Ausgabe Nummer 23 (2010)

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Strickhof-Mutterkuhtag

Bald 5000 Mutterkuhbetriebe

Im Fokus des Strickhof-Mutterkuhtages in Etzwilen stand die Fleischqualität der Mutterkuhhaltung. Hans-Ueli Küng stellte die Rasse Charolais vor.

 

Claude Gerwig, Leiter höhere Berufsbildung und berufl iche Weiterbildung am Strickhof, gab der Freude Ausdruck, dass er das Gusswort zum Strickhof-Mutterkuhtag auf dem Betrieb von Karin und Hans-Ueli Küng in Etzwilen halten durfte. Dabei betonte er, dass die Teilnehmer an diesen Weiterbildungstagen viel profi tieren können, sei dies durch die Erhöhung der Rentabilität oder die Steigerung der Lebensqualität der Tiere. Gerwig erzählte, dass er bei seiner Diplomarbeit vor 13 Jahren die Verzehnfachung der Mutterkuhbetriebe innerhalb von zehn Jahren vorausgesagt habe. Bis heute hätten sich die Mutterkuhbetriebe allerdings erst verfünffacht.

 

BeefNet – die Online-Datenbank

Die Anzahl der Mitglieder der Mutterkuh Schweiz entwickelt sich weiter. Der Mitgliederstand sei per 30. April auf 4974 Betriebe gewachsen, stellt Peter Leuenberger, Leiter Markenprogramm Mutterkuh Schweiz, fest. Seit Januar stehe den Mitgliedern von Mutterkuh Schweiz die Website BeefNet zur Verfügung. Bereits haben sich über 1000 Betriebe für Beef- Net angemeldet. Zertifikate und Zuchtausweise bestellen, Belegungen melden und die aktuellste Version der Tierlisten drucken werde mit BeefNet gut genutzt, freut sich Leuenberger.

 

Attraktives Angebot an Markenprogrammen

Mit den Markenprogrammen Natura- Veal, Natura-Beef und SwissPrimGourmet stehe den Mutterkuhhaltern ein attraktives Angebot für die Vermarktung der Tiere zur Verfügung. Mit Natura-Veal, Kalbfl eisch aus Mutterkuhhaltung, sei das Angebot letztes Jahr erweitert worden. Bereits im laufenden Jahr konnten mehr Tiere geschlachtet werden als im gesamten Vorjahr. Die gute Nachfrage nach Natura- Veal und die positive Umsatzentwicklung erlauben, dass Coop Natura-Veal Kalbfl eisch aus Mutterkuhhaltung an weiteren Standorten anbiete, sagte Leuenberger.

 

Charolais-Kälber mit höchster Tageszunahme

Wie Hans-Ueli Küng erklärte, weisen die Charolais-Kälber die höchsten Tageszunahmen bis zum Absetzen aus. Nach CH-TAX verfügen Charolais über die beste Taxierung und überzeugen durch problemlose Abkalbung, beste Muttereigenschaften und sehr gute Raufutterverwertung. Um diese Vorteile ausnutzen zu können, brauchen sie aber ständig zu fressen. Nach Angaben des überzeugten Charolais-Halters ernähren sich die Kälber zuerst ausschliesslich von der Muttermilch, beginnen aber schon bald mit der Aufnahme von Heu und Gras. Die Masttiere, Stiere, Ochsen und Rinder benötigen je nach dem gewünschten Endprodukt und der Mastintensität entsprechend gutes bis sehr gutes Futter.

 

Qualität soll immer gleich gut sein

Der Gastronom, der Detailhändler, der Kunde oder Gast erwarte von der Wurstund Fleischqualität ein schönes Aussehen, einen feinen, typischen Geschmack, immer gleich gut und immer gleich gut verarbeitet, erklärte Roman Benker, Leiter Kommunikation und Service, Traitafi na AG, Lenzburg. Nach seiner Meinung ist der Rassentyp, das Kreuzungsprogramm und die Gewichtung der Selektionskriterien entscheidend für die optimale Grundvoraussetzung einer guten Fleischqualität. Der Mutterkuhtag wurde mit Überlegungen rund um den Einsatz von Futtermischwagen und einer Maschinendemo abgerundet.

 

Mario Tosato