Ausgabe Nummer 14 (2009)

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Suisseporcs fordert Fondslösung

Durch den Zwang zur Ferkelkastration mit Inhalationsgeräten fordert Suisseporcs an ihrer ausserodentlichen Generalversammlung in Kirchberg SG eine Fondslösung.

An der 32. ordentlichen Generalversammlung kündigte Hanspeter Keller, Roggwil, Präsident Suisseporcs Sektion Ostschweiz, aus beruflichen Gründen auf die nächste Generalversammlung seinen Rücktritt an. Der Vorstand werde sich bemühen, einen fähigen Nachfolger zu finden. Wirtschaftlich gesehen werde das Jahr 2008 für Schweinehalter als gutes Jahr in Erinnerung bleiben, sagte Keller. Im Jahresdurchschnitt wurde für Schlachtschweine 4,96 Franken je kg und bei den Jagern im Durchschnitt 7,45 Franken je kg bezahlt. «Preise, an die man sich gerne gewöhnen könnte», so Keller. Die Tendenz für das laufende Jahr sehe nicht schlecht aus, auch wenn das durchschnittliche Vorjahresniveau, mindestens bei den Schlachtschweinen, wohl nicht mehr ganz erreicht werde. Auf Verbandsebene seien intern die beiden Grossprojekte QS Schweinefleischqualität, dessen Verankerung in die QM Schweizer Fleisch kurz bevorstehe, und QS Gesundheit wichtige Aufgaben, an denen intensiv gearbeitet werde. Martin Egli, Amriswil, erklärte seinen Rücktritt aus dem Zentralvorstand. Mit Zustimmung der Generalversammlung schlägt die Sektion Ostschweiz an der schweizerischen Delegiertenversammlung Markus Hengartner, Illighausen, als Mitglied des Zentralvorstands vor.

Abwarten mit dem Kauf von Inhalationsgeräten
In seinem Referat «Ferkelkastration ? Tendenzen, Empfehlungen», verhehlte Peter Spring, Dozent an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft, Zollikofen, und Projektleiter «Pro Schwein», nicht, dass von den Grossverteilern die Eberkastration mit Inhalationsnarkose, kombiniert mit Schmerzmittel, diktiert werde. Somit werde die Jungebermast und die Impfung nicht akzeptiert. Für Spring wären neben der Inhalationsnarkose die Impfung gegen Ebergeruch und die Jung ebermast in der Nischenproduktion eine umsetzbare Methoden gewesen. Die Narkose biete eine Zwischenlösung. Spring betonte, dass es wichtig sei, dass ein Segment geimpft werde, damit auf den Produktionsbetrieben und in den Schlachthöfen weitere Erfahrungen mit dieser Methode gemacht werden können. Suisseporcs-Zentralpräsident Peter Hofer empfahl, vorerst noch keine Inhalationsgeräte zu kaufen, da die Suisseporcs eine Fondslösung anstrebe, die aber zuerst noch ausgehandelt werden müsse. Der Fonds soll für die Finanzierung der Geräte verwendet werden. Die Mehrarbeit, die Kosten für das Narkosegas und das Schmerzmittel sowie die Wartung seien dann Sache der Bauern.

Mario Tosato


Wehren sich gegen die Ferkelkastration
mit Inhalationsnarkose (von links) Peter
Spring, Peter Hofer und Hanspeter Keller.
(tos)
Wehren sich gegen die Ferkelkastration mit Inhalationsnarkose (von links) Peter Spring, Peter Hofer und Hanspeter Keller. (tos)