Ausgabe Nummer 36 (2008)
Silomais: Wie die Ernte, so die Leistung
Silomais hat dank seinem hohen Ertrag, seinem guten Energiewert und seinen vergleichsweise
günstigen Produktionskosten eine sehr grosse Bedeutung in der Milchvieh-
und Mastviehfütterung. Aller Silomais muss aber konserviert werden und jährlich
können bei der Lagerung grosse Verluste durch Nachgärungen und Schimmelbildung
entstehen, welche das positive Bild trüben. Das richtige Erntestadium, die Häckselqualität
und die Verdichtung im Silo und der Zustand der Silos entscheiden über den Futterwert,
den Futterverzehr und die Haltbarkeit der Silage.
Sorte, Gesundheit, Erntezeitpunkt und Schnitthöhebestimmen den Bruttoertrag, den Bruttonährwert und die Siliereignung Aus dem vielfältigen Sortenangebot wird man eine Sorte aus der richtigen Reifegruppe mit hohem Gehalt an verdaulicher organischer Substanz (VOS) und guter Krankheitsresistenz gewählt haben. Nun gilt es, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte nicht zu verpassen. Nährstoffertrag und -gehalt sind optimal, wenn der Mais unter guten Wachstumsbedingungen ein Maximum an Stärke in die Körner eingelagert hat und die Restpflanze noch nicht zu stark verholzt, vergilbt und vertrocknet ist. Dieses Stadium der Teigreife ist dann erreicht, wenn die Kolben einen TS-Gehalt um 55 Prozent und die Ganzpflanzen einen solchen von 30 bis 35 Prozent erreicht haben. In diesem Stadium sind die Bedingungen für die notwendige Milchsäuregärung gut, es gibt keinen Gärsaft, die Verdichtbarkeit ist noch gut, und der TS-Verzehr wird hoch sein.
Den Reifegrad kann man mit der Fingernagelprobe abschätzen (siehe Kasten). Man nimmt sie bei Kolben aus dem Feldinnern vor.
Schätzung des Reifegrades von Silomais mit der Fingernagelprobe
Online kann man die aktuelle Silomaisreife nach der Wärmesumme berechnen: www.alp.admin.ch/dienstleistungen.. Für den Standort Güttingen zum Beispiel ergab sich am 28. August beim Saattermin 5. Mai ein geschätzter TS-Gehalt von 28 Prozent.
Die Schnitthöhe wird man bewusst nicht zu tief ansetzen, weil der unterste Stängelabschnitt einen sehr tiefen Gehalt hat und meist auch verschmutzt ist.Werden 40 bis 50 cm hohe Stoppeln stehen gelassen, kann der NEL-Gehalt etwa um 0,5 MJ erhöht werden bei etwa 20 Prozent tieferem TS-Ertrag; sicher lohnend bei hohen tierischen Leistungen.
Auf die spätere Entwicklung von Schimmelpilzen und Hefen in der Silage ist auch der Besatz des Ausgangsmaterials mit diesen Keimen von Bedeutung. Deshalb sind gesunde Pflanzen, die noch nicht zu stark ausgetrocknet sind und auch nicht wochenlang feuchtwarmer Herbstwitterung ausgesetzt waren, weniger anfällig auf Schimmel- und Mykotoxinbildung und Nacherwärmung.
Die Häckselqualität, berechtigter Stolz jeden Häckslerfahrers
Der exakt eingestellte und arbeitende Corncracker zum Aufbruch jeden Maiskorns ist entscheidend für den Fütterungserfolg, dann folgt der exakte Schnitt auch der Blätter und Lieschen und dann die Häcksellänge, welche für die Verdichtung und damit Verhinderung von Nachgärungen wichtig sind.Andererseits darf die das Wiederkauen anregende Struktur nicht ganz zerstört werden. Grundsätzlich gilt es, den Mais umso kürzer zu häckseln, je trockener er ist. Somit ergibt sich folgende Empfehlung: Bei unreifem Mais 8 bis 10 mm, im optimalen Stadium 6 bis 8 mm, bei überreifem Mais 5 bis 6 mm Häcksellänge. Es gibt heute technische Einrichtungen, eingebaut in Grosshäcksler, mit denen der TS-Gehalt fortlaufend gemessen werden kann, um dann laufend die optimale Häcksellänge einzustellen. Damit lassen sich nicht zuletzt grosse Treibstoffeinsparungen erzielen.
