Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Stärkung der Wertschöpfung für lokale Lebensmittelproduktion

Ausgabe Nummer 20 (2018)

Generalversammlung 2018 der Interessengemeinschaft Thurgauer Geschenkharass

Schon so manchem Referenten, einem «Heimweh- Thurgauer» oder dem treuen Kunden eines Unternehmens, bescherte ein «Thurgauer Geschenkharass» in den letzten 22 Jahren köstliche Gaumenfreuden.

Anfang Mai trafen sich der Vorstand der IG Thurgauer Geschenkharass, Lieferanten sowie bäuerliche und gewerbliche Produzenten zur GV im gastgebenden Betrieb Käserei Müller Thurgau AG Hagenwil-Amriswil. Nach einer Betriebsbesichtigung führten Kurt Werren, Präsident, Rita Barth, Verteilzentralenleiterin, und Nadja Anderes, Mitarbeiterin auf der Geschäftsstelle von Thurgau Tourismus, durch die 22. Generalversammlung. Im vergangenen Jahr hatten die fünf Verteilzentralen (Altnau, Dettighofen, Matzingen, Hosenruck, Zihlschlacht) knapp 4500 Geschenkharasse in verschiedenen Grössen verkauft. Hinter dem Geschenkharass stehen mehrere Bauernfamilien und gewerbliche Betriebe, die Produkte für den «kulinarischen Botschafter des Thurgaus» liefern. Seit zwei Jahren wird ein Teil des Sortiments auch in einer Kartontasche, ebenfalls im typischen Erscheinungsbild des Harasses, angeboten. Die Tasche mit dem kleinen Sortiment erreicht jene Käufer, die nicht das «ganz grosse Geschenk» wünschen, aber ein Mitbringsel suchen, welches Wertschätzung ausdrückt. Nadja Anderes berichtete, dass 2017 die fünf Verteilzentralen Wegweiser und Plexiglastafeln erhielten, damit Kunden den Weg zu den Höfen leichter finden. In seinem Ausblick betreffend Aktivitäten informierte der Vorstand, dass der Geschenkharass 2018 auf einen eigenen Standauftritt an der Wega verzichtet, jedoch am Stand der Strähl Käse AG, ebenfalls ein Lieferant für den Harass, präsent ist.

Regelmässige Bewerbung unerlässlich
Bei Thurgau Tourismus wird Social Media für die Werbung genutzt. Die ständige Präsenz des Harasses auf der Homepage von Thurgau Tourismus, die Auftritte von IG-Mitgliedern an saisonalen Märkten und Messen sowie das wöchentliche Zeitungsinserat tragen dazu bei, dass der Harass auf breiter Ebene wahrgenommen wird. «Nachhaltige Werbung versprechen wir uns auch von Produktkostproben. Deshalb ist vorgesehen, am SlowUp in Romanshorn den Besuchern getrocknete Apfelringe aus dem Harasssortiment abzugeben», so Nadja Anderes. Rita Barth betonte, dass für den Harass die regelmässige Bewerbung unerlässlich ist. Das Ziel der IG Thurgauer Geschenkharass ist auch nach 22 Jahren unverändert: Es war und ist die Stärkung der Wertschöpfungskette für die lokale Lebensmittelproduktion. «Mit einer hohen Produktqualität, der Solidarität mit den Lieferanten, Marketing und der guten Zusammenarbeit mit Thurgau Tourismus ist es gelungen, dass unser Angebot sich am Markt bewährt hat. Massgeblich zum Erfolg beigetragen hat aber insbesondere, dass wir unsere einheimischen Produkte mit Überzeugung anbieten und die Kunden spüren, wieviel Engagement und Arbeit wir dafür einbringen. Für unser Angebot ist die Mund-zu-Mund-Propaganda zufriedener Kunden ebenfalls ein Erfolgsfaktor.»


Isabelle Schwander




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