Ausgabe Nummer 11 (2008)

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SVAMH bald mit neuem Namen

Jährlich treten rund 150 Mutterkuhbetriebe der SVAMH bei

An der Regionaltagung der SVAMH im BBZ Arenenberg wurde Peter Fenner als Nachfolger von Konrad Langhart für den SVAMH-Vorstand nominiert.

Der Wechsel im Präsidium der Schweizerischen Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhalter (SVAMH), die gute Stimmung am Rindfleischmarkt, die fehlende Zeit und eine gewisse Amtsmüdigkeit hätten ihn dazu bewogen, den Rücktritt als Vorstandsmitglied und Vizepräsident der SVAMH einzureichen, erklärte Konrad Langhart an der Regionaltagung der Kantone Schaffhausen, Thurgau und Zürich im BBZ Arenenberg. Seinem Aufruf, sich für dieses Amt zu melden, seien vier kompetente Mutterkuhhalter gefolgt und hätten sich für das Vorstandsamt beworben. Schliesslich wurden Peter Fenner, Stallikon ZH, und Urs Weilenmann, Buch am Irchel ZH, als Nachfolger von Konrad Langhard vorgeschlagen. Beide Kandidaten wurden von Tagungsteilnehmern als fähig bezeichnet. Mit 33 zu 29 Stimmen wurde Fenner zum Kandidaten für den SVAMH-Vorstand portiert. Die SVAMH-Vereinsversammlung findet am 28. März statt.

Aktualitäten aus der Geschäftsstelle
Wie Alexa Calekta berichtete, wurde die Geschäftsstelle beauftragt, für die SVAMH einen neuen Namen zu suchen. Auf die Ausschreibung wurden 168 Vorschläge eingereicht. Zusammen mit einer Agentur wurden an der beef 07 die zehn besten Ideen vorgestellt. Schliesslich setzte sich der Namen «Mutterkuh Schweiz», der in die drei anderen Landessprachen übersetzt wird, durch. Peter Leuenberger von der SVAMH-Geschäftsstelle stellte fest, dass die Zunahme der Mutterkuhhalter weiterhin erfreulich sei. Auf Ende 2007 sei der Mitgliederbestand der SVAMH auf 4805 angewachsen. Pro Jahr treten zurzeit rund 150 Betriebe der SVAMH bei. Erfreulich sei auch die Entwicklung der Label Natura Beef und SwissPrim- Gourmet. Laut Calekta werden an der beef 08 in Wil SG vom 16. und 17. August rund 20 000 Besucher erwartet. Nicht zufrieden ist Langhart mit der AP 2011, wo die Mutterkuhhalter bei den Direktzahlungen zu wenig berücksichtigt wurden. Hier sei eine Harmonisierung gegenüber den Milchviehhaltern nötig.

Bundesrat wird wohl Verhandlungen aufnehmen
Der Schweizerische Bauernverband (SBV) habe bereits 2006 und 2007 seine Skepsis gegenüber einem Agrarfreihandelsabkommen Schweiz?EU geäussert, stellte Christophe Eggenschwiler, Leiter Departement Wirtschaft und Politik SBV, fest. Mit den heutigen Rahmenbedingungen sei dieses Abkommen für die Landwirtschaft nicht verkraftbar. Begleitmassnamen werden nach Eggenschwilers Meinung einen hohen finanziellen Aufwand erfordern. Er glaubt auch nicht, dass das Thema WTO vom Tisch ist. Durch die Erhöhung der Weltmarktpreise habe sich hier die Ausgangslage allerdings verändert. Eggenschwiler ist überzeugt, dass sich der Bundesrat in den nächsten Wochen für die Verhandlungen mit der EU betreffend Agrarfreihandelsabkommen entscheidet.
In einem weiteren Referat informierte Christian Senn, Amtstierarzt des Kantons Thurgau, über die Sanierung von BVD und die Blauzungenkrankheit.

Mario Tosato


Konrad Langhard (links) mit seinem
designierten Nachfolger Peter Fenner. (tos)
Konrad Langhard (links) mit seinem designierten Nachfolger Peter Fenner. (tos)