Ausgabe Nummer 8 (2006)

zurück zur Übersicht

Rindviehhalter stimmen einem BVD-Sanierungsprogramm zu

Viehwirtschaftstagung 2006 in Weinfelden

Rindviehhalter stimmen einem BVD-Sanierungsprogramm zu

An der Viehwirtschaftstagung sprachen sich die Thurgauer Rindviehhalter für die Ausrottung der Rinderseuche BVD aus. Die Sanierungskosten in der Schweiz werden mit rund 55 Millionen Franken beziffert. Im Thurgau belaufen sich die Kosten pro Tier auf mindestens 32 Franken.


Sie erhielten eine Auszeichnung für Kühe mit 100 000 kg Lebensleistung.
(hs)
Im Zentrum der diesjährigen kantonalen Viehwirtschaftstagung stand das hochaktuelle Thema BVD (Bovine Virus Diarrhoe.) Markus Hausammann, Langrickenbach, hat die Auswirkungen dieser Krankheit erfahren müssen. Die Erkennung sei recht schwierig, so Hausammann, man reagiere nicht sofort, wenn bei einem Tier ein Abort erfolge oder wenn ein Kalb in seiner Entwicklung gestört sei. Auf seinem Betrieb sei massiver Schaden entstanden, bis die Diagnose BVD gestellt wurde. Lukas Perler vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET), Kantonstierarzt Paul Witzig und Heinrich Bucher, Schweizerischer Bauernverband, referierten über Ursachen, versteckte Symptome der Krankheit sowie über die einzelnen Schritte, die Auswirkungen sowie über die Finanzierung des Ausrottungskonzepts. Jährlich entstehen in der Schweiz als Folge von BVD Schäden in der Höhe von rund 10 Millionen Franken.

Sanierungsprogramm

Nach verschiedenen Anläufen, die Sanierung voranzutreiben, liegt nun ein ausgearbeitetes Konzept des BVET vor. Das Sanierungsprogramm dauert rund zehn Jahre und verursacht Kosten von zirka 55 Millionen Franken. Für die Thurgauer Tierhalter entstehen folgende Kosten: Pro Tier und Jahr vier Franken, massgebend ist die Tierverkehrsdatenbank (TVD), plus zwei Franken pro Tier und Jahr während zehn Jahren zusätzlich zum bestehenden Beitrag an den Tierseuchenfonds. Damit entstehen pro Tier Kosten in der Höhe von mindestens 32 Franken. In einer Konsultativabstimmung stimmten die anwesenden Landwirte dem Ausrottungskonzept zu.

Grössere Betriebe

Wie Markus Harder, Leiter Fachstelle Nutztierhaltung LBBZ Arenenberg, bekräftigte, habe nach Jahren des Rückgangs sowohl der gesamte Rindviehbestand als auch die Kuhzahl mit 0,7 Prozent wieder leicht zugenommen. Da die Zahl der Besitzer weiter sinke, gehe der Trend zu grösseren Betrieben weiter. Bei den Mutterkühen sei mit plus 335, das sind plus 17,7 Prozent, erneut ein markanter Zuwachs zu verzeichnen, dies allerdings auf vergleichsweise tiefem Niveau. Der Herdebuchbestand der Rassen Braunvieh, Fleckvieh und Holstein verzeichnet für das Jahr 2005 Total 25 121 Tiere, (+320). Die durchschnittliche Milchleis-tung der Braunviehkühe betrug im vergangenen Jahr 7259 kg, bei den Fleckviehkühen 7662 kg und bei den Holstein 8168 kg.

Hanni Schild

Auszeichnung für Kühe mit 100 000 kg Lebensleistung
Eine Ehre für jeden Besitzer bedeutet die Auszeichnung für eine besonders hohe Lebensleistung seiner Kuh. Im vergangenen Jahr haben vierzehn Braunviehkühe und zwei Fleckviehkühe die magische Grenze von 100 000 kg überschritten. Damit wurden seit 1992 bereits 152 Kühe mit einer Plakette des Thurgauer Milchproduzentenverbandes ausgezeichnet.

Braunvieh
Mize
Evora
Diva
Silvana
Dasy
Uhu
Pingu
Petra
Dana
Nancy
Laura
Grischa
Perla
Portugisa
Paul Brühlmann
Heinrich Elliker
Stefan Hess
Beat Horber
Andreas Huber
Kartause Ittingen
Kartause Ittingen
August Löpfe
Armin Lüönd
Josef Niederberger
Walter Roth-Gubler
Urs Thalmann
Andreas Zoller
Jonas Züllig
Egnach

Frauenfeld
Märstettten
Hugelshofen
Buch b. Frauenfeld
Warth
Warth
Buchackern
Braunau
Istighofen
Langrickenbach
Uesslingen
Romanshorn
Uttwil

Fleckvieh
Souris
Marina
André Bourquin
Gerhard Wiesmann
Tuttwil
Oberneunforn

hs