Einfüllen: Eile mit Weile
Es ist vorteilhaft, wenn die Silos zügig eingefüllt werden und die Luft rasch ausgetrieben wird. So können sich die sauerstoffbenötigenden Gärschädlinge im gehäckselten Mais weniger entwickeln und die Veratmung von Zucker und Stärke durch die Pflanzenzellen wird gestoppt. Aber die starke Verdichtung des Siliergutes ist das A und O beim Einsilieren und muss deshalb mit der nötigen Sorgfalt geschehen. Die Verdichtung muss verhindern, dass nachträglich während der Lagerung und dann vor allem nach dem Öffnen des Silos möglichst wenig Luft in den Futterstock eindringen kann und so die noch vorhanden Hefen und Schimmelpilzsporen zu neuem Leben erwecken kann. Die Eindringtiefe der Luft kann durch gute Verdichtung ohne weiteres halbiert werden gegenüber lässiger Verdichtung.
Im Flachsilo heisst das: Die Walzarbeit bestimmt die Einfuhrleistung. Pro Stunde darf maximal das dreifache Gewicht des Walzfahrzeuges eingeführt werden. Der Walztraktor hat mindestens 2 Bar Reifendruck und ist ohne Doppelbereifung. Pro Schicht von maximal 30 cm Dicke sind zwei bis drei Überfahrten mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 4 km/h anzustreben. Den Seitenwänden entlang wird etwas höher eingefüllt als in der Mitte, die Wölbung wir erst am Schluss erzeugt, danach mindestens noch eine halbe Stunde walzen, bis die Oberfläche keine Fahrrinnen mehr hat. Die luftdichte Abdichtung muss sofort und professionell erfolgen: Einschlagen der Wandfolie, dann die dünne Unterziehfolie und die Zudeckfolie über die Wände hinaus verlegen mit Splittsäcken den Wänden entlang, und zum Schluss das Schutzgitter und die Splittsäcke am Rand und alle 4 m quer über den Silo.
Im Hochsilo heisst das: Der Einfüllkegel wird zwischendurch und am Schluss verteilt. Die Oberfläche wird dann festgestampft, luftdicht zugedeckt und beschwert. Auch eine Grasschicht ist dazu geeignet, abzuschliessen und zu pressen.
Bei Ballen heisst das: Die Verdichtung muss hier auch maximal sein. Es ist Qualitätsfolie zu verwenden und sechs bis acht Folienlagen sind nötig. Die Ballen sind möglichst gut gegen spätere Beschädigungen zu schützen.
Siliermittel zur Vorbeugung von Nachgärungen
Silomais ist auf Grund seines hohen Zuckergehaltes und der geringen Pufferkapazität leicht silierbar. Auch ohne Siliermittelzusatz wird viel Milchsäure gebildet und dadurch der pH-Wert rasch abgesenkt. Zur Vorbeugung von Nachgärungen und Schimmelbildung gibt es aber wirksame chemische Produkte, heterofermentative Milchsäurebakterien (bilden Milch- und Essigsäure) und kombinierte Produkte (siehe Liste der empfohlenen Siliermittel). Die chemischen Produkte sind teurer als die andern, sollten aber wegen ihrer sicheren Wirkung sicher im schlechtesten Fall eingesetzt werden. Der Einsatz der Siliermittel muss gemäss Anleitung in exakter Dosierung und Verteilung in der gesamten Silage, am besten also mit Dosiergeräten, erfolgen. Immer wenn die Gefahr für Nachgärungen erhöht ist, sollte ein Siliermittel eingesetzt werden, aber sinnvoll ist auch ihr Einsatz als Versicherung. Erhöhte Gefahr für Nachgärung besteht insbesondere bei:
? zu hohem TS-Gehalt oder bei Trockenheits- oder Frostschaden
? Mais, der weit transportiert werden muss
? schlechter Verdichtung
? Silomais für die Sommerfütterung
? zu kleiner Entnahmemenge pro Tag
? der obersten Schicht im Hochsilo.
