Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
15. Juni 2018


Rückblick Ostschweizer Bauerntag

Ausgabe Nummer 2 (2016)

Der Moderator Daniel Seifert aus Sevelen SG fragte zum Anfang das Team des Ostschweizer Bauerntages vom 9. Januar 2016: Auf was Vertraust du? Da kamen Antworten: Auf meine grauen Haare, auf meine Frau, auf Google, auf die Technik, auf das Handy ... Marcel Bäni aus Iglis GR erläuterte in einem kurzweiligen Referat mit tiefgründigen Argumenten, dass mit viel Liebe und Vertrauen auf unseren Schöpfergott eine Treue entsteht, die das Fundament für uns Menschen im Alltag legt.

Bei «schönstem» Regenwetter konnten die Bäuerinnen und Bauern mit gutem Gewissen den Weg nach Neukirch-Egnach antreten, ohne etwas zu verpassen auf Feld und Wiese. In der schön dekorierten Mehrzweckhalle war alles bereit für einen gemütlichen Tag. Ab 9.00 Uhr trafen die Besucher aus nah und fern ein. Bei Kaffee und Zopf konnten Freund- und Bekanntschaften gepflegt und geknüpft werden. Pünktlich um 9.45 Uhr begrüsste uns die fünfköpfige Band mit Lobpreisliedern. Mit dem Lied «Grosser Gott wir loben Dich» schallte es im ganzen Saal mit einheitlicher Stimme.
Der Moderator begrüsste die über 200 Besucher im Saal. Gäste aus allen Ostschweizer Kantonen und sogar aus dem benachbarten süddeutschen Raum fanden den Weg nach Neukirch. Um die Leute im Saal abzuholen, stellte sich das Team, mit lustigen und nachdenklichen Antworten über das Vertrauen vor. Es wurde aber bald klar, dass diese Personen abgesprochene Antworten gaben. So wurde der Tag dann mit dem Psalm (9.11): «Auf dich, Herr, werden alle vertrauen, die dich und deinen Namen kennen, denn wer deine Nähe sucht, den lässt du nie allein.» Der Hauptreferent Marcel Bäni (bekannt als Kursleiter von der BUL) fesselte den Saal mit seiner kurzweiligen Art. Seine Lebensgeschichte, aber auch konkrete Beispiele wie man Gott Vertrauen kann, wurden mit Anschauungsbeispielen aufgezeigt. Jeder soll spüren, dass es befreit, wenn der eigene Schatten hinter sich ist und man ihn nicht immer vor sich anschauen muss. Dafür muss man sich aber umdrehen ... Denn Jesus sagte «Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben». (Johannes 8.12.)
Mit einem ersten Zeugnis aus dem Leben eines Vaters mit seinem Sohn wurde vor Augen geführt, wie Gottes Liebe immer wieder eingreift. Der Vater überstand einen Angriff einer Mutterkuh auf der Alp fast schadenfrei, es hätte aber auch tödlich enden können ... Die anschliessende Gebetszeit für die Politiker und verantwortlichen Personen in unserem Land beendeten wir mit dem Unser Vater-Gebet.
Darauf folgte das Mittagessen. Im Aussenbereich wurden Pommes frites mit Chicken Nuggets vorbereitet, sodass die Besucher innert kurzer Zeit alle mit Essen versorgt waren. Das Kuchenbuffet mit Kaffee wurde in der Mittagszeit rege besucht wobei Bekanntschaften gepflegt wurden.
Als die Band um 13.45 Uhr mit einem Lied die Leute wieder besammelte, berichtete Alois Burger von der Schleife Winterthur über die Geschichte dieses Bauerntags und die Bauernbewegung allgemein. Weiter ermunterte er die Anwesenden, sich zu organisieren und zur gegenseitigen Unterstützung. Die Kraft des gemeinsamen Gebets unterstrichen Zeugnisse aus der Basis. So durfte sich ein Bauer über den Kuhglockenlärm am Heiligabend freuen, weil er bis dahin seine Galtkühe noch auf der Weide hatte und so den Heuvorrat schonen konnte. Oder eine Bäuerin, die durch ein altes Kirchenlied in einer schwierigen Zeit im Spital wieder neuen Mut gefasst hatte.
Es ist einfach schön zu hören, wie Erlebnisberichte aus dem Bauernleben aufzeigen, wie Gott überall und zur jeder Situation eingreifen kann, und wir auf ihn vertrauen können. Um 16.00 Uhr wurden dann die Dankesworte gesprochen. Nach der Verabschiedung waren alle noch zu einem Zvieri eingeladen; wer musste konnte aufbrechen, die anderen hatten noch Zeit für Gespräche. So gingen viele Bauernfamilien gestärkt und mit einem fröhlichen Gesicht wieder nach Hause.
Weitere Infos und Daten der nächsten Regionalen Bauerntage auf www.bauernkonferenz.ch.


Daniel Tschannen







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