Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Schweizer Gemüse und Früchte in der industriellen Verarbeitung

Ausgabe Nummer 42 (2014)

Bei einer Betriebsbesichtigung der Bischofszell Nahrungsmittel AG (BINA) haben sich die beiden Thurgauer Nationalräte Hansjörg Walter und Markus Hausammann ein Bild über die industrielle Nahrungsmittel-Produktion gemacht. Im Vordergrund standen dabei die Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit der Schweizer Landwirtschaft und die Internationalisierung.

Vielfältiger Gemüseanbau
Die BINA setzt wenn immer möglich auf Schweizer Rohstoffe. Im Jahr 2013 hat die Verarbeiterin in Bischofszell über 14 000 Tonnen von 14 unterschiedlichen Gemüsesorten aus der Schweiz übernommen. Zum Beispiel Spinat, Bohnen, Karotten, Rhabarbern und viele mehr. Dank der strategischen Zusammenarbeit mit der Migros konnte bis heute zirka 75 Prozent des gesamten Tiefkühlgemüses der Migros auf Schweizer Rohstoffe umgestellt werden. Noch vor zehn Jahren galt es, global zu beschaffen, denn ein erfolgreicher Anbau von Schweizer Gemüse für die industrielle Produktion schien nicht möglich zu sein.

Kartoffelprodukte im Fokus
Die BINA als Verarbeiterin von einem Drittel aller Veredelungskartoffeln (zirka 56 000 Tonnen im Jahr 2013) in der Schweiz ist an einer langfristigen und gegenseitig geschätzten Zusammenarbeit mit den Produzenten interessiert und setzt sich deshalb für faire Wettbewerbsbedingungen im Rohstoffanbau ein.

Swissness im Früchtebereich
Auch bei den Früchten setzt die BINA auf Swissness. Durch jahrelange Anstrengungen konnte ein grosser Teil der Konfitüren-Herstellung auf Schweizer Früchte umgestellt werden. Die grosse Herausforderung ist, zurzeit Produzenten zu finden, welche bereit sind industrielle Früchte zu produzieren. Ein Thema, welches die BINA auch in den nächsten Jahren noch beschäftigen wird.

Engagement weiterhin nötig
Die BINA engagiert sich in grossem Masse für den Erhalt und den Ausbau von Schweizer Rohstoffen für die industrielle Produktion. Die Herausforderungen sind teilweise sehr gross und benötigen weiterhin einen grossen gemeinsamen Einsatz von Produzenten und Verarbeitern. Nur dank Innovationen und Optimierungen können die Herausforderungen im Schweizer Markt gemeinsam gelöst werden.
Die beiden Nationalräte waren beeindruckt von der Vielseitigkeit der Nahrungsmittelverarbeitung im Kanton Thurgau und haben sich an den aktuellen Herausforderungen der Verarbeitungsindustrie sehr interessiert gezeigt. (mgt)




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