Ausgabe Nummer 39 (2008)
Ressourcenprojekt Ammoniak
Umweltschonender Gülleaustrag mit Schleppschlauchverteiler
Der Kanton Thurgau hat 2008 ein Pilotprojekt gestartet, mit dem die Verluste von Ammoniak aus der Tierhaltung bis zum Jahr 2013 um 20 Prozent verringert werden sollen. Indem mehr Stickstoff aus der Gülle verwertet wird, muss auch weniger Mineraldünger eingesetzt werden.Um das Ziel zu erreichen, sind folgende Massnahmen formuliert worden: 60 Prozent der Thurgauer Betriebe beteiligen sich am Projekt, optimieren das Hofdüngermanagement und bringen ihre Gülle mit dem Schleppschlauch aus. Neben weiteren Massnahmen sollen fünf bis zehn innovative Projekte unterstützt werden. Damit sollen die für die Landwirtschaft formulierten Ziele in Eigenverantwortung erreicht werden, ohne zusätzliche gesetzliche Auflagen und Zwangsmassnahmen. Insgesamt wird mit Kosten von rund 11,7 Millionen Franken gerechnet. Den grössten Teil davon machen die Beiträge an die Förderung der emissionsarmen Gülletechnik aus.
Die Teilnehmer am Projekt verpflichten sich, ihr Hofdüngermanagement zu optimieren. Sie melden die mit dem Schleppschlauch begüllten Flächen jährlich bis zum 15. November 2008. Pro Hektar und Ausbringung erhalten Sie einen Beitrag von Fr. 45.?. Rund 600 Landwirte haben sich im Frühjahr 2008 bereits angemeldet. Das wird aber noch nicht genügen, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Es braucht noch mehr Landwirte, die sich am Projekt beteiligen und damit ihren Beitrag zur Reduktion der Ammoniakemissionen leisten. Dass es sich für die beteiligten Bauern lohnt, zeigen die mehrheitlich positiven Erfahrungsberichte in dieser Nummer des «Thurgauer Bauer».
Jeweils Anfang Jahr besteht die Möglichkeit, sich für den Einstieg anzumelden. Wer einmal angemeldet ist, bleibt dabei, unabhängig davon, wie viele Hektaren oder wie manches Mal der Schleppschlauch eingesetzt wurde.
Wir laden Sie ein, ab dem Jahr 2009 mitzumachen. Mit dem Betriebsdatenblatt erhalten Sie in den nächsten Tagen ein Anmeldeformular. Füllen Sie es aus und senden Sie es bis zum 15. November an das Landwirtschaftsamt. Sie erhalten dann die Vereinbarung zur Unterzeichnung zurück. Nähere Auskünfte erhalten Sie beim Landwirtschaftsamt,Telefon 052 724 25 92. Achtung: Wer bereits angemeldet ist, muss sich nicht neu anmelden.
Markus Harder, Landwirtschaftsamt
