Rinderauktion mit Hindernissen
Ausgabe Nummer 40 (2003)
Rinderauktion mit Hindernissen
| Wega-Bauernhof 2003 ein beliebter Treffpunkt | |||||||||
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| rotz einiger Pannen lag der Durchschnittspreis bei der diesjährigen WEGA-Rinderauktion über 200 Franken höher als im Vorjahr. Zur Miss Wega 2003 wurde die Kuh Fulda aus dem Stall von Alwin Bachmann gekürt. | |||||||||
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| Den vergangenen Freitagabend dürfte Hans Stettler, Chef Landwirtschaftsamt Thurgau und Verantwortlicher für die Tierausstellung an der Wega, nicht so schnell vergessen. Dabei verliefen doch die Vorbereitungen wie üblich. Dann gegen 20 Uhr, der erste Schock, die schottischen Hochlandrinder rissen aus und verunsicherten das Quartier. In kurzer Zeit konnten sie von den vier professionellen Stallhelfern wieder eingefangen werden. Darauf fehlte Auktionator Bruno Furrer, der, wie sich später herausstellte, im Stau vor dem Bareggtunnel steckte. Mit dem Alphornduo Seerücken und dem bauchredenden Landwirt Andreas Aeschbacher und seiner Sindy aus Lanzenneunforn gelang es, die Wartezeit zu überbrücken. Nach der Ansprache des thurgauischen Landwirtschaftsdirektors Kaspar Schläpfer konnte Furrer mit der Auktion beginnen. Doch, «oh Schreck!», nach der dritten Kuh stieg die Lautsprecheranlage aus. Anwesende Feuerwehrmänner schalteten schnell und holten im Depot Megafons. Doch wie konnte es an diesem Abend auch anders sein, fehlten darin die Batterien. Trotzdem höherer Durchschnittspreise Nur dank der Routine von Bruno Furrer und Hans Stettler gelang es, die Rinderauktion mit 20 Braunviehrindern, sieben Stück Fleckvieh und drei Stück Holsteinvieh durchzuführen. Der Durchschnittspreis betrug beim Braunvieh 3030 Franken (2002: 2742 Franken), beim Fleckvieh 2735 Franken (2002: 2675 Franken), Holstein 2982 Franken (2002: 2800 Franken). Dies entspricht einem Gesamtdurchschnitt von 2956 Franken (2002: 2727 Franken; 2001: 2678 Franken). Auch wenn die Durchschnittspreise bedeutend höher lagen als in den beiden Vorjahren, habe man durch die unvorhersehbaren Umstände rund 200 Franken pro Tier eingebüsst, ist Stettler überzeugt. Holstein-Elite-Kühe mit hoher Qualität Ohne Zwischenfälle verlief die Ausstellung der 30 Holstein-Elite-Kühe vom letzten Sonntag, mit abschliessender Rangierung und Wahl der Miss Wega. Richter Alois Müller, Buchrain LU, sprach von einer hohen Qualität der gezeigten Tiere. Zur Miss Wega 2003 wurde die Kuh Fulda aus dem Stall von Alwin Bachmann gekürt. Zur Miss Schöneuter wurde Tunia ernannt, im Besitz von Markus Vogel aus Kesswil. Der anschliessende Jungzüchterwettbewerb kam beim Publikum sehr gut an. Thurgauer Regierung für Milchkuhprämie In seiner Wega-Ansprache stellte Regierungsrat Kaspar Schläpfer fest, dass die grosse Trockenheit deutlich zeigte, dass nicht jedes Jahr mit maximalen Erträgen gerechnet werden dürfe. Der Kanton habe die Ertragsausfälle und teils auch Liquiditätsengpässe mit verschiedenen Massnahmen zu mildern versucht. Das Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau habe die erste Rate der Direktzahlungen früher als in anderen Jahren bezahlt. Zudem habe es die vorzeitige Beweidung von extensiv genutzten Weiden bewilligt. Nach Aussagen von Schläpfer hat der Regierungsrat in seiner Stellungnahme zur Agrarpolitik 2007 festgehalten, dass den Bäuerinnen und Bauern nicht mehr Auflagen übertragen werden sollten. Im Hinblick auf den Abbau der Zölle und der Milchmarktstützung sei ein grosser Preisdruck auf den Käse und damit auf die Milch zu erwarten. Aus diesem Grund schlage der Regierungsrat die Einführung einer Milchkuhprämie vor. Mario Tosato |
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