Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


Schweizer Braunviehkühe sind Top of Europe

Ausgabe Nummer 15 (2016)

Braunvieh Schweiz und Swissgenetics mit den glänzend auftretenden Braunviehkühen haben bereits vor der Fussball-EM 16 grosse Erfolge in Frankreich gefeiert. An der am vergangenen Wochenende ausgetragenen Europameisterschaft des Braunviehs in Mende triumphierten wie in den letzten Jahren die Schweizer Tiere. Sie errangen sämtliche Titel und untermauerten damit ihre momentane Dominanz.

Mit den Kühen Glenn Baldi, Big Boy Polly und Jongleur Jaqueline schwang die Schweiz im Nationencup oben aus. Sie verwies Italien (2. Rang), Frankreich (3. Rang), Österreich und Deutschland auf die Ehrenplätze. Bezeichnenderweise stammen alle Väter der Siegerkühe aus der Schweiz.

Zeus Palma holt den Europameistertitel
Das spannende Finale vor prall gefüllten Zuschauerrängen war fest in Schweizer Hand. Alle sechs für den Final qualifizierten Kühe stammten aus der Schweiz. Der französische Richter Damien Lechat kürte die gefeierte Siegerin Zeus Palma vom Plantahof, Lanquart GR, zur verdienten Siegerin. Sie bestach in allen Punkten und überzeugte den Juror vor allem wegen ihrer Ausgeglichenheit und ihrem Traumeuter. Palma erweiterte ihr Palmares gewaltig und holte sich insgesamt sechs Titel. Vizechampion wurde Jongleur Norma von Fritz Rietberger aus Malans GR. Der Mention Honorable-Titel ging an Jongleur Jaqueline von WTS Genetics (Kurt Willmann), Menznau LU.

Reihenweise Gold, Silber und Bronze
Das Helferteam rund um Stefan Hodel, Braunvieh Schweiz, bereitete mit grossem Einsatz die Tiere bestens auf ihre Auftritte vor. Als Dank dafür konnten die perfekt von den Vorführern präsentierten Tiere gleich reihenweise Podestplätze gewinnen.
Teammanager Niklaus Wallimann erlebte bei seinem letzten internationalen Auftritt ein absolutes Highlight. Auch für den Exportleiter von Swissgenetics, Urs Spescha, wird sich der Grosserfolg, verbunden mit dem Standauftritt, hoffentlich auf einen erfolgreichen Genetikverkauf auswirken. Denn Schweizer Braunvieh-Genetik ist on the Top! Aber nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland sollte dieser grossartige Auftritt das Selbstbewusstsein und den Glauben in die Braunviehrasse stärken.

Swissgenetics bestach mit Schweizer Genetik
Die neue Genetik mit ausschliesslich Schweizer Vätern wusste in den jungen Abteilungen voll und ganz zu überzeugen. Mit Salomon, Blooming, Alino, Calvin und Norwin gewannen Töchter von jungen Stieren diverse Podestplätze. Sie zeigten damit, dass diese Genetik in Zukunft Schönheit und Leistung ideal verbindet.
Daneben bestach aber auch die «alte» Schweizer Genetik. Dies unterstrichen die sehr vielen Podestplätze an der Schau. Auch die starke italienische Kuhgruppe war geprägt von Schweizer Genetik. Dabei sah man Töchter von den bewährten Schweizer Stieren wie Glenn, Tau, Wurl, Jolden und Jongleur. Das Selektionsteam mit Andy Walser und Stefan Hodel (Braunvieh Schweiz) und Werner Duss (Swissgenetics) bewiesen ein goldenes Händchen. Sie haben bei der Tierauswahl auf die richtigen Kühe respektive Schweizer Genetik gesetzt.

Jungzüchter wurde Dritter
Beim Jungrichterwettbewerb holte der Schweizer Vertreter Philipp Dahinden den dritten Rang. Er behauptete sich gegen eine starke und überzeugende Konkurrenz von etwa 40 Teilnehmern aus Europa. Die Plätze eins und zwei belegte je ein Jungrichter aus Deutschland und Frankreich.

Spektakuläre Auktion
Zusätzlich wurde an der Eurobrune auch eine internationale Auktion mit jungen Rindern und Embryonen aus ganz Europa und Übersee durchgeführt. Die Besucher zeigten sich in Kauflaune, sodass gute Preise erzielt wurden. Das höchste Gebot erzielte mit 10 400.– Euro ein britisches Rind aus der berühmten Linie der Grossmutter Snickerdoodle. Das Schweizer Rind Biver Agilithy wurde als zweitteuerstes Tier mit 8400.– Euro versteigert. Der Durchschnittspreis betrug stolze 5433.– Euro. Bei den Embryonen wurde im Schnitt 1620.– Euro gelöst.

Original Braunvieh im Sonntagsgewand
Viel Applaus heimsten auch die Original Braunviehzüchter ein. Sie präsentierten auf dem europäischen Parkett tolle OB-Tiere. Dabei wussten sie die Anhänger der Doppelnutzung zu begeistern und setzten nach vielen Jahren der Absenz ein weiteres Schweizer Plus.


Braunvieh Schweiz
















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