschaft von grosser Bedeutung sei. Die Abstimmungskampagne werde von Urs Schneider, Stellvertretender Direktor des Schweizer Bauernverbandes, geleitet. Ritter bedauert, dass der Grenzschutz für den Zucker nicht zustande kam.

Regierungsrat Schönholzer lobt die Thurgauer Landwirtschaft
Erstmals nahm Walter Schönholzer als Regierungsrat an der Generalversammlung des VTL teil. Er fühlte sich geehrt, dass er nicht nur ein Grusswort, sondern ein Referat halten durfte. «Die Land- und Ernährungswirtschaft ist ein starkes Bein der Thurgauer Wirtschaft. Die Thurgauer Landwirte tragen mit fast 10 Prozent in der Primärproduktion zur schweizerischen Bruttowertschöpfung bei. Als kantonaler Volkswirtschaftsdirektor bin ich stolz auf diese Branche. Sie gibt im Kanton Thurgau fast 20 000 Personen Arbeit und Einkommen», sagte Schönholzer. Augenzwinkernd meinte er: «Wenn Urs Schneider die Kampagne zur Ernährungssicherheit führt, wird man in 20 Jahren noch davon sprechen.» Als Bauernsohn sei ihm klar, dass die Landwirtschaft nicht nur eine wirtschaftliche Angelegenheit sei, sagte Schönholzer. Die Landwirtschaft erfülle ihre Aufgabe im Landesinteresse. Sie leiste einen Beitrag zur Wahrung der Souveränität und Identität. Schönholzer findet es tragisch, wenn Bauern mit ihrem Betrieb so wenig verdienen, dass sie eine zusätzliche Arbeit suchen müssen und den Hof nur noch im Nebenerwerb betreiben können. Ebenso tragisch findet er, dass auch grössere Betriebe ohne familieninterne Nachfolge nur in Parzellen anstatt als Ganzes verpachtet werden und so jungen Landwirten ausserhalb der Familie kaum Existenzen erwachsen.

Freud und Leid
Markus Hausammann gab seiner Freude Ausdruck, dass an der AgriSkills 2016 Michael Messerli und Marcel Ackermann einen Thurgauer Doppelerfolg landeten.
Ein Versammlungsteilnehmer beklagte sich über den rüden Umgangston und die Behandlung bei den Qualitätssicherungskontrollen. Nach einem Imbiss blieb genügend Zeit, sich in der Kafistube zu treffen und auszutauschen.


Mario Tosato
















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