Silo nicht zu früh öffnen
Damit nach der primären Milchsäuregärung auch für die nachfolgenden Stabilisierungsvorgänge genügend Zeit bleibt, bevor bei der Entnahme der Luftstress kommt, sollten Silos und auch Maissilageballen erst nach vier bis sechs Wochen geöffnet werden.
Ein grosser Entnahmevorschub verhindert Nachgärung
Auch im besten Fall bleibt angebrochene Silage nur ein paar Tage stabil, bevor infolge Sauerstoffzutritt die Nachgärungsprozesse einsetzen. Folgende Richtwerte gelten für die minimale Entnahmemenge: Hochsilo: im Winter 10 cm, im Sommer 15 cm pro Tag (mit Fräse etwa die Hälfte). Flachsilo: im Winter 1 m, im Sommer 1,5 m pro Woche.
Bei der Entnahme darf die verbleibende Futterschicht nicht aufgelockert werden.
Wie kann die Entnahmemenge vergrössert werden?
Besonders bei der Sommerfütterung in Milchviehbetrieben muss oft viel teurer Silomais statt günstigem Weide- oder Frischgras gefüttert werden, nur damit der Mais nicht heiss wird. Beim Bau neuer Siloanlagen muss die Siloanbruchfläche pro Kuh genau abgeklärt werden. Beim Ballensystem ist das Problem weniger akut. Mit Silogemeinschaften (gemeinsam einfüllen, gemeinsame Entnahme) liesse sich das Problem oft auf einen Schlag lösen. Dazu braucht es etwas Flexibilität und Vertrauen, welche aber mit grossen Arbeitszeiteinsparungen belohnt würden.
BBZ Arenenberg, Fachstelle Pflanzenbau, Bernhard Kraft
Sorte, Gesundheit, Erntezeitpunkt und Schnitthöhebestimmen den Bruttoertrag, den Bruttonährwert und die Siliereignung Aus dem vielfältigen Sortenangebot wird man eine Sorte aus der richtigen Reifegruppe mit hohem Gehalt an verdaulicher organischer Substanz (VOS) und guter Krankheitsresistenz gewählt haben. Nun gilt es, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte nicht zu verpassen. Nährstoffertrag und -gehalt sind optimal, wenn der Mais unter guten Wachstumsbedingungen ein Maximum an Stärke in die Körner eingelagert hat und die Restpflanze noch nicht zu stark verholzt, vergilbt und vertrocknet ist. Dieses Stadium der Teigreife ist dann erreicht, wenn die Kolben einen TS-Gehalt um 55 Prozent und die Ganzpflanzen einen solchen von 30 bis 35 Prozent erreicht haben. In diesem Stadium sind die Bedingungen für die notwendige Milchsäuregärung gut, es gibt keinen Gärsaft, die Verdichtbarkeit ist noch gut, und der TS-Verzehr wird hoch sein.
Den Reifegrad kann man mit der Fingernagelprobe abschätzen (siehe Kasten). Man nimmt sie bei Kolben aus dem Feldinnern vor.
Schätzung des Reifegrades von Silomais mit der Fingernagelprobe
| Reifegrad | TS-Gehalt Ganzpflanze | TS-Gehalt Kolben | Fingernagelprobe |
| Milchreife | 20 - 25 % | unter 35 % | Korn leicht zerdrückbar, spritzt. Korn milchig. Blätter und Spindeln grün. |
| Beginn Teigreife | 25 - 30 % | 35 - 50 % | Korn teigig, am Spindelansatz noch feucht. |
| Teigreife | 30 - 35 % | 50 - 60 % | Korn teigig bis mehlig. Korn mit Fingernagel noch ritzbar. |
| Vollreife (Drusch) | über 35 % | über 60 % | Korn glasig, nicht mehr ritzbar. Blätter und Lieschen trocken und spröde. |
Online kann man die aktuelle Silomaisreife nach der Wärmesumme berechnen: www.alp.admin.ch/dienstleistungen.. Für den Standort Güttingen zum Beispiel ergab sich am 28. August beim Saattermin 5. Mai ein geschätzter TS-Gehalt von 28 Prozent.
