Ausgabe Nummer 34 (2003)
Routinier Ueli Hagen erneut Thurgauer Meister
| Meisterschaften im Wettpflügen im St. Katharinental | ||||||||||
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| Ulrich Peter aus Stadel bei Winterthur heisst der neue Schweizer Meister im Wettpflügen. Bei besten Bedingungen und unter den Augen von gegen 3000 Schaulustigen entschied er den Wettbewerb im St. Katharinental für sich. Thurgauer Meister wurde der Routinier Ueli Hagen aus Hüttwilen vor seinem Bruder Elias. | ||||||||||
«Ich bin sehr zufrieden, es wurde sehr gute Arbeit geleistet», sagte OK-Präsident Kurt Bachmann am Montag nach den Pflügermeisterschaften in St. Katharinental bei Diessenhofen. Tatsächlich konnten die Wettkämpfe auf dem Areal der Staatsdomäne bei trockenen und besten Bedingungen durchgeführt werden. Bereits um 10.00 Uhr morgens mussten die Pflüger der Kategorie Landjugend an den Start. Einige kämpften sogar in Zweierteam mit Selbsthalterpflügen um die Ränge. Gegen Mittag, als dann die Wettkämpfe in den der Kategorie Ausscheidung (TG/SH) und um den Schweizer Meistertitel eröffnet wurden, füllten sich das weitläufige Wettkampfgelände immer mehr mit Volk. Gegen 3000 Gäste, so schätzen die Veranstalter, haben den Pflügermeisterschaften einen Besuch abgestattet. «Viele von ihnen waren aus der nicht-landwirtschaftlichen Bevölkerung», wie OK-Präsident Bachmann feststellen durfte. Florierende Festwirschaft Während die Pflüger mit höchster Konzentration und Präsision die ersten Furchen zogen, zogen sich nicht wenige Gäste ins schattige, aber nicht weniger heisse Festzelt zurück, um sich an kühlen Getränken zu erfrischen. Die Festwirtschaft wurde von den mitorganisieren Thurgauer und Schaffhauser Landjugendgruppen in bewährter Weise geführt. Viele harrten aber auch unter brütender Hitze auf dem Wettkampfareal aus, um ihre Freunde, Väter, Ehemänner und Partner im Wettkampf zu unterstützen. «Beim Wettpflügen geht es um Genauigkeit und Ausdauer», hielt OK-Präsident Kurt Bachmann gegenüber den zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft und gegenüber den Medien fest. Tatsächlich sei das Niveau in der landwirtschaftlichen Sportart ständig gestiegen, bestätigt der Cherfexperte, der Weinfelder Andreas Walter, gegenüber dem Thurgauer Bauer. Die Bewertung der sauber ausgepflügten, trapezförmigen Felder sei daher äusserst anspruchsvoll, bemerkt Walter. Zürcher Doppelsieg Die Aufgabe am besten gelöst hatte in den Augen der Experten der Stadler Ulrich Peter. Er entschied die Schweizer-Meisterschaft mit total 121 Punkten (von 140) für sich. Zweiter wurde mit 112 Punkten Ueli Hug aus Wil/Rafz. Hinter den beiden Zürchern konnte sich der Hüttwiler Ueli Hagen die Bronzemedaille sichern. Routinier Ueli Hagen, der bereits seit 22 Jahren an Wettpflügen teilnimmt, wurde mit einem weiteren Thurgauer Meistertitel für den verpassten Schweizer-Meister-Titel entschädigt. «Ich habe mir gewisse Chancen für den Thurgauer Meistertitel ausgerechnet. Noch lieber hätte ich allerdings einmal den Schweizer-Meister gewonnen», räumt er gegenüber dem Thurgauer Bauer ein. Der Aufwand im Wettpflügen sei in den letzten Jahren ständig gestiegen, bestätigt auch Hagen. Die Pflüge werden technisch immer ausgefeilter, und während er vor Jahren noch mit gewöhnlichen Arbeitsgeräten an den Wettkämpfen teilgenommen habe, bestreite er die Wettkämpfe mit speziellen Sportpflügen. Für internationale Wettkämpfe qualifiziert Ueli Hagen, der in diesem Jahr die Schweiz an den Europameisterschaften in Thüringen vertritt, kann als SM-Dritter nun auch im nächsten Jahr an den Europameisterschaften an den Start gehen. Zudem hat er sich zusammen mit seinem Bruder Elias, der an den Thurgauer-Meisterschaften Silber holte, die Teilnahme an den nächsten Schweizer Meisterschaften im Kanton Aargau gesichert. Der Schweizer-Meister und der Vize-Schweizer-Meister 2003 haben sich für die Weltmeisterschaften 2004 in Nordirland qualifiziert. (hil)
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