Ausgabe Nummer 30 (2009)
Schweizerpsalm und prominente Brunchbesucher
Bald ist es soweit: Am 1. August findet zum 17. Mal der Brunch auf dem Bauernhof statt. Die Vorbereitungsarbeiten bei den rund 420 Bauernfamilien, davon 12 aus dem Thurgau, laufen auf Hochtouren. Die Anmeldung direkt bei den Brunchhöfen ist obligatorisch und die Frist läuft noch bis zum 30. Juli.
Dieses Jahr mit dabei unter anderen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf als Privatperson zusammen mit dem Präsidenten des Bündner Bauernverbands, Nationalrat Hansjörg Hassler, auf dem Bauernbetrieb der Familie Bühler in Urmein (GR). In Siebnen (SZ) bei Familie Düggelin wird Bundesrat Ueli Maurer erwartet, der vom Bauernverbandspräsidenten Hansjörg Walter begleitet wird.
Text des Schweizerpsalms nur Wenigen bekannt
An offiziellen Anlässen wie zum Beispiel der Bundesfeier am 1. August, werden deshalb meistens Handzettel mit dem Liedtext verteilt, damit die Leute wenigstens die erste Strophe mitsingen können. Das Lied wurde 1841 von Alberich Zwyssig, einem Zisterziensermönch des Klosters Wettingen, zu einem Text von Leonhard Widmer komponiert. Als offizielle Nationalhymne wurde es 1961 eingesetzt. Zuvor wurde «Rufst du mein Vaterland» zur Melodie von «God Save the Queen» gesungen.
Bis zum 1. August bleibt noch ein wenig Zeit, um den Text der Nationalhymne auswendig zu lernen (siehe unten) um diesen bei den Festlichkeiten aus voller Kehle ohne Handzettel mitzusingen.
Verband Thurgauer Landwirtschaft, Beat Zwahlen
Schweizer Nationalhymne – Schweizerpsalm
1. Strophe
Trittst im Morgenrot daher,
Seh’ ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
2. Strophe
Kommst im Abendglühn daher,
Find’ ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen!
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
3. Strophe
Ziehst im Nebelflor daher,
Such’ ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
4. Strophe
Fährst im wilden Sturm daher,
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender, Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt,
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Leonhard Widmer