Die Schnitthöhe wird man bewusst nicht zu tief ansetzen, weil der unterste Stängelabschnitt einen sehr tiefen Gehalt hat und meist auch verschmutzt ist.Werden 40 bis 50 cm hohe Stoppeln stehen gelassen, kann der NEL-Gehalt etwa um 0,5 MJ erhöht werden bei etwa 20 Prozent tieferem TS-Ertrag; sicher lohnend bei hohen tierischen Leistungen.
Auf die spätere Entwicklung von Schimmelpilzen und Hefen in der Silage ist auch der Besatz des Ausgangsmaterials mit diesen Keimen von Bedeutung. Deshalb sind gesunde Pflanzen, die noch nicht zu stark ausgetrocknet sind und auch nicht wochenlang feuchtwarmer Herbstwitterung ausgesetzt waren, weniger anfällig auf Schimmel- und Mykotoxinbildung und Nacherwärmung.
Die Häckselqualität, berechtigter Stolz jeden Häckslerfahrers
Der exakt eingestellte und arbeitende Corncracker zum Aufbruch jeden Maiskorns ist entscheidend für den Fütterungserfolg, dann folgt der exakte Schnitt auch der Blätter und Lieschen und dann die Häcksellänge, welche für die Verdichtung und damit Verhinderung von Nachgärungen wichtig sind.Andererseits darf die das Wiederkauen anregende Struktur nicht ganz zerstört werden. Grundsätzlich gilt es, den Mais umso kürzer zu häckseln, je trockener er ist. Somit ergibt sich folgende Empfehlung: Bei unreifem Mais 8 bis 10 mm, im optimalen Stadium 6 bis 8 mm, bei überreifem Mais 5 bis 6 mm Häcksellänge. Es gibt heute technische Einrichtungen, eingebaut in Grosshäcksler, mit denen der TS-Gehalt fortlaufend gemessen werden kann, um dann laufend die optimale Häcksellänge einzustellen. Damit lassen sich nicht zuletzt grosse Treibstoffeinsparungen erzielen.
Einfüllen: Eile mit Weile
Es ist vorteilhaft, wenn die Silos zügig eingefüllt werden und die Luft rasch ausgetrieben wird. So können sich die sauerstoffbenötigenden Gärschädlinge im gehäckselten Mais weniger entwickeln und die Veratmung von Zucker und Stärke durch die Pflanzenzellen wird gestoppt. Aber die starke Verdichtung des Siliergutes ist das A und O beim Einsilieren und muss deshalb mit der nötigen Sorgfalt geschehen. Die Verdichtung muss verhindern, dass nachträglich während der Lagerung und dann vor allem nach dem Öffnen des Silos möglichst wenig Luft in den Futterstock eindringen kann und so die noch vorhanden Hefen und Schimmelpilzsporen zu neuem Leben erwecken kann. Die Eindringtiefe der Luft kann durch gute Verdichtung ohne weiteres halbiert werden gegenüber lässiger Verdichtung.
Im Flachsilo heisst das: Die Walzarbeit bestimmt die Einfuhrleistung. Pro Stunde darf maximal das dreifache Gewicht des Walzfahrzeuges eingeführt werden. Der Walztraktor hat mindestens 2 Bar Reifendruck und ist ohne Doppelbereifung. Pro Schicht von maximal 30 cm Dicke sind zwei bis drei Überfahrten mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 4 km/h anzustreben. Den Seitenwänden entlang wird etwas höher eingefüllt als in der Mitte, die Wölbung wir erst am Schluss erzeugt, danach mindestens noch eine halbe Stunde walzen, bis die Oberfläche keine Fahrrinnen mehr hat. Die luftdichte Abdichtung muss sofort und professionell erfolgen: Einschlagen der Wandfolie, dann die dünne Unterziehfolie und die Zudeckfolie über die Wände hinaus verlegen mit Splittsäcken den Wänden entlang, und zum Schluss das Schutzgitter und die Splittsäcke am Rand und alle 4 m quer über den Silo.
