Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


Ressourceneffizinezbeiträge schonende Bodenbearbeitung: Präzisierung der zulässigen Bodeneingriffe

Ausgabe Nummer 29 (2014)

Die Einhaltung der zulässigen Bodeneingriffe ab Ernte der vorangehenden Hauptkultur bis zur Saat der beitragsberechtigten Hauptkultur ist Voraussetzung für die Beitragsberechtigung. Dazu wurden per 1. Januar 2014 Weisungen erlassen. Nach intensiven Diskussionen mit Fachexperten werden diese Weisungen nun angepasst. Die zulässigen Bodeneingriffe bei der schonenden Bodenbearbeitung werden wie nachfolgend beschrieben präzisiert. Um im Jahr 2015 Beiträge für die «schonende Bodenbearbeitung» zu erhalten, müssen diese Voraussetzungen ab Ernte der Hauptkulturen 2014 eingehalten werden.

Mögliche Ansaatverfahren bei der Zwischenkultur
Die beitragsberechtigte Hauptkultur wird mit Direktsaat DS, Streifensaat SS oder Mulchsaat MS gemäss den Definitionen der Direktzahlungsverordnung angelegt.
Wird eine Zwischenkultur angelegt, darf das Ansaatverfahren von demjenigen der beitragsberechtigten Hauptkultur abweichen. Es muss jedoch gemäss einem der in der DZV Art. 79 festgelegten Verfahren erfolgen (Definition Direktsaat DS, Streifensaat SS oder Mulchsaat MS).
Bei einem Beitrag für Direkt- oder Streifensaat darf folglich die vorgängige Zwischenkultur mit Mulchsaat angebaut werden, vorausgesetzt die Tiefenbeschränkung von 10 cm wird auch bei der Ansaat der Zwischenkultur eingehalten.

Welche Bodeneingriffe sind ab der vorangehenden Hauptkultur bis zur beitragsberechtigten Hauptkultur zulässig?
Die beitragsberechtigte Hauptkultur wird mit Direktsaat DS, Streifensaat SS oder Mulchsaat MS gemäss den Definitionen der Direktzahlungsverordnung angelegt.

Bodeneingriffe wenn keine Zwischenkultur angelegt wird:
Die Bodeneingriffe entsprechen ab Ernte der vorangehenden Hauptkultur bis zur Ansaat der beitragsberechtigen Hauptkultur der Definition des gewählten Ansaatverfahrens der beitragsberechtigten Hauptkultur.

Bodeneingriffe wenn eine Zwischenkultur angelegt wird
Ab Ernte der vorangehenden Hauptkultur bis zur Ansaat der Zwischenkultur entsprechen die Bodeneingriffe der Definition des gewählten Ansaatverfahrens für die Zwischenkultur.
Ab Ansaat der Zwischenkultur bis zur Ansaat der beitragsberechtigten Hauptkultur entsprechen die Bodeneingriffe der Definition des gewählten Ansaatverfahrens der beitragsberechtigten Hauptkultur.

Einsatz des Pfluges bei Herbizidverzicht
Der Einsatz des Pfluges und somit auch des Schälpfluges ist für die Beiträge für die schonende Bodenbearbeitung grundsätzlich verboten. Eine Ausnahme erfolgt bei einer Anmeldung der Fläche für den Zusatzbeitrag für Herbizidverzicht.
Die wendende Bodenbearbeitung ermöglicht eine bessere mechanische Unkrautbekämpfung. Deshalb wird die Kombination des Pflugeinsatzes mit dem Herbizidverzicht zugelassen. Landwirte und Landwirtinnen, welche für die Mulchsaat beitragsberechtigt sind und sich zudem für den Zusatzbeitrag für den Verzicht auf Herbizide anmelden, haben somit die Möglichkeit, den Pflug für die Mulchsaat einzusetzen, vorausgesetzt die maximale Bearbeitungstiefe von 10 cm wird dabei nicht überschritten.


Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Direktionsbereich Direktzahlungen und Ländliche Entwicklung




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