Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
19. Januar 2018


Starker Franken kurbelt Einkaufstourismus an

Ausgabe Nummer 27 (2015)

Der Einkaufstourismus hat mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 deutlich zugenommen. Vor allem Lebensmittel werden im Ausland eingekauft. Dies zeigt eine Studie der Universität St. Gallen.

Das Forschungszentrum für Handelsmanagement an der Universität St. Gallen hat 3000 Einkaufstouristen in der Deutschschweiz befragt. Die Ergebnisse wurden heute veröffentlicht, hier die wichtigsten Resultate:
– Die Aufgabe des Euro-Mindestkurses Mitte Januar 2015 hat den
   Einkaufstourismus befeuert: Rund die Hälfte der Befragten gaben
   an, seither mehr im grenznahen Ausland einzukaufen.
– Am häufigsten werden Lebensmittel und Drogerie- Artikel im
   Ausland eingekauft. Mit einem Umsatzabfluss von 2,8 Milliarden
   Franken ist die Schweizer Lebensmittelbranche am stärksten
   betroffen. Insgesamt verliert der Schweizer Detailhandel rund
   9 Milliarden Franken durch den Einkaufstourismus.
– Konsumenten nehmen teils weite Wege in Kauf. Im Durchschnitt
   fahren Einkaufstouristen fast eine Stunde und nehmen einen Weg
   von zirka 50 km auf sich. Mehr als 20 Prozent der Konsumenten
   nehmen einen Weg von über einer Stunde in Kauf.
– Vom Einkaufstourismus sind nicht nur grenznahe Regionen der
   Schweiz betroffen. Auch Konsumenten aus den Kantonen Zug,
   Luzern, Schwyz und Bern decken mehr als 30 Prozent ihres
   Bedarfes im Ausland.
– Im Durchschnitt kaufen Konsumenten zirka 8,5 Mal pro Jahr
   Lebensmittel im Ausland ein. Pro Einkauf geben sie durchschnittlich
   rund 155 Franken für Lebensmittel aus.

(lid)




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