Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Stolz auf die jungen Berufsleute

Ausgabe Nummer 28 (2014)

Die Schlussfeier auf dem BBZ Arenenberg war einmal mehr sehr eindrücklich.

«Was der Dünger für den Boden, ist die Bildung für den Geist», stellte Bruno Meili, Präsident der Berufsbildungskommission des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft (VTL), zu Beginn der Schlussfeier fest. Das Bildungszentrum Arenenberg und der VTL zeigten sich über den Grossaufmarsch der Eltern, Lehrmeister, Angehörigen und Freunde der Absolventinnen und Absolventen sehr erfreut.
Martin Huber, Direktor des Bildungs- und Beratungszentrum (BBZ) Arenenberg, erklärte, dass das BBZ Arenenberg sich zum Ziel setze, die Auszubildenden nicht nur fachlich zu unterrichten, sondern auch auf der persönlichen Ebene weiter zu bringen. Huber betonte, dass das BBZ Arenenberg nicht nur eine Bildungsstätte, sondern auch ein Begegnungsort sei. So fanden auf dem Arenenberg in diesem Jahr bereits 500 Veranstaltungen statt.

Von der Lehrabschlussprüfung zum Qualifikationsverfahren
Chefexperte Christof Baumgartner erklärte, dass das Qualifikationsverfahren (QV) nach den neuen, national einheitlichen Vorgaben durchgeführt wurde. Die Bezeichnung laute nun «QV» und nicht mehr «Lehrabschlussprüfung » (LAP). Er dankte den Lehrmeistern, ÜK-Instruktoren und Lehrkräften, welche die Absolventinnen und Absolventen auf dem Ausbildungsweg begleitet und an das Ziel herangeführt haben. Baumgartner zeigte sich erfreut über die guten Noten. Die fünf Agrarpraktiker absolvierten eine zweijährige Ausbildung mit Schwerpunkt praktische Arbeiten. In einer viereinhalbstündigen Prüfung wurden sie in den Bereichen Mechanisierung, Pflanzenbau und Tierhaltung getestet.
Ein erster Prüfungsteil zum Abschluss der Ausbildung zum Landwirt mit eidgenössischen Fähigkeitsausweis erfolgte mit der praktischen Mechanisierung und der praktischen Tierhaltung 1 bereits vor einem Jahr. In den vergangenen drei Monaten stand für die Kandidaten ein geballtes Programm an: Die Präsentation der selbstständigen Vertiefungsarbeit (SVA), vier mündliche, vier schriftliche und nochmals eine dreistündige Prüfung auf dem Lehrbetrieb.

Vier Kandidaten haben nicht bestanden
57 Lernende sind zur Prüfung angetreten, 53 haben bestanden. Zusätzlich zur Gesamtnote von mindestens 4,0 mussten die Kandidaten auch in der Berufspraxis und in den Berufskenntnissen eine genügende Note erreichen.

Nominierung zur ersten SwisssSkills
Christof Baumgartner informierte über die Nominierung zu den Berufsmeisterschaften SwissSkills, welche vom 17. bis 21. September auf dem Bernexpo- Gelände in Bern stattfinden. Auch die Landwirtschaft wird ihren Schweizer Meister küren. Der Kanton Thurgau darf mit Ruedi Stalder aus Weingarten und Christian Blaser aus Herdern zwei Kandidaten stellen. «Auf Pikett» wurden Regula Bommer aus Amlikon und Fabian Brüschweiler aus Bissegg nominiert. Ruedi Grunder informierte über die höhere Berufsbildung und Meisterprüfung Landwirtschaft. Geehrt wurden Thomas Bäbi, Romanshorn; Roland Bamert, Wuppenau; Philipp Maier, Eschenz, und Felix Raschle, Buch bei Märwil. Die Resultate der Meisterprüfungen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Stolz auf die jungen Berufsleute
Urs Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizer Bauernverbandes, freute sich, dass er als ehemaliger Mitarbeiter des Landwirtschaftsamtes Thurgau und danach als Bauernsekretär des damaligen Thurgauer Bauernverbandes die Grussworte überbringen durfte. Er betonte die Wichtigkeit der beruflichen Ausbildung. «Alle, welche an dieser Feier ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis erhalten, passieren einen Meilenstein. Dieses Wort bedeutet, dass man etwas erreicht hat, aber gleichzeitig sagt es, dass der Weg nicht zu Ende ist», sagte Schneider. Deshalb gelte es, neue Ziele und neue Meilensteine zu setzen. Er gab den erfolgreichen Absolventen den Rat, sich ständig weiterzubilden, zum Beispiel in Form der Meisterprüfung.


Mario Tosato







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