Ausgabe Nummer 12 (2006)

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Therese Huber löst Marianne Jöhr ab

Harmonischer Verlauf der Delegiertenversammlung der Thurgauer Landfrauen in Weinfelden

Therese Huber löst Marianne Jöhr ab

Nach neunjähriger Präsidialzeit beim Thurgauer Landfrauenverband übergab Marianne Jöhr-Nater ihr verantwortungsvolles Amt an Therese Huber-Hirschi, die einstimmig gewählt wurde.


Zwei fröhliche Präsidentinnen:
Die scheidende Marianne Jöhr (links)
und die neue, Therese Huber. (tos)

Die wunderschöne Tischdekoration mit Frühlingsblumen und die zahlreichen
Ehrengäste mit Regierungsrat Kaspar Schläpfer, Grossratspräsident Max Vögeli, Ruth Streit, Präsidentin des Schweizerischen Landfrauenverbands, Andreas Binswanger, Präsident des Thurgauer Bauernverbandes (TBV) und anderen mehr sowie die 154 Landfrauen, wiesen daraufhin, dass die diesjährige Delegiertenversammlung des Thurgauer Landfrauenverbands (TLFV) unter einem «besonderen Stern» stand. Es galt die langjährige Präsidentin Marianne Jöhr-Nater, Ottoberg, zu verabschieden. 1997 wurde sie zur Präsidentin der Frauenkommission gewählt. Jöhr und ihre Vorstandskolleginnen überführten 1999 die Frauenkommission in den Thurgauer Landfrauenverband. In ihrem letzten Jahresbericht wies die scheidende Präsidentin darauf hin, dass im neuen Leitbild des TLFV das Thema «Gesunde Ernährung» eine wichtige Rolle spiele. Mit Kursen, Vorträgen und Auftritten an Ausstellungen versuche der TLFV immer wieder auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Im Vorstand des TBV und in den nationalen Gremien habe sie immer wieder versucht, auf die Anliegen und Bedürfnisse der Bäuerinnen, auch im sozialen Bereich, hinzuweisen. Abschliessend meinte Marianne Jöhr: «Ich sehe die Wirklichkeit, dass wir Frauen mit unseren Gefühlen und Emotionen mitdenken und mitarbeiten, es braucht uns.»


Mit einer Standing Ovation wurde Marianne Jöhr
verabschiedet. (tos)

Vorstand bestätigt

Einstimmig wurde Therese Huber-Hirschi, Hefenhofen, zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Sie dankte für das Vertrauen und stellte fest, dass sie vor dieser Aufgabe, 4228 Landfrauen zu führen, grossen Respekt habe. Gleichzeitig sei ihr aber bewusst, dass sie auf die Unterstützung der Vorstandsfrauen zählen dürfe.
Ihren Rücktritt erklärte Adelheid Langenegger. Sie wird durch Alexandra Stalder-Berchtold, Rothenhausen, ersetzt. Die bisherigen Vorstandsfrauen Dora Baumgartner, Bernadette Brauchli, Sylvia Dennenmoser, Esther Gredig, Susanne Harder und Monika Roth wurden für eine vierjährige Amtszeit bestätigt. Sandra
Kuster und Pia Lenz, beide LBBZ Arenenberg, gehören von Amtes wegen dem Vorstand an.

Regierungsrätliches Lob

Andreas Binswanger lobte die grosse Arbeit der Frauen in den Landwirtschaftsbetrieben. Nach seinen Aussagen hilft der TLFV bei der Bewältigung der Probleme in der Landwirtschaft. Auch Regierungsrat Kaspar Schläpfer würdigte die Arbeit der Landfrauen und Bäuerinnen. Neben der grossen Arbeit auf den Betrieben seien die Landfrauen auch überzeugte und gute Botschafterinnen für  den Bauernstand. Zum Schluss der diesjährigen Delegiertenversammlung überraschten Jazinta Lüthi und Heidi Thür die Versammlung mit dem Lied «Good by Marianne».

Mario Tosato

Geschichte der Thurgauer Landfrauen (1928 bis 2004)
Damals wie heute sind die Thurgauer Landfrauen sehr engagiert. Diese 35-seitige Broschüre lässt die spannende Geschichte der Landfrauen anhand von Dokumenten und Aussagen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Revue passieren. In chronologischer Abfolge werden die Leserin und der Leser durch acht Jahrzehnte geführt, illustriert mit Bildern von Personen und Anlässen aus der entsprechenden Epoche. Das Büchlein wurde im Rahmen einer Projektarbeit von Ursina Hulmann verfasst, Herausgeber ist der Thurgauer Bauernverband (TBV). Andreas Rohner



Die Broschüre kann gegen einen Unkostenbeitrag von 7.50 Franken (inklusive Mwst.) auf der Geschäftsstelle des TBV abgeholt werden. (kb)