Ausgabe Nummer 17 (2005)
Schweizer Fernsehen zu Gast auf Thurgauer Bauernhof
| Sonnenaufgangsfrühstück am Bodensee und Ritterspektakel in Landschlacht SF DRS wirft im «Fensterplatz Bodensee» eine neue Sicht auf Bekanntes | |||
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| Wenn der «Fensterplatz» der Redaktion Volkskultur von SF DRS am 5. Mai um 20.55 Uhr auf SF 1 auf Sendung geht, wird das Bodenseegebiet zu besonderen Fernsehehren erkoren. | |||
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| Ortstermin Montag, 18. April, 8.00 Uhr, Montagmorgen auf dem Feierlenhof von Reinhard und Rita Barth in Altnau: Ein technischer Mitarbeiterstab von «tpc productions», einer Tochterfirma von SF DRS, und Rolf Wyss, Redaktion/Realisa-tion; Rémy Trummer, Redaktionsleitung, sowie Sven Epiney, Moderator, im Morgengrauen vorgefahren, um ein Sonnenaufgangsfrühstück zu proben. Als Statis-ten wirken Mitglieder der Tourismuskommission von Altnau, darunter Beat Pretali, Gemeindeammann, mit. Rita Barth und ihr Team sorgen für die Bewirtung der Gäste. Ausgerechnet bei den Aussenaufnahmen, die später beim Zuschauer den Appetit auf regionale Köstlichkeiten wecken sollen, ist für die Protagonisten nichts zu spüren von der «Sonnenecke Bodensee». Im Gegenteil: Eher scheint «Väterchen Frost» seine Hand im Spiel zu haben. Auch Salomé Zellweger, die Apfelkönigin, die in einem Kurzinterview der übrigen Schweiz ihren ungewöhnlichen Adelstitel erklären kann, fühlt sich im Sommer-Outfit eher gestraft als geehrt. Schiffe und Äpfel im Zentrum Für den routinierten Drehstab mit Improvisationstalent ist die nasskalte Witterung kein Problem: Mittels künstlicher Sonne wird später der Eindruck entstehen, das Frühstück im Freien habe bei herrlichstem Frühlingswetter stattgefunden. Die Protagonisten machen das Beste aus der Situation: Auch wenn mindestens drei Probendurchläufe fürs Frühstück nötig sind und die Apfelkönigin feststellt, nun hätte sie für die nächsten drei Tage gefrühstückt, so bleibt doch Platz für Spass und Gelächter. Durch die Tatsache, dass die Familie Barth eine sehr ausführliche Homepage im Internet über ihre Dienstleistungen auf dem Feierlenhof führt, wurde die Redaktion Volkskultur von SF DRS auf sie aufmerksam. Bei der Planung für eine der Sendungen «Fensterplatz», welche den Bodensee vorstellt, wurden sie angefragt, ob unter anderem auch ihr Feierlenhof, als einer von mehreren Drehorten, dienen könnte. Die Bedeutung und den Stellenwert für den Thurgau, im «Fensterplatz» berücksichtigt zu werden, schätzt Rita Barth persönlich als sehr hoch ein. Für Rolf Wyss, der den «Fensterplatz» als eine Image-Geschichte bezeichnet, stehen für diese Sendung die Themen Schiffe und Äpfel im Vordergrund. Emotionen, so betont er, sind das A und O einer solchen Sendung. Mikrokosmos «Bodensee» Einer der Drehorte, bereits etliche Tage vor dem Besuch auf dem Feierlenhof, war auf der MS Säntis ab Romanshorn. Hier wird der Zuschauer unter die Passagiere geführt, die sich mit Most-Fondue verwöhnen lassen. Dies könnte da und dort den Impuls auslösen zur Feststellung «Dieses Vergnügen leisten wir uns auch einmal, damit ist die Ausgehfrage am Wochenende unter Dach und Fach.» Rolf Wyss hat die Schauplätze ausgesucht, die Dialoge geschrieben. Seine Auswahl zeugt von seiner eigenen Begeisterung für die Ostschweiz. Besonders beeindruckt hätten ihn unter anderem die Darbietungen der talentierten «Swing Kids», die auf der MS Säntis bei ihrem Auftritt gefilmt wurden. Rolf Wyss betont, dass die Authentizität einer Sendung wie «Fensterplatz» erst durch persönliche Gespräche mit Personen entsteht. Beim Aussuchen einer Region für den «Fensterplatz» wolle man Impulse für den Tourismus schaffen, damit aber nicht auslösen, dass eine Region danach «überrannt» wird. So erscheint der Bodensee als eine Region, in dem Entdeckungen im Kleinen (Obstlehrpfad) möglich sind. Oder, als Gegensatz, opulente Genüsse wie beim Ritterschmaus im Rittersaal im Gasthof Sonne, Landschlacht, wie dies eine Geburtstagsgesellschaft vorführt. Isabelle Schwander |
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