Im Hochsilo heisst das: Der Einfüllkegel wird zwischendurch und am Schluss verteilt. Die Oberfläche wird dann festgestampft, luftdicht zugedeckt und beschwert. Auch eine Grasschicht ist dazu geeignet, abzuschliessen und zu pressen.
Bei Ballen heisst das: Die Verdichtung muss hier auch maximal sein. Es ist Qualitätsfolie zu verwenden und sechs bis acht Folienlagen sind nötig. Die Ballen sind möglichst gut gegen spätere Beschädigungen zu schützen.
Siliermittel zur Vorbeugung von Nachgärungen
Silomais ist auf Grund seines hohen Zuckergehaltes und der geringen Pufferkapazität leicht silierbar. Auch ohne Siliermittelzusatz wird viel Milchsäure gebildet und dadurch der pH-Wert rasch abgesenkt. Zur Vorbeugung von Nachgärungen und Schimmelbildung gibt es aber wirksame chemische Produkte, heterofermentative Milchsäurebakterien (bilden Milch- und Essigsäure) und kombinierte Produkte (siehe Liste der empfohlenen Siliermittel). Die chemischen Produkte sind teurer als die andern, sollten aber wegen ihrer sicheren Wirkung sicher im schlechtesten Fall eingesetzt werden. Der Einsatz der Siliermittel muss gemäss Anleitung in exakter Dosierung und Verteilung in der gesamten Silage, am besten also mit Dosiergeräten, erfolgen. Immer wenn die Gefahr für Nachgärungen erhöht ist, sollte ein Siliermittel eingesetzt werden, aber sinnvoll ist auch ihr Einsatz als Versicherung. Erhöhte Gefahr für Nachgärung besteht insbesondere bei:
? zu hohem TS-Gehalt oder bei Trockenheits- oder Frostschaden
? Mais, der weit transportiert werden muss
? schlechter Verdichtung
? Silomais für die Sommerfütterung
? zu kleiner Entnahmemenge pro Tag
? der obersten Schicht im Hochsilo.
Silo nicht zu früh öffnen
Damit nach der primären Milchsäuregärung auch für die nachfolgenden Stabilisierungsvorgänge genügend Zeit bleibt, bevor bei der Entnahme der Luftstress kommt, sollten Silos und auch Maissilageballen erst nach vier bis sechs Wochen geöffnet werden.
Ein grosser Entnahmevorschub verhindert Nachgärung
Auch im besten Fall bleibt angebrochene Silage nur ein paar Tage stabil, bevor infolge Sauerstoffzutritt die Nachgärungsprozesse einsetzen. Folgende Richtwerte gelten für die minimale Entnahmemenge: Hochsilo: im Winter 10 cm, im Sommer 15 cm pro Tag (mit Fräse etwa die Hälfte). Flachsilo: im Winter 1 m, im Sommer 1,5 m pro Woche.
Bei der Entnahme darf die verbleibende Futterschicht nicht aufgelockert werden.
Wie kann die Entnahmemenge vergrössert werden?
Besonders bei der Sommerfütterung in Milchviehbetrieben muss oft viel teurer Silomais statt günstigem Weide- oder Frischgras gefüttert werden, nur damit der Mais nicht heiss wird. Beim Bau neuer Siloanlagen muss die Siloanbruchfläche pro Kuh genau abgeklärt werden. Beim Ballensystem ist das Problem weniger akut. Mit Silogemeinschaften (gemeinsam einfüllen, gemeinsame Entnahme) liesse sich das Problem oft auf einen Schlag lösen. Dazu braucht es etwas Flexibilität und Vertrauen, welche aber mit grossen Arbeitszeiteinsparungen belohnt würden.
BBZ Arenenberg, Fachstelle Pflanzenbau, Bernhard Kraft

