Ausgabe Nummer 41 (2004)
Rekordmenge im Emmentaler Reifungskeller
| Neue Käsebehandlungsanlage | |||
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Rekordmenge im Emmentaler Reifungskeller
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| Mit 4001932 Kilogramm Emmentaler Käse wurde bei der Thurgauischen Käse-Reifungs AG, Weinfelden, im Berichtsjahr 2003/2004 eine Rekordmenge gelagert. Für Neu- und Umbauten sowie einen neuen Lastwagen wurden 3,5 Millionen Franken investiert. | |||
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| An der Generalversammlung der Thurgauischen Käse-Reifungs AG legte Verwaltungsratspräsident Alfred Ernst ein klares Bekenntnis zum Emmentaler Käse ab. Im Rahmen des Strukturwandels verschwinden kleinere Käsereien, andere Betriebe wachsen. Dadurch produzieren weniger Betriebe nahezu die gleiche Menge Emmentaler. Seit 1999 hat sich die Zahl der Emmentaler-Käsereien gesamtschweizerisch von über 500 auf aktuell 240 Betriebe mehr als halbiert. Negative Wirtschaftsmeldungen, kontrovers und bisweilen hitzig geführte Diskussionen über Milch- und Käsepreis sowie Ertragsrückgänge bei Bauern, Milchkäufer, Milchverarbeiter bis zum Handel prägen nach Ansicht von Ernst das Bild. In seinem Jahresbericht spricht er von einer ruinösen Überproduktion und entsprechenden Schwierigkeiten im Käsehandel. Wie Ernst aus Erfahrung weiss, geistert immer wieder die Schlagzeile durch die Köpfe, dass Schweizer Milch und Käse irgendwann auf dem Preisniveau von EU-Ländern produziert werden müsse. Erfreulich sei hingegen die Nachricht, dass sich der Lagerbestand auf rund 8000 Tonnen Emmentaler stabilisiere. Rekordmenge Im ersten Berichtsjahr 1966/67 wurden 832 514 Kilogramm Emmentaler Käse gelagert. Im Berichtsjahr 2003/2004 wurden nach Ernsts Aussagen 37 971 Laib Emmentaler mit einem Gesamtgewicht von 4 001 932 Kilogramm bei den Käsereien abgeholt und gelagert. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 554 Laiben (40212 Kilogramm) oder 1,01 Prozent. Diese Menge sei die höchste je in einem Jahr übernommene Käsemenge in der bald 40-jährigen Firmengeschichte, gab Ernst bekannt. Weichen gestellt Baulich und technisch wurden im Berichtsjahr tief greifend die Weichen gestellt, welche die Zukunft der Thurgauischen Käse-Reifungs AG, Weinfelden, nachhaltig beeinflussen, ist Ernst überzeugt. Mit den baulichen Anpassungen, mit einer neuen Käsebehandlungsanlage, der Sanierung der Lager- und Behandlungsräume und mit dem Einbau von neuen Lüftungsanlagen im Käsepflege- und Annahmeraum wurde eine gesunde Ausgangslage und Infrastruktur für die zukünftigen Herausforderungen am Markt geschaffen. Um diese Ziele zu erreichen, wurde zudem eine neue Heizungsanlage eingebaut und die Wasserversorgung saniert. Zuverlässige Dienstleistungen Ernst betont, dass die Thurgauische Käse-Reifungs AG auch in Zukunft für die Emmentaler Produzenten der Ostschweiz ein Garant für zuverlässige und einwandfreie Dienstleistungen sein wird. Mit der neuen Anlage, welche die 15-jährige Behandlungsanlage ersetzt, konnte die Leistungskapazität gesteigert werden. Mit kleinen baulichen Massnahmen konnte die Lagerkapazität um 11 Prozent erhöht werden. Der neue Lastwagen mit einer Ladekapazität von 98 Laiben (bisher 60), der Ende 2003 in Betrieb genommen wurde, ermöglicht eine rationelle Käsesammlung, stellt Ernst fest. Die Gesamtinvestitionen inklusive Lastwagen betragen 3,5 Millionen Franken. Aktienkapital aufgestockt Die Aktionäre der Thurgauischen Käse-Reifungs AG genehmigten einstimmig die Erfolgsrechnung 2003/2004 mit einem Umsatz von knapp 1,3 Mio. Franken, Abschreibungen von 268 000 Franken und einem Reingewinn von 7500 Franken. Für die Investitionen wurde im Jahr 2003/2004 eine Kapitalerhöhung von 1,13 Mio. Franken durchgeführt. Der Aktionärsbestand erweiterte sich um 17 Personen, Firmen und Genossenschaften und die bisherigen Aktionäre haben ihre Beteiligung zum Teil namhaft aufgestockt. Nach 40-jähriger Tätigkeit wurde die Kontrollstelle (Inspektorat Thurgauer Kantonalbank) infolge bankinterner Weisungen verabschiedet. Neu übernimmt das Mandat die Kontrollstelle der Thalmann Treuhand AG, Weinfelden. Mario Tosato |
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