Ausgabe Nummer 24 (2008)

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Thurella Gruppe weiter im Aufwind

7. Generalversammlung der Thurella AG in Egnach

Der Umsatz der Thurella Gruppe konnte im 2007 um 4,8 Prozent gesteigert werden und durchbrach damit erstmals die Grenze von 200 Millionen Franken. Die Thurella plant den Verkauf des Agroservice.

«Der Trend zu gesunden, natürlichen Getränken hält unvermindert an. Davon profitierte im 2007 die national wie international tätige Thurella Gruppe», stellte Verwaltungsratspräsident Hermann Hasen an der Generalversammlung fest. Trotz Feuerbrand konnte mit 55 000 Tonnen Mostobst von einer guten Ernte mit hoher Qualität gesprochen werden. Sorgen bereitete der Thurella Gruppe die Beschaffung von Weisszucker. Aus diesem Grund wurden in Egnach, Bischofszell und Eglisau Anlagen zur Verarbeitung von Rohrzucker gebaut. Nach Hasens Aussagen weist die Thurella Gruppe im Jahr 2007 wiederum eine erfolgreiche Marktbearbeitung aus. Die Integration der GESA Gemüsesaft GmbH in Neustadt/ Stein (D) sei schnell und erfolgreich verlaufen.

Positives Geschäftsergebnis
Der Umsatz der Thurella Gruppe stieg um 9,125 Millionen Franken (4,8 Prozent) auf 200,942 Millionen Franken an. Der Gewinn konnte mit 3,973 Millionen Franken (plus 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gehalten werden. Die 245 anwesenden Aktionäre folgten dem Antrag des Verwaltungsrates und stimmten der Ausschüttung einer Dividende von 16 Franken je Aktie mit einem Totalbetrag von 1,531 Millionen Franken sowie der Zuweisung von 1,139 Millionen Franken auf neue Rechnung zu. «Wir werden in den nächsten Jahren weitere eigene Produktinnovationen auf den Markt bringen, um unsere Marktanteile weiter auszubauen», sagte Hasen. Die Thurella Getränke AG soll in der Schweiz eine jährliche Umsatzwachstumsrate von 2 bis 4 Prozent erzielen. Eine noch stärkere Wachstumsrate von 10 bis 15 Prozent jährlich soll die Biotta AG im Ausland erzielen.

Alle Investitionskredite genehmigt
Die Aktionäre stimmten Baukrediten für den Bau von Prozessabwasserreinungsanlagen in Eglisau von 4 Millionen Franken und Egnach von 3 Millionen Franken zu. Genehmigt wurde auch ein Nachtragskredit von knapp 8 Millionen Franken für den Bau von Annahme-, Löse-, Reinigungs- und Mischanlagen für die Zuckerverarbeitung in Eglisau, Egnach und Bischofszell.
Für den ausscheidenden Hans Stacher- Pohl wählten die Aktionäre Hans Peter Kunz in den Verwaltungsrat. Bestätigt wurden ausserdem Hermann Hasen als Präsident, Bernhard Allemann als Vizepräsident des Verwaltungsrates und Hansueli Stacher, Robert Baldinger, Hans Löpfe und Konrad Stäheli als Mitglieder für die nächste Amtsperiode von drei Jahren.

Thurella will Rohstoff sichern
Laut CEO Paul Kundert ist die Thurella Gruppe auch im laufenden Geschäftsjahr sehr gut unterwegs. Trotz dem Einsatz von Streptomycin sei für die Zukunft die Beschaffung von Mostobst gefährdet. Der Empfehlung eines kalifornischen Apfelproduzenten folgend, mehr Bäume zu pflanzen als der Feuerbrand hole, habe die Thurella im Winter 2007/2008 über 4100 Hochstammbäume ausgeliefert. Davon wurden 1400 Bäume kostenlos als Feuerbrandersatz an die Produzenten abgegeben. Kundert stellt fest, dass die Nachfrage nach Hochstammbäumen nach wie vor gross sei. Mit vier Produzenten sei die Erstellung von je einer Muster- beziehungsweise Testanlage für Mostobst auf Niederstammbäumen vereinbart worden, welche im Winter 2008/2009 umgesetzt werden. Die Thurella beteilige sich an den Gestehungskosten mit total 40 000 Franken.

Mario Tosato


Thurella plant Verkauf des Agroservice

Die Thurella AG beabsichtigt, ihre 100- prozentige Tochterfirma Thurella Agroservice AG 2008 an die fenaco, Unternehmensgruppe der schweizerischen Agrarwirtschaft, zu verkaufen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde unterzeichnet. Damit will die Thurella AG ihre Fokussierung auf die Bereiche Fertiggetränke und Halbfabrikate verstärken. Kommt der Verkauf zustande, wird die fenaco die Mitarbeitenden der Thurella Agroservice AG übernehmen sowie auch die bestehenden beziehungsweise laufenden Geschäfte weiterführen. Die zuständigen Gremien beider Vertragsparteien müssen diesem Geschäft noch zustimmen. Die Thurella AG wird aus diesem Grund am 26. August eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen.
(tos)


Freuen sich über die positive Entwicklung der Thurella AG (von links): Bernhard Allemann,
Hermann Hasen und Paul Kundert, CEO der Thurella AG. (tos)
Freuen sich über die positive Entwicklung der Thurella AG (von links): Bernhard Allemann, Hermann Hasen und Paul Kundert, CEO der Thurella AG. (tos)